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Comic-Besprechung - Kommissar Fröhlich 1: Feuerteufel

Geschichten:
Feuerteufel (Originalausgabe)

Autor/Zeichner: Stephan Hagenow

Story:
Der grobe Plot ist schnell  erzählt: In Stade, im hohen Norden Deutschlands, erschüttert eine Serie von Brandanschlägen die Gegend. Sieben Brände in drei Wochen können kein Zufall sein und rufen daher Kommissar Ernst Fröhlich auf den Plan, der mit seinem Assistenten Tumba dem Feuerteufel auf die Spur kommen will.

Der Tod des Bauern Dräger, sauber mit einer Mistgabel perforiert,  bringt das Fass zum Überlaufen. Und dann verschwindet auch noch Fröhlichs Assistent spurlos …

Meinung:
Der Independent-Verlag Gringo Comics bietet verstärkt Lesefutter für Krimi-Freunde: erst der schwäbische Kommissar Eisele von der Kripo Stuttgart (gezeichnet von Martin Frei) jetzt der mürrische, bärbeißige Hauptkommissar Fröhlich aus dem Norden, der konstant grummelig und misslaunisch durch die Seiten schreitet. Erdacht und gezeichnet ist diese neue Serie von Stephan Hagenow, der bei Gringo bereits mit einer Reihe von Serien in Erscheinung getreten ist. Man denke da an die Piccolo-Serie EINAR DER WIKINGER oder Stoffe, die eher nicht aus dieser Welt sind, wie MAC TRAP, SAMURELLA oder JOE DARLING.

Feuerteufel geht von der ersten Seite an gleich in medias res: ein Bauernhof brennt, eine Leiche wird entdeckt, der Kommissar ist zur Stelle und nimmt sogleich die Ermittlungen auf. Die Hauptfigur ist eher ein Kotzbrocken, und auch Peter Tumba, sein Assistent, ist nicht gerade eine Figur, der man hinterher trauen würde. So ist es auch nicht wirklich schlimm, wenn letzterer von der Bildfläche verschwindet und gar getötet werden soll.

Es bleibt leider zu vieles an der Oberfläche. Der Fall ist nicht besonders knifflig. Die Charaktere sind eher platt und nicht besonders griffig ausgearbeitet. Fröhlich macht zwar die ein oder andere weltmännisch-sarkastische Bemerkung, die durchaus zu einem Lächeln animiert, aber bevor man sich richtig eingelesen hat, ist die Geschichte auch schon zu Ende.

Die Schwarzweiß-Zeichnungen von Stephan Hagenow dürften nicht jedermanns Sache sein. Sie sind grob und kantig und auch noch etwas hastig, wissen jedoch bei genauerer Betrachtung durchaus zu gefallen. Mit den Perspektiven und den Panelflüssen hapert es zwar stellenweise etwas, aber er macht dies wieder wett durch innovative Einstellungen. Was gar nicht geht, sind die Sound-Wörter wie „RATSCH“ oder „TAK TAK“, die ziemlich amateurhaft gezeichnet sind. Da hätte man besser am Computer einen gescheiten Font genommen und die Worte digital eingepflegt.

Das kleine Softcover-A5-Format passt für diese Art von Publikation recht gut und sollte beibehalten werden. Als Auftaktband einer neuen Krimi-Reihe bleibt unterm Strich für den Feuerteufel festzustellen, dass noch viel Luft nach oben ist. Das Grobe stimmt fürs Erste, alles Weitere müssen die nächsten Folgen bringen, von denen für 2010 bereits mehr als ein Band angekündigt ist. Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft ein wenig mehr Lokalkolorit aufgetragen werden könnte. Zum Bauernhof in der Eingangssequenz hätte man sich auch durchaus die ein oder andere detaillierte Landschaftsaufnahme wünschen können.


Fazit:
Es bleibt ein gemischter Eindruck zum Start einer neuen Krimi-Comicserie, die Potential erkennen lässt. Es ist Gringo Comics anzurechnen, dass deutschen Zeichnern mit dieser kleinen, aber feinen Publikationsform (S/W-A5-Bändchen) eine passende Plattform zur Verfügung gestellt wird, damit sie ihr Talent präsentieren können. Auf dem hart umkämpften Comic-Markt wird so ein Licht am Leben erhalten, welches die deutsche Comic-Szene bereichert.

Kommissar Fröhlich 1: Feuerteufel - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Kommissar Fröhlich 1: Feuerteufel

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Gringo Comics

Preis:
€ 7.90

ISBN 10:
978-3-940047-88-5

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • deutscher Krimi-Comic aus dem hohen Norden
  • gutes Preis-Leistung-Verhältnis
Negativ aufgefallen
  • Protagonisten sind etwas eindimensional geraten
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.67
(3 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 05.01.2010
Kategorie: Kommissar Frhlich
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