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Comic-Besprechung - ZACK 130 (Nr. 04/2010)

Geschichten:
  • ANDY MORGAN: Gefahr auf dem Fluss (Teil 2), Autor: Yves Huppen, Zeichnungen: Hermann Huppen
  • NAPOLEON TRAN: Die Versöhnung, Autor: Nicholas Barral, Zeichnungen: TaDuc
  • BLACK CROW: Der blutige Hügel (Teil 2), Autor/Zeichnungen: Jean-Yves Delitte
  • MINGAMANGA: Volle Deckung, Autor/Zeichnungen: Robert Platzgummer
  • BLUE SPACE: Der Tycho-Vorfall (Teil 3), Autor: Richard Marazano, Zeichnungen: Chris Lamquet
  • DER SAMARITER: Bethsabee von Jerusalem (Teil 4), Autor: Fred Le Berre, Zeichnungen: Michel Rouge
  • DIE VERDAMMTEN DER STRASSE, Autor: Rodrique, Zeichnungen: Achdé
  • DEIN FREUND & HELFER: Gedankenspiele eines Bullen, Autor: Daniel Kox, Zeichnungen: Raoul Cauvin
  • JOHN EIGRUTEL: Der Vertrag Polstar (Teil 2), Autor: Jean Léturgie, Zeichnungen: Simon Léturgie
  • ÉPICTETUS, Autor: Guillaume Bianco, Zeichnungen: Sergio Algozzino


Story:
Hinweis: Auf Grund der Masse an verschiedenen Comics und den Gesetzmäßigkeiten der Fortsetzungsgeschichten, wird inhaltlich an dieser Stelle nicht alles wiedergegeben.

Im Heft des Vormonats starteten gleich drei neue Serien, so dass es in der aktuellen Aprilausgabe ohne größere Veränderung vonstattengeht.  

Im zweiten Teil des neuen Andy Morgan-Abenteuers Gefahr auf dem Fluss baut sich die Handlung immer noch auf. Immerhin passiert Einschneidendes, denn die Cormoran wird samt Ali entführt. Der Drahtzieher bleibt im Dunklen.

Im zweiten Teil von Black Crow schaffen es Samuel Prescott und seine Mannen mit einer wagemutigen List, eine niederländische Fregatte zu erobern und mit dem Schiff und seiner wertvollen Ladung, in Form von Waffen für den Unabhängigkeitskrieg, zu entkommen.

Bei der Science Fiction-Serie Blue Space ergibt sich eine überraschende Wendung, die an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Das Gleiche gilt für den Sandalen-Krimi Der Samariter, bei dem ein pikantes Detail aus dem Leben der Ermordeten für Verblüffung sorgt. Und in der bitter-bösen Funny-Satire John Eigrutel ist der gleichnamige Held mit dem Riesenzinken und Augenbrauen wie ein Pavian in Bangkok in eine mehr als brenzlige Situation geraten, die darin gipfelt, dass er mit Zementschuhen baden gehen darf.

Bei den sonstigen Funnies kehrt Napoleon Tran und sein geisterhafter Großvater zurück. MingaManga, Die Verdammten der Straße, Dein Freund & Helfer und Épictetus sind auch wieder mit von der Partie.

Auf den Service-Seiten gibt es diesmal einen Bericht von Volker Hamann über Animal’z von Enki Bilal, ein Kombi-Portrait der Zeichner Lewis Trondheim, Joann Sfar und Manu Larcenet von Marcus Kirzynowski, eine Preview der El Superbeasto DVD von Rob Zombie und die regelmäßigen Sparten wie Novitäten, News, Rezensionen und weiteres. 

Meinung:
Auf dem Cover kämpft der französische Bulle aus dem Funny Mein Freund & Helfer ums Überleben - oder regt er sich nur so stark auf, dass ihm die Augen aus den Höhlen quellen und Schaumblasen aus seinem gequälten Gesicht zum Himmel steigen? Und was hat ihn in die missliche Lage gebracht? Richtig, es gibt nämlich schon wieder kein Titelbild mit Andy Morgan! Und das, obwohl so mancher Fan dies gerne sehen würde. In Ermangelung eines brauchbaren Motivs, hat man dafür das Andy Morgan-Logo zu stattlicher Größe aufgeblasen und in rot leuchtenden Blockbuchstaben auf das Cover gepflastert. Wo früher in den 70ern in Windeseile notfalls ein Praktikant ein selbstgebasteltes Bild vorlegen musste, um Andy an prominenter Stelle featuren zu können, geht man heutzutage den moderaten Weg. Aber es sind ja noch ein paar Folgen – und da wäre es schon schön, wenn ein Andy Morgan-Titelbild kommen würde – selbst wenn das Motiv nicht taufrisch ist.

