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Comic-Besprechung - The Life Eaters

Geschichten:
Life Eaters
Autor: David Brin, Zeichner: Scott Hampton

Story:
Der Zweite Weltkrieg scheint 1944 für die Nationalsozialisten und ihre Verbündeten so gut wie verloren: Die Alliierten sind kurz vor der Invasion des europäischen Festlands an der Küste der Normandie, die Rote Armee steht vor den Toren Berlins und das Japanische Kaiserreich verliert im Pazifik eine Insel nach der anderen.

Doch die Alliierten stoßen auf übernatürliche Feinde: Mit Hilfe von schwarzer Magie haben die Nazis die germanischen Götter – die Asen – heraufbeschworen und als Verbündete gewonnen. Dadurch wendet sich das Blatt und der Weltkrieg verlängert sich um weitere Jahrzehnte. Im weiteren Kriegsverlauf wird das perfide Geheimnis der Nazis entlarvt: Die Asen wurden durch den Holocaust zum Leben gerufen. Nun erwecken die anderen Völker der Erde ihre eigenen Gottheiten zum Kampf gegen ihre Feinde mit den gleichen Mitteln. Nur eine kleine Widerstandstruppe wagt es, den Kampf gegen ihre übermenschlichen Besatzer aufzunehmen.

Meinung:
Der Holocaust als Opfer für die Dienste der nordischen Götter?! Das ist provokant und stößt nicht nur bei Betroffenen auf erhebliche moralische Bedenken. Lässt man sich aber einmal auf das Gedankenspiel („Was wäre wenn…?“) ein, bietet sich eine nervenaufreibende Story, die einen nicht mehr aus ihren Bann zieht. Zumal die Verbrechen der Nazis gegen das Judentum hier ja keineswegs verharmlost werden, sondern im Gegenteil, eine noch grausamere Dimension erhalten.

Der Science-Fiction-Autor David Brin (unter anderem „The Postman“) erdichtet eine Erzählung die sich schwer vergleichen und einordnen lässt. Deshalb kann sich seine vielschichtige Geschichte atmosphärisch als Kreuzung aus Science-Fiction („The man in the high castle“ P. K. Dicks) mit Superhelden- („Captain America“, „Thor“, „Iron Man“) und fiktiven Kriegscomics („Hellboy“) beschreiben.

Scott Hampton ist (unter anderem „Batman: Ein Schreien in der Nacht“) überzeugt durch seinen künstlerischen Stil, der den expressiv-realistischen Zeichnungen von George Pratt (u.a. „Wolverine: Netsuke“, „Batman: Harvest Breed“) oder Kent Williams (unter anderem „The Fountain“, „Wolverine: Meltdown“) ähnelt. Nicht zufällig weisen die Comics der genannten Zeichner auch inhaltlich Gemeinsamkeiten (zum Beispiel okkulte Inhalte in „Batman: Harvest Breed“) mit „The Life Eaters“ auf. Der zuletzt hoch gelobte Cross Cult-Verlag bietet auch „The Life Eaters“ als gelungene „all-in-one”-Hardcoverausgabe (160 Seiten) in einem handlichem Format (16x24) zu einem fairen Preis (25 €) an.

Fazit:
Turbulente, bildgewaltige Achterbahnfahrt, die den Zweiten Weltkrieg als bizarren Schauplatz präsentiert. Hampton erschafft die passende düstere, opulente Bilderwelt zu Brins erzählerischem Hochgeschwindigkeitsgeschoss.

The Life Eaters - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Life Eaters

Autor der Besprechung:
Marco Behringer

Verlag:
Cross Cult

ISBN 13:
978-3-941248-15-1

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Story - David Brin
  • Ästhetik - Scott Hampton
  • Genre-Crossover
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 21.09.2009
Kategorie: One Shots
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