SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 15.619 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Kommissar Eisele 1: Kripo Stuttgart (II)

Geschichten:
  • Das Spätzle-Schätzle
  • Mord und Maultaschen
  • Der Casanova-Code

Bonus-Material: Making Of … (Hintergrundinfos)

Autor/Zeichner: Martin Frei

Story:
Kriminalhauptkommissar Gustav Eisele ist in Stuttgart zuständig, wenn es darum geht knifflige Kriminalfälle zu lösen. Ihm zur Seite steht die frisch von Hamburg umgezogene junge Kriminalkommissarin Klara Fietjen, deren Ehe just gescheitert ist und die schon manchmal etwas nassforsch und aggressiv zur Stelle ist, wenn es darum geht, jemanden zur Strecke zu bringen. Als dritter wiederkehrender Protagonist wird außerdem der Haus-und-Hof-Pathologie der Kripo Stuttgart, Kriminalkommissar Moritz Nockel aufgeboten.

Gleich drei Fälle gilt es für Kommissar Eisele und sein Team zu lösen. In Das Spätzle-Schätzle wird im Wasser des Schicksalsbrunnens mitten im berühmten Schloßgarten von Stuttgart eine Leiche gefunden. Es handelt sich dabei um eben jenes titelgebende „Spätzle-Schätzle“, eine Art Schönheitskönigin, die ins Jenseits befördert wurde. Die Spur nach dem Mörder von Ayse Üzmir, so ihr bürgerlicher Name, führt zu ihrem ehemaligen Liebhaber, aber auch zu ihrer türkischen Familie, die nicht mit Ayes Lebenswandel klar kam …

In Mord und Maultaschen sitzen Eisele und Fietjen in einem urschwäbischen Lokal bei „Mauldasche“ und „Bubaspitzle“ als die Küchenhilfe Marika mit einem Messer erstochen wird. Sofort wird ermittelt, aber es kommt anders als man denkt.

Zu guter Letzt geht es in Der Casanova-Code auf einen Abstecher in die Kunst-Szene, als der von den Medien kritisierte Künstler und Galerist Kurt Koje von einer Brücke stürzt und nicht wieder aufsteht. Die Ursprünge der Geschichte gehen zurück bis ins Stuttgart des Jahres 1760, als Giacomo Casanova der Stadt einen Besuch abstattete.

Meinung:
Ein schwäbelnder Kommissar? Kriminalfälle in der baden-württembergischen Landeshauptstadt? Klingt nicht gerade nach einer Mischung, die einen spontan mit Entzückung aufspringen lässt. Doch weit gefehlt: KOMMISSAR EISELE hat alles, was ein unterhaltsamer Comic braucht.

Das Rezept geht auf: Eisele als geruhsamer Kombinierer mit Dialekt und Fietjen, die aufbrausende kühle Blonde aus dem Norden, passen besser zusammen als man denkt. Sie sind beide auf ihre Art liebenswert und stimmig charakterisiert. Alle drei Geschichten sind nicht nur lokal in Stuttgart verwurzelt, sondern haben kleine Details aus der Geschichte der schwäbischen Metropole als Aufhänger. Die Fälle, die es zu lösen gilt, sind zwar nicht furchtbar schwierig, aber das ist in der Kürze der Geschichten gar nicht möglich. Sie sind jedoch interessant genug, um den Leser bei der Stange zu halten und bis zum Punkt X mit zu rätseln. Mal gelingt das besser, mal ist es früh absehbar.

Damit der Leser auch in den vollen Genuss der Recherchearbeiten Freis gelangt, die in die drei Abenteuer eingeflossen sind, gibt es als Bonus-Material noch Hintergrundbeiträge unter dem Titel Making Of.

Die Schwarzweiß-Zeichnungen von Martin Frei sind vorwiegend im Funny-Stil gehalten, wobei die Hintergründe teilweise auch bis zum Fotorealismus gehen. Um eine gehörige Portion Lokalkolorit zu erhalten, sind Häuser, Bauwerke, Straßenzüge oder Parkanlagen sehr detailliert gezeichnet. Dabei bleibt der Hintergrund nicht selten in der Bleistiftzeichnung und die Figuren im Vordergrund sind fein getuscht. Dies ergibt einen interessanten Effekt, der das Ergebnis von der reinen Funnycomic-Schule abhebt.

Martin Freis Zeichenkunst ist ausgereift und überzeugt auf ganzer Linie. Schließlich ist Frei schon seit mehr als zwei Jahrzehnten im Profi-Bereich aktiv und übte sich mit einer verschiedenartigen Anzahl von Comics, im Funny-Stil oder mit realistischem Strich. Die Bandbreite reicht von Comics für Magazine wie ZEBRA, SCHWERMETALL, ZACK oder MAD bis hin zu eigene Serien wie ASANGHIA, GREGOR KA oder SUPERBABE.

Der Band ist im A5-Format als Softcover erschienen. Das passt erstaunlich gut.

Fazit:
Der erste Band von KOMMISSAR EISELE ist ein gelungener Start und damit eine Bereicherung der eher kleinen Familie der deutschen Funny-Comics. Der Band besticht durch detaillierte Kenntnis der Stadt Stuttgart und ist damit auch Lesern zu empfehlen, die sonst um Comics eher einen Bogen machen.
Es wäre schön, wenn noch weitere Abenteuer nachfolgen würden.

Kommissar Eisele 1: Kripo Stuttgart (II) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Kommissar Eisele 1: Kripo Stuttgart (II)

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Gringo Comics

Preis:
€ 9.80

ISBN 13:
978-3-940047-84-7

114 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Martin Frei beeindruckt durch eine Mixtur von gekonntem Funny-Stil und realistischen Hintergründen
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(8 Stimmen)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 19.02.2010
Kategorie: Kommissar Eisele
«« Die vorhergehende Rezension
Spider-Man 69
Die nächste Rezension »»
Der beste Liebhaber 1
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.