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Comic-Besprechung - MOSAIK: Die unglaublichen Abenteuer von Anna, Bella & Caramella 6

Geschichten:

Die Töchter der großen Bärin

Autor: Jens Uwe Schubert; Zeichner: Kawaii Creative Studio unter Leitung von Narciso Massimiliano



Story:

Anna, Bella und Caramella haben sich einigen Dakota-Kriegern angeschlossen, welche gerade aus Deadwood abreisten. Als die drei Mädels in dem Lager der Indianer ankommen, heißt es sofort „Sauber machen“, „Aufräumen“ und „Wäsche waschen“. Anna wehrt sich dagegen, da sie nicht für die Jungs den Saustall aufräumen will. Sie geht viel lieber auf die Jagd, während Bella und Caramella sauber machen und Essen kochen. Doch vorher muss das Essen erst einmal gefangen werden. Dabei treffen sie Anna und die drei Indianer, welche gerade arge Probleme mit einem Bären haben. Caramella erkennt das eigentlich Problem: der Bär hat nur Zahnschmerzen. Schnell hilft sie ihm und befreit somit die tapferen Krieger aus ihrer misslichen Situation. 



Meinung:

Im August 2008 veröffentlichte der Berliner Steinchen für Steinchen Verlag die erste Ausgabe des Mädchen-Mosaiks und die Fangemeinde war geteilter Meinung. Einigen war die Story zu dünn und andere begrüßten diesen Schritt, um neue Käufergruppen – in diesem Fall besonders Mädchen – anzusprechen. Eine lange Lebensdauer erwartete aber eigentlich niemand für das liebevoll betitelte "Rosaik". Mehr als zwei Jahre später, liegt die sechste Ausgabe vor und die Serie kann sogar im Abo bezogen werden. War die Veröffentlichungsweise anfangs sehr unregelmäßig, gibt der Verlag nun vierteljährlich das neue "Rosaik" heraus und hat anscheinend einen festen Käuferstamm.

Vom Aufbau her, orientiert sich das Mädchen-Mosaik klar am original Mosaik mit den Abrafaxen. Neben den Comicteil, welcher zwischen Abenteuern und Spaß, Wissen vermittelt, gibt es noch einen Infoteil, der die Hintergründe der Story näher beleuchtet.

Die Storys an sich hängen lose miteinander zusammen, was für Neueinsteiger und Spontankäufer von Vorteil ist. Längerfristig gesehen, sollte hier aber schon ein roter Faden erkennbar sein, um die Leser eng an das Heft zu binden. Dank einer kurzen und informativen Einleitung erfährt der Leser alles wissenswerte aus dem vorangegangenen Heft und kann sofort in die Story einsteigen.

Diese ist geprägt von einem ständigen Kampf der Geschlechter. Jens Uwe Schubert gibt den drei Mädels einen starken emanzipatorischen Touch, der stellenweise passt, aber oftmals auch aufgezwungen wirkt. Hier wird ganz klar eine bestimmte Käufergruppe angesprochen, was der Handlung aber nicht zu Gute kommt. Glücklicherweise schafft es Schubert diesen Umstand zum Ende hin etwas zu entkrampfen, was zu einer ausgewogenen Lösung führt, die für Jungs und Mädchen zufriedenstellend sein dürfte. Nichtsdestotrotz muss das "Rosaik" aufpassen, dass dieser Geschlechterkampf nicht der einzige Aufhänger der Serie wird.
Neben diesem Fixpunkt gibt es natürlich wieder die Faktoren Abenteuer und Spaß. So werden die drei jungen Indianer schön tolpatschig dargestellt und die Jagdszenen sind ebenfalls ansprechend. Eine wirkliche Handlungstiefe, wie bei den Abrafaxen, lässt sich aber nicht feststellen, was das Heft weniger spannend macht.

Der größte Kritikpunkt der alteingesessenen Mosaik-Leser trifft ganz klar die Zeichnungen von Narciso Massimiliano. Diese sind oftmals ungenau und eher locker entworfen. So sind verschiedene Gliedmaßen stark verbogen beziehungsweise nicht vorhanden (Finger werden gern vergessen), was die Grafik dann wirklich zur Geschmackssache werden lässt. Auch die Hintergründe und deren Detailvielfalt verblasst im "Rosaik" stark. Vieles ist nur ein Farbbrei oder eine standardisierte Darstellung der Natur. Narciso Massimiliano zeichnet beispielsweise auf einer Doppelseite eine Waldlichtung mit einem Fluss, welcher eine optische Breite von gerade mal 30 cm zu haben scheint. Da passt dann das Verhältnis zur restlichen Natur überhaupt nicht mehr. Kann der Leser aber über solche Detailkritik hinwegsehen, ergeben Narciso Massimiliano Grafiken einen frischen Zeichenstil, welcher sehr zielgruppenorientiert ist.

Der Infoteil beschäftigt sich natürlich mit Indianern und amerikanischen Bräuchen. So erfährt der Leser vieles über Thanksgiving, über das Leben der heutigen Indianer und über die reale Pocahontas. Abgerundet wird diese Artikelsammlung von Bastelanleitungen (Traumfänger), Kochtipps (Popcorn selber machen) und einer Rätselecke mit Gewinnspiel.



Fazit:

Die sechste "Rosaik"-Ausgabe enthält eine ansprechende Story, die nur durch die fehlende Handlungstiefe etwas schwächelt. Durch den gelungenen Infoteil ergibt sich eine lesenswerte Ausgabe, die ihre Stärken und Schwächen hat, wobei Anna, Bella & Caramella für junge Mädchen aber absolut empfehlenswert ist. Der Rest ist bei den Abrafaxen besser aufgehoben, kann aber ruhig mal einen Blick zu den Mädels werfen.



MOSAIK: Die unglaublichen Abenteuer von Anna, Bella & Caramella 6 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

MOSAIK: Die unglaublichen Abenteuer von Anna, Bella & Caramella 6

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 3,40

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • humorvolle und abenteuerliche Story
  • interessanter Infoteil
  • gelungenes Layout
Negativ aufgefallen
  • inhaltlich schwache Story
  • ungenaue, detailarme Zeichnungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
5
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 16.12.2010
Kategorie: Mosaik
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