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Karteinummer 1071411

Comic-Besprechung - Max 34: Werwolf in der Nacht

Geschichten:

Autor: Duane Swierczynski, Zeichner: Mico Suayan, Inker: Frank Chiaramonte, Colorist: Ian Hannin

Autor: Marv Wolfman, Zeichner: Gene Colan, Mike Ploog, Inker: Tom Palmer; Colorist: Linda Lessmann, Petra Goldberg 



Story:
Jack Russell, der weiterhin unter dem Fluch des Werwolfs leidet, ist untergetaucht und lebt unter anderem Namen mit seiner Verlobten, die von ihm ein Kind erwartet. In der Erwartung Vater zu werden, holt ihn seine Vergangenheit in Form von Erinnerungen wieder ein. Nicht zuletzt wie seine Eltern starben und wie er immer wieder zu Ärzten geschickt wurde. Auch seine allererste Verwandlung in einen Werwolf bestimmt seine Erinnerungen. Jeden Vollmond verbringt er in einem selbstgebauten Verlies, um in Wolfsform niemandem schaden zu können. Merkwürdigerweise hinterlässt ihm sein wölfisches Ich immer wieder Nachrichten an den Wänden, die er nicht einzuordnen weiß. Auch diesmal. Aber als er nach Hause kommt, findet er seine Verlobte ermordet vor. Noch bevor er sich halbwegs fangen kann, erscheint die Polizei und versucht ihn festzunehmen. Russell gelingt es zu fliehen. Fortan wird er nicht nur von der Polizei gejagt, sondern auch ein gehemnisvolles Team mitsamt Ärzten ist hinter ihm her. Auch ein anderer Werwolf hat seine Spur aufgenommen. Wer hat seine Verlobte getötet? War er es selbst? In dem Versuch diese Frage zu beantworten, werden auch lang gehütete Geheimnissse gelüftet. Es stellt sich heraus, dass seine Vergangenheit anders ist, als er dachte.


Meinung:

Der deutsche Band veröffentlicht die Miniserie "Dead of Night featuring Werewolf by night1 - 4" sowie, als Schmankerl, "Tomb of Dracula 18" (vom März 1974) und "Werewolf by Night 15" (März 1974). Auch Neueinstieger können den Band ohne Vorwissen lesen.

Die Farbgebung des Bandes ist ziemlich gut, setzt aber leider keine Glanzpunkte, sondern steht komplett im Dienste der Story. Die Körper sind sehr fleischig gezeichnet und erinnern stark an die Zeichnungen von Richard Corben. Von den Gesichtsstrukturen erinnern die Wolfsgesichter leider mehr an die Predatoren aus den Filmen anstatt an Wölfe. Auch die Proportionen stimmen nicht immer. Viel zu schlaksig und muskulös kommen die Wölfe daher und wirken gar nicht wölfisch. Im Finalkampf gibt es auch Fehler in den Perspektiven und Proportionen. Das gibt also Abzüge in der Haltungsnote. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Story hingegen ist durchaus spannend. Sie reitet zwar etwas auf der aktuellen Horrorwelle, die gerne private Probleme, Soap-opera und Horrorelemente miteinander vermischt. Das  tut diesem Band aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, denn Werwölfe geben aufgrund ihrer relativen Eindimensionalität des Charakters nicht sonderlich viel her. So profitiert davon die Story. Das Problem des Horrors in Comics ist aber ein grundsätzliches. In der literarischen Form wird die Phantasie des Lesers angeregt und im Film wird der Zuschauer, bestenfalls, Adrenalin verspüren. Im Comic ist beides nicht der Fall. Durch die Ansicht der Monster wird die Phantasie nicht sonderlich angeregt und da die Bilder im Gegensatz zum Film "eingefroren" sind, bekommt man auch keinen Adrenalinstoss. Dafür kann man die Bilder zu lange betrachten und somit ihnen den Schrecken nehmen. Dennoch geht es hier relativ spannend und auch blutig zu. Die Spannung entsteht aber vornehmlich durch die Familliendramatik und der, naja, Krimihandlung.

Bezüglich der Zusatzstories werden sich die Geister scheiden. Zu sehr haben sich die Lesegewohnheiten auch in Bezug auf Comics geändert. So wirken heute die Zeichnungen sehr primitiv und flächig. Das könnte aus comichistorischen Gründen auf jeden Fall akzeptiert werden, wären die Dialoge nur nicht so schlecht. Nicht nur sind die Hefte sehr geschwätzig (man fragt sich, wie Dracula jemals jemanden beißen kann, schließlich spricht er die ganze Zeit, kündigt sogar an, dass er jetzt sein Opfer beißen und aussaugen will. In der Zeit wäre jedes Opfer schon meilenweit weg), sondern der wahre Horror sind die Dialoge. Schwülstig, redundant, peinlich und voller Selbstbezogenheit (Dracula spricht fast durchgängig von sich selber in der dritten Person). Die beiden Stories sind allenfalls für Nostalgiker und Comichistoriker interessant.



Fazit:
Gute Ansätze vor allem in den dramatischen Charakteren und eine leichte Krimihandlung werden durch Schwächen in der Zeichnung abgebremst. Als Horrorcomic so lala, aber dennoch guter Durchschnitt.


Max 34: Werwolf in der Nacht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Max 34: Werwolf in der Nacht

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
4196453216955

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Farbgebung
  • Story
Negativ aufgefallen
  • zeichnerische Schwächen
  • Fehler
  • Dialog Zusatzstorys
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Rezension vom: 11.06.2010
Kategorie: One Shots
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