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Comic-Besprechung - Signal Red Baby

Geschichten:

Autor, Zeichner, Tuscher, Colorist: Ren Kitakami



Story:

Zu den traditionellen Kunstformen Japans, die auch heute immer noch ausgeübt werden, gehört das Kabuki-Theater, in denen klassische Stücke in einem ganz eigenen formelhafte Stil aufgeführt werden. Oft genug üben die Schauspieler diese Arbeit schon seit Generationen aus, so dass sich manche Künstlernamen entsprechend vererbt haben und sich immer ein Erbe finden muss, egal auf welchem Wege.

Noch eine Besonderheit des Theaters ist übrigens, dass nur Männer auf der Bühne stehen dürfen, so dass auch in die klassischen Frauenrollen männliche Darsteller schlüpfen. Der zarte und jugendliche Shogo gehört zu den beliebtesten Mädchenschauspielern und wird immer wieder für die Stücke gebucht. Das hat er vor allem seinem Vater zu verdanken, der ihn seit seiner frühsten Jugend entsprechend gedrillt hat.

Das waren aber auch die einzigen Momente, in denen er diesen für sich hatte - sonst hat der den jungen immer ignoriert. Den Grund dafür erfährt er erst jetzt - nachdem ihn sein Cousin Kazumi davor zu bewahren versucht, weiterhin so ausgenutzt zu werden. Denn er kennt das Geheimnis um Shogos Geburt und fühlt sich selbst von der Zerbrechlichkeit des anderen angezogen. So nimmt ein Drama seinen Lauf, das dem eines Kabuki-Stückes gleicht.

Und auch anderen Schauspielern ergeht es nicht anders, verschwimmen doch gerade in diesem Bereich des Schauspiels gerne die Grenzen zwischen Mann und Frau.



Meinung:

Die Zeichnerin gibt selbst zu, dass sie sich nur rudimentär mit den Motiven und der Bildsprache des Kabuki-Theaters beschäftigt hat, so dass der Leser auch kaum mehr als Kostümbilder zu sehen bekommt und die Helden nur außerhalb der Bühne erlebt. Dort geht es wenigstens drunter und drüber, setzt doch Kazumi durch seinen Umgang mit Shogo einiges in Gang, das man auch in klassischen Dramen wieder findet.

Dabei geht es nicht nur um die Liebe zwischen den beiden jungen Männern, sondern auch um die Rivalitäten und einige Geschehnisse in der Vergangenheit, die noch heute das Leben der jungen Helden deutlich überschatten. Denn es hat einen Grund, warum einer von Shogos Onkeln das Kabuki-Theater ganz verlassen hat, und warum der Vater ihn so kalt behandelt hatte. Gut dass er, als er davon erfährt, eine starke Schulter zum Anlehnen hat.

Ansonsten folgt die Geschichte den klassischen Regeln der Boys Love ... wie immer ist der zartere Mann der passive Teil, der gerade einmal ein wenig herum zicken, sich aber nicht sonderlich wehren darf, der robustere, der aktive, der seine Leidenschaft platonisch und auch körperlich voll auslebt. Letztendlich bietet die Verbindung von Drama und Liebe im Schatten des Kabuki eine grundsolide, wenn auch nicht herausragende Geschichte, die man ohne Bedauern lesen kann, aber nicht unbedingt kennen muss.



Fazit:

Signal Red Baby bietet eine klassische Boys Love Story vor einem eher ungewöhnlichen Hintergrund, der leider nicht all zu sehr in die Geschichte integriert wird. Da bietet das zusätzliche Familiendrama eher das würzende Salz in der Suppe, das der Handlung ein wenig Spannung und Pfiff gibt.



Signal Red Baby - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Signal Red Baby

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 5,95

ISBN 13:
978-3551752871

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • eine solide Handlung ohne Längen
  • hübsche Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • leider wird der ungewohnte Hintergrund nicht ausgenutzt
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Rezension vom: 08.10.2010
Kategorie: One Shots
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