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Comic-Besprechung - Serenity: Zwischen den Welten

Geschichten:
US-Serenity: Those left behind 1-3
US-Serenity: Better days 1- 3

Autoren: Joss Whedon und Brett Matthews, Zeichner: Will Conrad, Farben: Michelle Madsen

Story:
Nachdem die Besatzung der Serenity bei einem Diebstahl erwischt wird, kommt es zu einer wilden Verfolgung durch ein neuartiges Fahrzeug der Allianz. Die Crew muss zwar ihre Beute aufgeben, kapert dafür aber den neuen Prototypen und verkauft ihn einfach weiter. Als Bezahlung bekommt sie Geld, was anscheinend aus einem anderen Raubzug stammt. Der Crew ist es egal, sie sind nun reich, aber dieser Reichtum lockt andere Jäger an. Die Besatzung der Serenity muss sich dem Kampf stellen.

Und schon wieder geht ein Raubzug schief. In einer halsbrecherischen Flucht gelingt es der Besatzung der Serenity gerade noch zu entkommen. Aber ohne Moos nichts los. Daher suchen sie einen neuen Job, welcher ihnen auch ohne Verzögerung angeboten wird. Doch hierbei handelt es sich um eine Falle der Allianz, welche mit einem ehemaligen Opfer des Captains der Serenity zusammenarbeitet. Dieser Mann sinnt nach Rache. Auge um Auge ...

Meinung:
Dieser Comicband baut auf die Serie "Firefly" von Buffy-Schöpfer Joss Whedon auf, welche im Herbst 2009 bei Super RTL anlief. Die Serie hatte aber nur 11 Folgen und wurde dann in den USA eingestellt. Da sich aber die DVD-Verkäufe sehr gut entwickelten und die Fangemeinde stetig anwuchs, konnte Joss Whedon mit Universal im Rücken, noch einen Kinofilm namens "Serenity" drehen. Dieser wurde hierzulande auch mit guten Kritiken überhäuft und die Fangemeinde war Whedon dankbar für seine Arbeit.

Im Gegensatz zu Buffy, wo Whedon die Story nach Einstellung der TV-Serie nun als Comic weiterschreibt, füllt dieser Band nur die Lücke zwischen der TV-Serie und dem Kinofilm. Und das ist auch schon der erste Haken. Leser, welche sich mit dem Firefly Universum bisher nicht auskannten, sind auch nach dem Konsum der 144 Seiten kein bisschen schlauer. Der Autor hält sich nicht mit langen Erklärungen auf und die Panini-Redaktion gibt bis auf eine kurze Einleitung auch keine Starthilfe. Dadurch ergibt dieser Band für Unwissende nur ein wildes Durcheinander von Personen, welche nur schwerlich zuzuordnen sind. Firefly-Fans erleben dagegen zwei actionreiche Story mit viel zwischenmenschlichen Beziehungen.

Der zweite Haken an dem Band ist das Fehlen von Bildunterschriften. Was in einer TV-Serie mittels Szenenwechsel funktioniert, ist in einem Comic nur schwer nachvollziehbar. Der Sprung von einer Szene zur nächsten wird in Comics in der Regle mit Bildunterschriften erklärt, beziehungsweise angekündigt (sofern es nicht eindeutig erkennbar ist). Bei diesem Comicband findet gerade in der ersten Story ein ständiger Szenenwechsel und teilweise sogar Zeitwechsel (Vor- und Rückblicke) statt, so dass der Leser schon nach kurzer Zeit vollkommen die Orientierung verliert. Gerade der Teil, wo alle Crewmitglieder erzählen, was sie mit dem vielen Geld anstellen wollen, lässt sich quasi garnicht von den immer wieder eingeschobenen parallelen Handlungen unterscheiden. Warum Joss Whedon diese Story so chaotisch aufgebaut hat bzw. auf Bildunterschriften komplett verzichtet hat wird wohl sein Geheimnis bleiben, für den Leser gibt es dadurch eine extrem schwere Comickost, die schnell zur Resignation führt. Lediglich die viele Action in diesem Band kann diesen Punkt etwas abmildern, aber verständlicher wird es dadurch keineswegs.

Glücklicherweise sieht das in der zweiten Story etwas besser aus. Hier gibt es nur wenige Handlungsstränge und die Story ist so vorhersehbar, dass der Leser eh schon weiß, was passieren wird. Missverständnisse kommen hier quasi garnicht auf, wobei aber immer noch der Punkt vorherrscht, dass unwissende Leser die einzelnen Protagonisten nicht auseinanderhalten können. Das hätte eine Auflistung zu Beginn des Bandes verhindert.

Trotz all dieser Kritik gibt es auch einige kleine Lichtblicke. Zum Einen der Umstand, dass die Darsteller immer in Chinesisch fluchen, was angesichts des Abdrucks von chinesischen Schriftzeichen anstelle von "#!@?!&$! " doch sehr viel sympathischer wirkt. Der andere Punkt sind natürlich die Zeichnungen von Will Conrad sehr gelungen sind. Er stellt die Handlung passend dar und zeigt auch bei der Abbildung der Darsteller keinerlei Schwächen in Sachen Gestik und Mimik. Dazu dann noch die raue Farbpalette von Michelle Madsen, welche viel mit Licht und Schatten spielt. Das passt.

Fazit:
Bei diesem One-Shot dürften nur Fans der Serie bzw. des Films begeistert sein. Für alle anderen ist die Story absolut undurchsichtig und nicht nachvollziehbar. Mit Bildunterschriften und einer passenden Einleitung hätte dieser Umstand vermieden werden können. Dafür gibt es aber von der grafischen Seite her nichts auszusetzen. Was bleibt, ist also ein Comicband, welcher absolute Geschmackssache und ohne Vorkenntnisse nicht lesenswert ist.

Serenity: Zwischen den Welten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Serenity: Zwischen den Welten

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3866079842

ISBN 13:
978-3866079847

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen und Farbgebung
Negativ aufgefallen
  • undurchsichtige Story
  • schwer nachvollziehbar
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 29.04.2010
Kategorie: One Shots
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