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Comic-Besprechung - Solomon Kane 1: Schloss des Teufels

Geschichten:
Solomon Kane 1: The Castle Of The Devil, Part 1
Solomon Kane 2: The Castle Of The Devil, Part 2
Solomon Kane 3: The Castle Of The Devil, Part 3
Solomon Kane 4: The Castle Of The Devil, Part 4
Solomon Kane 5: The Castle Of The Devil, Part 5

Autor: Scott Allie, Zeichner: Mario Guevara, Farben: Dave Stewart

Story:
Es ist das 16. Jahrhundert. Solomon Kane ist ein einsamer Reisender, der nur einem dient: Der Gerechtigkeit. Wo immer Ungerechtigkeiten passieren, wo immer Monster auftauchen, ist auch er nicht weit. Gemeinsam mit einem Mann, der ihm auf seiner Reise begegnet, findet er einen Jungen, der an einem Galgen hängt. Dafür scheint ein Baron verantwortlich zu sein, der von den Bauern in der Gegend gefürchtet wird. Denn sein Schloss ist auf einem früheren Kloster errichtet worden und dort wurde ein Mönch bei lebendigem Leib eingekerkert und bis zum Tode nicht wieder frei gelassen. Der Mönch soll vom Teufel besessen gewesen sein. Und genau das wird jetzt auch dem Baron nachgesagt...

Meinung:
Es mag durchaus sein, dass Solomon Kane dem Leser gleich irgendwie bekannt vor kommt, denn er weist einige Parallelen zum Punisher auf. In Wirklichkeit ist die Figur aber deutlich älter, als der Marvel-Held. Solomon Kane wurde von Robert E. Howard, dem Schöpfer von Conan, erschaffen und erblickte zum ersten Mal im August 1928 in Weird Tales die Welt der redaktionellen Veröffentlichungen. In dieser Publikation erschienen schlussendlich auch die meisten seiner Geschichten.

Nun kommen diese alten Abenteuer also als Comic heraus. Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass die amerikanischen Originale bei Dark Horse erscheinen, denn der amerikanische Verlag ist bekannt für seine oft düsteren Stoffe. Hier hat man also sicher den richtigen Partner gefunden. Hat er aber auch seine Arbeit richtig gemacht? Sicher ist nach der Lektüre des Bandes eines: Düster ist der Comic allemal geworden. Aber er leidet daran, dass die Geschichte eben schon ihre Jahre auf dem Buckel hat. Moderne Geschichten sehen eben in der Zwischenzeit anders aus und so kommt man nach der Lektüre der ersten Hälfte an einen Punkt, an dem man am liebsten Augen und Band schließen würde, so langatmig ist das Ganze geworden. Erst zu Beginn der wirklichen Action wird der Comic besser, nimmt an Fahrt auf. Aber dennoch bleibt das Gefühl übrig, dass man das Ganze besser hätte komprimieren können. Vielleicht hatte Scott Allie einfach zu viel Respekt vor dem Originalwerk und wollte diesem zu sehr treu bleiben.

Solomon Kane selbst ist nicht gerade ein Charakter, zu dem man ohne Weiteres Sympathien aufbauen kann. Er kommt sehr wortkarg daher, aber auch scheinbar sehr perfekt. Erst als im zweiten Teil der Geschichte seine Perfektion etwas bröckelt und er nicht mehr ganz Herr der Lage ist, kommt etwas wie Sympathie auf und man fiebert als Leser dann doch mit ihm mit und wünscht sich, dass er es schafft den Teufel zu besiegen. Das wird dann aber auch wieder ein wenig zum Schluss hin zerstört, denn auf einmal hat man Mitleid mit dem vom Teufel besessenen. Zwiespältige Gefühle also, die nicht genau definieren lassen, wer denn nun der Böse und wer der Gute ist. An sich ist das etwas, auf dem man aufbauen könnte, aber es kommt das Gefühl auf, dass Scott Allie diese Chance verstreichen lässt. Man muss hier abwarten, ob das eher in den weiteren Ausgaben funktioniert.

Zeichnerisch gesehen ist Solomon Kane gewöhnungsbedürftig. Und dabei bleibt unklar, an wem das liegt. Hätte man besser einen anderen Zeichner auswählen sollen, oder einen anderen Coloristen? Jedenfalls passen Mario Guevaras Zeichnungen nicht so ganz zu der Computeroptik der Coloration. Man gewöhnt sich zwar nach einer gewissen Zeit an die Optik, aber der Anfang ist hier etwas schwierig.

Fazit:
Solomon Kane hat durchaus Potential, aber Scott Allie scheint noch zu stark an der Vorlage zu kleben und hat so einen zwiespältigen ersten Band vorgelegt, bei dem man als Leser nicht so genau weiß, ob man reinschauen sollte, oder vielleicht doch eher nicht.

Solomon Kane 1: Schloss des Teufels - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Solomon Kane 1: Schloss des Teufels

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Im zweiten Teil leidlich spannend
  • Die Action im zweiten Teil ist überzeugend
Negativ aufgefallen
  • Die Zeichnungen sind gewöhnungsbedürftig
  • Langatmig zu Beginn
  • Zu eng am Original
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Rezension vom: 22.02.2010
Kategorie: Solomon Kane
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