SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 15.648 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - ZACK 139 (Nr. 01/2011)

Geschichten:
  • BLUE SPACE: Das dritte Auge der Indra (Teil 1), Autor: Richard Marazano, Zeichner: Chris Lamquet
  • NICO: Atomium-Express (Teil 2), Autor: Fred Duval, Zeichner: Philippe Berthet
  • BENNO BONNET: Querschläger, Autor: Samuel Mund, Zeichner: Andreas Tolxdorf
  • DAMOCLES: Unmögliches Lösegeld (Teil 3), Autor: Joel Callède, Zeichner: Alain Henriet
  • DEIN FREUND & HELFER: Bullenängste, Autor: Daniel Kox, Zeichner: Raoul Cauvin
  • DER MANN VON NEUENGLAND (Teil 3), Autor/Zeichner: Dino Battaglia
  • DIE VERDAMMTEN DER STRASSE: Hundstage, Autor: Rodrique, Zeichner: Achdé
  • DANTÈS: Sechs Jahre in der Hölle (Teil 4), Autor: Pierre Boisserie & Philippe Guillaume, Zeichner: Eric Juszezak
  • ÉPICTETUS, Autor: Guillaume Bianco, Zeichner: Sergio Algozzino


Story:

Hinweis: Auf Grund der Menge an verschiedenen Comics und den Gesetzmäßigkeiten der Fortsetzungsgeschichten, wird inhaltlich an dieser Stelle nicht alles wiedergegeben.

Im Januar startet der Abdruck des zweiten Bands des Science Fiction-Serie Blue Space. In Indonesien, in der Provinz Jawa Barat, bahnt sich eine Klimakatastrophe an. Sintflutartige Regenfälle sind die Vorboten eines gigantischen Hurrikans, der ein ganzes Land auslöschen könnte. Hieronymus und Katrin von der UNSA (United Nations Space Agency) sind wieder gefragt. Zusammen mit Klimaforschern und Computer-Ingenieuren versuchen sie durch den politischen Filz zu dringen, um das Schlimmste abzuwenden.

Alle anderen Serien werden mit einer weiteren Folge fortgesetzt. Zu Ende geht keine der aktuell laufenden Geschichten.

Auf den Service-Seiten gibt es diesmal ein Interview mit dem deutscher Zeichner Andreas Tolxdorf von Michael Hüster sowie einen Artikel über Roger Leloups Heldin Yoko Tsuno von Volker Hamann. Regelmäßige Sparten wie Novitäten, News und Rezensionen sind außerdem vertreten. 



Meinung:

Nachdem 2010 mit der besten Ausgabe des Jahres zu Ende ging, ist es naturgemäß schwer, eine solch gelungene Mischung zu toppen. Das im Dezember-Heft beendete dritte Kapitel der Serie Es war einmal in Frankreich, eine absolute Spitzenserie, wird ersetzt durch den mittelmäßigen Near-Future-Thriller Blue Space von Richard Marazano  und Chris Lamquet, die beide mit Eco-Warriors (Splitter) aktuell eine zweite Serie in Deutschland im Rennen haben. Von der fesselnden Handlung von Marazanos Der Schimpansenkomplex ist Blue Space leider meilenweit oder gar Lichtjahre, um im Kontext zu bleiben, entfernt. Nervte schon der erste Teil (Der Tycho-Vorfall) durch belanglose Charaktere, von denen es nur so wimmelte, setzt sich diese Tendenz beim ersten Happen von Das dritte Auge der Indra fort. In den drei Jahren Pause zwischen den beiden Kapiteln hat Lamquet nur unwesentliche Fortschritte gemacht. Seine Zeichnungen sind eher durchschnittlich. Die Kolorierung hingegen hat sich verbessert. Sie transportiert die sublime Endzeitstimmung sehr gut.

