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Comic-Besprechung - Tarot - Witch of the Black Rose 9: Der Hexenschlüssel

Geschichten:

US-Tarot # 36-40

Autor und Zeichner: Jim Balent, unter Mithilfe von Dean Welsh und Stephanie Chan, Produziert und Coloriert: Holly Golightly



Story:

Tarot will ein Treffen von Feenhexen besuchen, trifft dort aber niemanden an und lässt den Tag an Ort und Stelle ruhig vorbeiziehen. Doch plötzlich wird sie von einem Golem überrascht, der sie gefangen nimmt und zusammen mit zwei weiteren Hexen auf eine Burg bringt. Dort sieht sie viele Hexen, die allesamt gefangen gehalten werden. Der Herrscher über die Burg sucht nach dem Hexenschlüssel, welcher ihm die Kraft der Hexen übertragen soll. Er foltert Tarot, um an das Geheimnis der Hexenmacht zu gelangen, aber diese hält der Folter stand. Als es ihm reicht, versenkt er Tarot in einem See, wo sie es mit letzter Kraft in eine unterirdische Höhle schafft. Dort, vergessen von ihrem Peiniger, erholt sich die Hexe von der Tortur und macht sich bereit zum Gegenangriff ...



Meinung:

Tarot ist eine erotische Comicserie aus dem amerikanischen Broadsword Comics Verlag von Jim Balent. Der Autor und Zeichner zeigt dem Leser hier das Leben der Hexe Tarot, welche versucht, die verschiedenen Hexengattungen zu vereinen und somit ein friedliches Miteinander zu fördern. Das Hauptaugenmerk der Serie liegt aber auf allerlei erotische Abenteuer von Tarot, was dem Heft auch eine Altersempfehlung "ab 16 Jahren" einbringt.

Ging es im letzten Band Die Liebenden noch um das genannte Thema, so setzt Jim Balent in dieser Ausgabe fast vollständig auf Action. Natürlich darf dabei keine nackte Haut fehlen und so übersteht Tarot dieses Abenteuer praktisch durchgängig nackt. Infolgedessen kommt es zu einigen skurrilen Szenen, wie zum Beispiel dass Tarot ein notdürftiges Kostüm anzieht, um es drei Seiten weiter mit der Bemerkung "Ich muss mich nicht mit den zerschlissenen Gewändern der Welt da draußen verbergen" wieder abzulegen. Das wirkt auf den Leser dann doch etwas gezwungen, quasi um den Erotik-Faktor noch etwas nach oben zu schrauben.
Dabei hat dieser bereits nach den ersten Seiten den Höhepunkt erreicht. Hierbei beobachtet der Leser Tarot bei einem Bad in einem Fluss, wo Tarot drei Mal hintereinander einen Orgasmus bekommt. Jim Balent beschreibt diesen Umstand mit schwülstigen Pathos, was die Schwäche an diesen Teil der Story noch mehr verdeutlicht. So setzt Tarot seit Anbeginn der Serie stark auf die sexuelle Anziehungskraft der Frau und hat es dabei aber immer geschafft, den Leser gedankliche Freiheiten zuzugestehen. Mit dieser Ausgabe geht Jim Balent aber einen Schritt zu weit, indem er sich in seitenlangen erotischen Beschreibungen ergeht, die eigentlich eher im Gehirn des Lesers ihre Entstehung finden sollten. Auch im weiteren Verlauf des Heftes wiegt ein erdrückender Anteil von Monologen vor, der den Band sehr zähflüssig gestaltet.

Glücklicherweise kann der Kampf um den Hexenschlüssel in diesem Band den überkochenden Erotik-Anteil etwas zurück schrauben, was dann wieder zu der gewohnt guten Mischung aus Action und Erotik durch viel nackte Haut führt. Die Darstellung der Folterung von Tarot und der anschließende Kampf der Hexen gegen die Dämonen ist glücklicherweise recht zurückhaltend dargestellt wurden, was dem Leser an erster Stelle an der Action teilhaben lässt und erst an zweiter Stelle die prickelnde Erotik offenbart.

Ein Pluspunkt für Jim Balent ist der Umstand, dass er für den Endkampf sich verschiedene reale Hexen zum Vorbild genommen und das Aussehen derer quasi in die Comichexen projiziert hat. Als Extra dazu findet der Leser auf den letzten Seiten noch eine Fotogalerie, wo er die realen Hexen mit den Comicebenbildern vergleichen kann.

Die Grafik der Serie ist wie immer atemberaubend. Jim Balent schafft es wieder durch die massive Darstellung von nackter Haut und voluminösen Oberweiten dem Leser ein optisches Schmankerl vorzusetzen, an dem es nichts auszusetzen gibt. Der fast vollständige Verzicht auf einzelne Panels und im Gegenzug dafür Zeichnungen, die beinah komplett ineinander übergehen, sind ein weiterer Punkt, der die grafische Arbeit absolut sehenswert macht.



Fazit:

Die neunte Tarot-Ausgabe bietet sehr viel Action und einen hohen Erotik-Anteil, welcher bisher der Kaufgrund schlechthin für die Serie war. Leider leidet auf den ersten Seiten die Story sehr unter der dargestellten Erotik, da diese zu offensiv auf den Leser einwirkt, ohne Platz für eigene Vorstellungen zu lassen. Glücklicherweise bekommt der Autor dann recht schnell die Kurve und bietet mit Der Hexenschlüssel ein lesenswertes Abenteuer, das vor Zweikämpfen, Dämonen und nackten Hexen nur so strotzt. Die seitenlangen Monologe lassen die Leselust dann aber doch abflachen, was das Fazit etwas trübt.



Tarot - Witch of the Black Rose 9: Der Hexenschlüssel - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tarot - Witch of the Black Rose 9: Der Hexenschlüssel

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3866077351

ISBN 13:
978-3866077355

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • wieder sehr erotische Zeichnungen
  • viel Action in der "Hexenschlüssel"-Story
Negativ aufgefallen
  • seitenlange Monologe
  • übertrieben hoher Anteil von Erotik zu Beginn des Bandes
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Rezension vom: 06.11.2010
Kategorie: Tarot: Witch of the Black Rose
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