Andy Morgan eröffnet diesmal das Heft. Die Geschichte kommt zwar nur gemächlich in Fahrt. Doch die Zeichnungen und besonders die Kolorierung wissen mit ihrem typischen Hermann-Style voll zu überzeugen. Alleine das große Panel, auf dem die Cormoran durch eine südamerikanische Flusslandschaft im tiefen Dschungel schippert, ist ein optischer Genuss. Abenteuer-Flair mit vertrauten Gestalten, denen man die Patina abgeklopft und sie mit einem neuen Teint ausgestattet hat.

Auch der zweite Teil von Black Crow überzeugt als gut gezeichneter Piraten-Comic. Recht brutal geht’s zu, wenn beispielsweise ein Schwert durch die Luft fliegt und einem Matrosen quer den Hals perforiert. Aber so haben sich die Zeiten geändert, sowas kann man den ZACK-Lesern von heute zumuten. Es sind schließlich größtenteils keine Kinder mehr.

Auch die restlichen Comics sind von hoher Qualität. Der Samariter ist zwar nicht so spannend, wie er wohl sein sollte, besticht aber durch die meisterhaften Zeichnungen von Michel Rouge. John Eigrutel ist wieder schwarzer Humor in bester Manier. Nur Blue Space krankt immer noch an den gleichen Symptomen wie bei Folge 1: die Kolorierung wirkt seltsam undifferenziert, ebenso wie die handelnden Personen nur mühsam auseinanderzuhalten sind.

Was die kurzen Funnies betrifft, so schneidet das deutsche Eigengewächs MingaManga erneut am besten ab. Die lange Geschichte vom letzten Heft wird zwar nicht fortgesetzt, aber der diesmal präsentierte One-Pager hat den gleichen unschuldigen Charme und Witz aller bisher goutierten Seiten. Wenn jetzt noch einer dem Robert Platzgummer diesen fürchterlichen Billig-Font wegnehmen und durch ein natürliches Lettering ersetzen könnte, dann wäre ein weiterer Schritt in Sachen Top-Gesamteindruck getan.

Die beiden Artikel über Animal'z und die drei „jungen Wilden“ dürften den nostalgischen ZACK-Leser weniger ansprechen, dafür den modern eingestellten umso mehr. Der Beitrag von Volker Hamann widmet sich jedoch eher dem Werdegang und Gesamtwerk von Enki Bilal, als (wie in der Überschrift versprochen), dem neusten Band aus der Feder des Meisters. Er wirkt etwas wie eine Rezension, die alleine zu dünn war und dann kräftig mit sonstigen Fakten aufgepäppelt wurde. Der Artikel von Trondheim, Sfar und Larcenet hingegen ist mit nur zwei Seiten, davon viele Illustrationen, klar zu kurz für das relativ weite Thema. Er gleicht einer Ansammlung von Info-Splittern. Warum diese jungen Wilden, die ihre wildeste Zeit in den 90ern feierten, so besonders sind, wird nicht unbedingt klar herausgearbeitet.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Mischung wieder stimmt. Die Erwartung der Leser ist größer geworden. Die Messlatte liegt immer höher – und diesen Monat ist ZACK wieder mühelos drüber gesprungen.

Fazit:
Erneut eine gelungene Zusammenstellung: Comics, Artikel, Informationen. Die regelmäßigen ZACK-Leser dürften begeistert sein. Für den Rest gilt, frei nach John Lennon: „Give ZACK a chance!“.

ZACK 130 (Nr. 04/2010) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

ZACK 130 (Nr. 04/2010)

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 7.90

84 Seiten

Positiv aufgefallen
  • ANDY MORGAN und BLACK CROW
  • gelungene Comic-Mischung
  • ZULETZT GEFRAGT, denn mit Jean Léturgie gibt endlich mal einer keine nichtssagenden Statements ab
Negativ aufgefallen
  • BLUE SPACE schmiert langsam ab
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Rezension vom: 29.03.2010
Kategorie: ZACK
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