Die Funnies feiern im neuen Jahr ein Comeback. Der französische Bulle (Dein Freund & Helfer) ist ebenso zurück wie die französischen Autofahrer (Die Verdammten der Straße). Die recht zahlreichen Gegner dieser beiden Serien haben sich zu früh gefreut. Entweder wurde die Lizenz für einen Appel und ein Ei verlängert oder Georg Tempel hat noch ein paar Seiten in der untersten Schublade gefunden, die bereits bezahlt sind. Oder es war schlicht und ergreifend in der Dezember-Nummer kein Platz mehr für die müden Gags, die kaum begeistern. Da klingt Tempels Ankündigung im Editorial fast wie eine Durchhalteparole. Im März geht es nämlich weiter mit den „heißgeliebten MingaManga“, eine deutsche Funny-Serie von Robert Platzgummer. Da kommt durchaus Vorfreude auf.

Neu ist auch Andreas Tolxdorfs Benno Bonnet. Zum Interview mit dem Grafik-Designer aus Hannover gesellt sich ein Einseiter mit dem Titel Querschläger, der eine Impression des Comics vermittelt und etwas blass bleibt. Benno Bonnet ist stilistisch stark von der klassischen Ligne Claire eines Hergé beeinflusst und macht neugierig auf das erste Album. Bislang liegt jedoch Grachten, Steine und Ganoven nur als selbstverlegter Band in einer Miniauflage von kolportieren 50-100 Exemplaren vor und harrt einer Veröffentlichung durch einen etablierten Verlag. Warum wurde er bilang noch nicht veröffentlicht? Kinderkrankheit, ick hör dir trapsen. Potential und Charme sind jedoch klar erkennbar.

Ansonsten ist es wieder soweit: Die Wahl der beliebsten ZACK-Serie 2010 steht an. Der Titel ZACK-Held war nicht mehr zeitgemäß. Zu wenige regelmäßige Helden vom Schlage eines Michel Vaillant, Dan Cooper, Leutnant Blueberry oder Mick Tanguy tummeln sich noch in ZACK. Im Editorial beeinflusst Tempel freimütig alle potentiellen Wähler, in dem er Es war einmal in Frankreich und Andy Morgan zu den Favoriten erklärt. Wer aufmerksam die monatlichen Hitparaden im Internet-Forum des Magazins verfolgt, der weiß aber, dass diese Tipps eine sichere Bank sind. Interessant wird sein, wie sich die deutsche Produktion Mingamanga schlägt. Und nächstes Jahr sollte man den Stimmzettel auch als Formular online auf der Webseite zur Verfügung stellen. Das dürfte wesentlich mehr Leser zur Teilnahme animieren.

Bemerkenswert ist in diesem Heft die Rubrik Zuletzt gefragt, ein standardisierter Fragebogen, der sich stets am Ende des Magazins befindet. Wo viele eher gelangweilt antworten, zeigt der diesmal befragte Horst Gotta, dass es auch anders geht. Seine Antworten beweisen, dass er sich Gedanken gemacht und auch etwas zu sagen hat. Und letztlich vermittelt diese Seite eine schöne Facette des derzeit vor allem als Splitter-Verlagsmensch bekannten Hansdampf in allen Gassen.



Fazit:

Das Jahr 2011 beginnt für ZACK-Leser mit einem grundsoliden Heft. Die thematische Mischung der Comics ist ausgewogen. Die Sekundärbeiträge sind interessant, denn sie bieten Neues über einen deutschen Newcomer und Lesenswertes über einen franco-belgischen Klassiker. 



ZACK 139 (Nr. 01/2011) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

ZACK 139 (Nr. 01/2011)

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 7.90

84 Seiten

Positiv aufgefallen
  • DER MANN VON NEUENGLAND
  • Artikel über YOKO TSUNO
  • Zuletzt Gefragt: Horst Gotta
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 23.01.2011
Kategorie: ZACK
«« Die vorhergehende Rezension
Bob Dylan Revisited
Die nächste Rezension »»
Sternenstaub 1
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.