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Comic-Besprechung - Marvel Noir: X-Men

Geschichten:
US-X-Men Noir 1 - 4
Autor: Fred van Lente, Zeichner und Farbgebung: Dennis Calero

Story:
Jean Grey ist tot. Entstellt und ans Ufer geschwemmt findet die New Yorker Polizei die Leiche. Der junge Polizist Peter Magnus, Sohn vom Polizeichef Erik Magnus, will den Fall aufklären, wird aber von seinen Kollegen zurückgepfiffen, da Jean Grey den X-man angehörte. Diese gelten im New York der 30iger Jahre als Verbrecher und ihr Anführer Prof. Charles Xavier sitzt im Gefängnis. Derweil nehmen die X-Men selber die Spur nach dem Täter auf, und auch der Privatdetektiv Angel will den Fall aufklären. Dabei geraten alle der Bruderschaft in die Quere, was tödlichen Folgen hat ... 

Meinung:
Panini setzt mit den X-Men die Marvel Noir Reihe fort und genau wie bei Spider-Man, müssen die Superhelden komplett bzw. mit stark reduzierten Superheldenkräften auskommen. Die Story basiert also nicht auf die Präsentation von übermenschlichen Fähigkeiten, sondern auf den typischen Crime Noir Mitteln. Dadurch entwickelt sich ein regelrechter Krimi mit vielen Verstrickungen und einer großen Auflösung am Ende des Heftes.

Autor Fred van Lente eröffnet den Band mit dem Tod von Jean Grey, was an sich schon ein bemerkenswertes Ereignis ist. Als dann noch Erik Magnus als Polizeichef und die X-Men als Kriminelle vorgestellt werden, wird dem Leser bewusst, dass in diesem Comicband alles etwas anders ist. Die Story entwickelt sich zu einem wahren Gangster-Krimi, bei dem nur schwer zwischen Gut und Böse unterschieden werden kann. Auch die X-Men zeigen Aktionen, die sicherlich nicht positiv vom Leser aufgenommen werden. Als einziger Fels in der Brandung steht hierbei aber der Privatdetektiv Angel, welcher vielen Lesern sicherlich unbekannt ist und das erste Mal bereits 1939 im Heft "Marvel Comics 1" aufgetaucht ist. Er steht oftmals zwischen den Fronten, und auch wen er ein Bündnis mit den X-Men eingeht, sieht es oftmals so aus, als wenn jeder seine eigenen Ziele verfolgt.
Dadurch schafft es Autor Fred van Lente die Story auch mit einem wahrhaften Knaller enden zu lassen. Neben der erwartungsgemäßen Enttarnung des Mörders, lässt der Autor alle Darsteller aufeinander knallen, was zu einem Massensterben führt. Auch dieser Punkt erinnert wieder an die typischen Gangster-Filme bzw. die Geschehnisse der 30iger Jahre.

Neben der geradlinigen Story sind bei diesem Comic natürlich noch die Zeichnungen ein Kaufgrund. Dennis Calero entwirft düstere, teils reine Schwarz/Weiss-Zeichnungen, die perfekt zum "Noir" Thema passen. Er arbeitet sehr viel mit Schattierungen und lässt stellenweise nur wichtige Konturen weiss erscheinen. Der Rest bleibt im Dunkeln verborgen. Ebenfalls sehenswert ist die Darstellung des Himmels bzw. der Sonne und des Mondes. Besonders die Sonne wird in vielen Facetten dargestellt, so dass der Leser förmlich die Lichtstrahlen sehen kann. Durch diese Effekte wirken die Bilder sehr plastisch und äußerst realistisch.

Lediglich bei der Ausarbeitung der Gesichter der Darsteller hätte sich Dennis Calero mehr Mühe geben können. Denn dadurch fällt es oftmals sehr schwer die einzelnen Protagonisten zu identifizieren. Beispielsweise sehen sich Vater und Sohn Magnus doch sehr ähnlich und auch Angel ist nicht immer klar zu erkennen.  Leider schwächelt dadurch etwas der Lesefluss, da der Leser immer überlegen muss, wer denn nun hier eigentlich gerade spricht. Eine Orientierung innerhalb der Story fällt somit etwas schwer.

Fazit:
X-Men Noir zeigt eindrucksvoll was aus Superheldencomics herausgeholt werden kann, wenn alle Schranken und Vorstellungen niedergerissen werden, und der Autor sich auf etwas völlig Neues einlässt. Die Story ist ein richtig guter Krimi und die Zeichnungen können auch überzeugen. Lediglich die Darstellung der einzelnen Charaktere ist etwas misslungen, was das Lesen dieser Story etwas erschwert. 

Marvel Noir: X-Men - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Noir: X-Men

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,95

124 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannende Gangsteraction
  • beeindruckende plastische Zeichnungen
  • sehr gutes Coverartwork
Negativ aufgefallen
  • Orientierung fällt innerhalb der Story etwas schwer
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 29.04.2010
Kategorie: Marvel Noir
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