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Lesung: Katze hasst Welt
Das Leben ist hart. Das zeigten drei Comic-Künstlerinnen bei einer Lesung im Palais Stutterheim, und zwar auf ganz verschiedene Weise.

Tanja Esch erzählte in einem Ausschnitt aus "du kannst natürlich heute noch hier schlafen" (Jaja Verlag) von verschiedenen Beziehungen ihrer Protagonistin, insbesondere vom jeweiligen Ende. Die eine Beziehung endet, weil der Partner etwas Ernsteres mit einer anderen anfangen will. Ein anderes Ende ist um so schmerzlicher, weil es eben nicht "den großen Streit" gab. Aber unschön für die Protagonistin sind sie eigentlich alle.

Anschließend übernahm Nacha Vollenweider mit ihren "Fußnoten" (avant-verlag) die Bühne. Die Zeichnerin stammt aus Argentinien und erzählte von ihren Erfahrungen in Deutschland: Schlechtes Wetter, kein Tango im Radio, und das Interessanteste ist die Eisenbahn. Den meisten Raum nahm aber das unsichtbare Gepäck aus, das sie aus der alten Heimat mitgebracht hat: Vollenweiders Onkel gehört zu den "Verschwundenen" aus der Zeit der Militärdiktatur. Sein Schicksal und der Versuch, ihm Gerechtigkeit zu verschaffen, beschäftigte die Familie über Jahrzehnte.

Den Abschluss der Lesung bildete das titelgebende "Katze hasst Welt" (Reprodukt). In der hier vorgestellten Episode lässt Kathrin Klingner ihre misantrophische Figur auf eine Kunsthochschule treffen. Zusammengefasst: Studenten, Dozenten, die fabrizierte Kunst - alles doof.

Wir haben diese Veranstaltung mit der Kamera begleitet. Die Kollegen vom Schnitt arbeiteten gerade den Mitschnitt auf. Wenn sie damit fertig sind, werdet Ihr Euch selbst ein Bild machen können, wie hart das Leben zu den Protagonisten der drei präsentierten Comics ist und wie hart es zu den Zuschauern dieser Lesung war (Spoiler zu letzterem: Überhaupt nicht).

Daten dieses Berichts
Bericht vom: 31.05.2018 - 17:24
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Henning Kockerbeck
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