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Queer Comix & Charaktere

Queere Comics gibt es leider noch nicht so lange, vor allem nicht in gedruckter Form. Hier werden vier queere Künstler vorgestellt, die Comics über queere Personen machen – aus eigenem Interesse, vor allem auch weil sie sich in ihrer Jugend queere Comics und vor allem queere Vorbilder gewünscht hätten, die es damals nicht gab.

Reinhard Kleist arbeitet derzeit an einem Comic über einen erfolgreichen farbigen Boxer. Zufällig zum Boxsport geworden, wurde er sogar Weltmeister im Mittelgewicht. Nebenbei hat er Singles aufgenommen, Mode designt, und war öffentlich schwul. Es gibt auch einen dunklen Teil in seiner Geschichte: Vor einem Kampf wurde er vor seinem Gegner als Schwuchtel beschimpft, und ist dann im Ring so ausgerastet, dass er seinen Gegner ins Koma geprügelt hat, woran dieser ein paar Tage später starb. Kleist ist selbst kein Boxfan, aber er ist hin und wieder zu Kämpfen gegangen um zu skizzieren. Kleist hat sich diesem Boxer gewidmet, da er von jemandem erzählen wollte, der eben kein Opfer war, wie oft in Geschichten über queere Leute, sondern von jemandem, der „zurückschlägt“.

Martina Schradi schreibt in „Ach so ist das“ über queere Menschen und ihren Alltag. Dies ist ein Projekt, das sie bereits seit 5 Jahren verfolgt Bislang hatte sie kaum Schwierigkeiten, Personen für ihre Storys so finden, da sich viele direkt bei ihr gemeldet haben um ihre Geschichte zu teilen. Sie macht aber auch Ausgaben zu neueren Themen, wie etwa „LGBTI (Lesbian, Gay, Bisexual, Transexual, Intersex) und Flucht“, da war es schon schwieriger, Personen und Storys für zu finden. Sie will so nah wie möglich an die Personen herankommen und so eng wie möglich mit ihnen zusammenarbeiten. In der Regel hat sie Interviews mit den Personen geführt, manchmal auch per Telefon und Email.

Thilo Krapp liebt Abenteuergeschichten. Für seinen Abenteuercomic „Damian und Alexander“ nahm er sich das Konzept vor und besetzte die Geschichte mit zwei schwulen Hauptcharakteren. Beim Schreiben und Zeichnen des Comics fragte sich immer mal wieder, wie er selbst in bestimmten Situationen reagieren würde, daher ist der Comic ein bisschen autobiographisch. Er nannte den Comic „sein schwules Tarzan und Jane“.

Nikki Smith hat zahlreiche queere und auch explizite Comics im Internet veröffentlicht, einige im Selbstverlag, und immer mal wieder auch einzelne Werke bei unterschiedlichen Verlegern. Außerdem hat sie lange Zeit für eine Plattform im Internet gezeichnet, die sich vor allem queeren und erotischen Themen widmet.

Im Filmmitschnitt könnt ihr weitere Infos zu den Zeichnern und ihren Werken bekommen, sowie zu ihren Gedanken zum Thema queere Comics. Viel Spaß!



Daten dieses Berichts
Bericht vom: 08.06.2018 - 13:56
Kategorie: Filmmitschnitte
Autor dieses Berichts: Skrollan Kannengieer
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