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Comic-Besprechung - Yakuza Girl 2

Geschichten:

Yakuza Girl Volume 2

Autor: Masaki Motonaga
Zeichner: Yugo Okuma


Story:

Senguu hat sich inzwischen an der Eliteschule Hiroshima Daihon-Gakuen eingewöhnt. Jedenfalls soweit das möglich ist, wenn jede nächste Schulstunde deinen Tod bedeuten kann. Was nimmt er nicht alles in Kauf, um Akari, seiner Braut nach Wahl nahe zu sein. Zum ersten Mal ist sie es, die schutzbedürftig ist und auch wenn seine Kräfte nicht ausreichen mögen, tut er sein Bestes. Ist seine Ninkyou-Kraft aber wirklich so unbedeutend, wie er glaubt. Als sich die mächtigste Gruppe an der Schule plötzlich daran macht die Führung gewaltsam zu übernehmen, muss Senguu zum ersten Mal das Ausmaß seiner Kräfte erkennen. Aber die Einsicht kommt eventuell zu spät, denn plötzlich zerbricht die gesamte Realität und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verwischen. Kann es Senguu schaffen die Welt und damit auch Akari zu retten?




Meinung:
Mopsfidel meldet sich Yakuza Girl zurück. Und hat einem schon so sehr den Kopf verdreht, dass man eine Rezi ganz unbewusst mit Möpsen in der Einzahl beginnt. Die Macht der Ninkyou-Kraft durchbricht wirklich Zeit und Raum und das kann man sogar wörtlich nehmen. Aber dazu später mehr. Wird einem ohnehin keiner glauben, bis er es selbst gelesen hat.

Die ersten Abenteuer sind überstanden, schon kündigt sich das nächste Ungemach an. Die Hakkou-Ichiu-Gruppe betritt die Bühne, die Gruppe mit den meisten und den stärksten Mitgliedern an der Eliteschule. Aber das Unheil kommt tröpfchenweise und zunächst können sich Senguu und Akari etwas näher kommen, auch wenn es bereits im ersten Band zu eindeutigen Annäherungen kam. Nur ist jetzt auch das Interesse beiderseitig, denn inzwischen keimen auch bei Akari die ersten Gefühle, selbst wenn sie diese noch nicht richtig einordnen kann.

Ungewöhnlicherweise kann Senguu nun in die Beschützerrolle schlüpfen. Sein winziges Tattoo, welches seine Ninkyou-Kraft enthält, ist anscheinend mehr als ein schnöder Leberfleck. Bei einer der üblichen abgedrehten und meist tödlichen Übungen der Schule, bei der die Schüler gegen ein Meeresreptil aus der Urzeit antreten müssen, bemerkt er, dass er für einen kurzen Moment die Zeit anhalten konnte. Für etwa eine halbe Sekunde! Nicht viel, aber immerhin etwas, um sein Selbstvertrauen wieder aufzubauen, nachdem er für seine Gruppe zunächst das fünfte Rad am Wagen schien. Die Gruppe wurde übrigens vom Urzeitsaurier gefressen. Tja, dumm gelaufen.

Wer jetzt denkt die beiden Verliebten könnten sich endlich einander widmen und ihre Gefühle sortieren, der wird angesichts der Ereignisse eines anderen belehrt. Die Hakkou-Ichiu-Gruppe tritt wieder auf den Plan, insbesondere Tagaki, der Kommandant der Gruppe. Und was dann folgt ist so himmelschreiend abgedreht, als würde man Zeuge eines Drogenrausches der beiden Macher Masaki Motonaga und Yugo Okuma. Organische Kampfbomber mit Riesenbrüsten, entstellte Monster mit Ninkyou-Kraft und grinsenden Geschlechtsteilen, das Hiroshima-Trauma, Glibbertentakeln, die Vermischung von Traum und Fiktion, sowie das Ende allen Seins. Es lösen sich nicht nur die Kausalketten des Mangas auf, sondern auch die Kausalketten im Gehirn des Lesers.

Was man nicht alles erdulden muss, um ein paar halbnackte Manga-Mädchen zu sehen, die sich in Band zwei aber bedeckter als im Vorgänger geben. Ob man es glaubt oder nicht, die Handlung (!) rückt zum Schluss in den Vordergrund. Und da wird so einiges zusammengemixt, was auf den ersten Blick nicht zusammenpassen will. Auf den zweiten Blick dann auch nicht und ab dem dritten lässt man sich einfach bloß noch treiben. Wer dachte, dass mit dem Raum und Zeit transzendierenden Possenspiel um Geschichte, Schicksal und Zukunft, sei ein Scherz, der wird eines Besseren belehrt. Zumindest nähert sich das inhaltlich nicht unbedingt schwergewichtige Yakuza Girl 2 dem an, so weit es eben kann und erwischt einen damit komplett auf dem falschen Fuß. Da versucht der Autor im Finale tatsächlich den großen Wurf.

Mir nichts, dir nichts, gelingt es Yakuza Girl also wirklich weitere Überraschungen einzubauen, die alles auf eine andere Ebene bringen. Gar nicht mal schlecht für einen Manga, den man eher mit stumpfer Fleischbeschau in Verbindung bringt. Kommt natürlich auch im zweiten Band nicht zu kurz, tritt dann aber, wie gesagt, später in den Hintergrund. Davor gibt es aber genug für all jene, die statt einem Kribbeln an Spannung, ein Kribbeln in der Hose erwarten. Die Grenze zum Pornographischen wird zwar angeschnitten, aber niemals überschritten. Zeichner Yugo Okuma weiß schon, wie er die Perspektiven zu wählen hat und kann ansonsten seiner durchtriebenen Phantasie freien Lauf lassen.

Man würde sogar gerne mehr sehen von dem Zeichner, durchaus auch außerhalb des Ecchi-Genres (so heißt das wohl offiziell). Sein Ideenreichtum ist augenscheinlich und die Qualität seiner Bilder offensichtlich. Würde er seine Seiten besser planen und sie nicht manchmal mit allzu fizzeligen Mini-Panels bereichern und allem dann eine klarere Struktur geben, wäre das Lesevergnügen garantiert. So sind die Action-Szenen, ebenso wie bereits in Band 1 zu sehen, manchmal zu voll gepackt und vor lauter Dynamik verliert man den Überblick (gerade wenn dann in einem der Mini-Panels eine für den Lesefluss wesentliche Information steckt).

Der größte Gag kommt dann eigentlich ganz am Schluss, wenn Masaki Motonaga erzählt, dass er die Geschichte zunächst in Romanform gebracht hatte und sogar tatsächlich beim Takeshobo-Verlag veröffentlichte, bevor er den Stoff für den Manga adaptierte. Wer den Wagemut aufbringt kann ja mal versuchen es zu googlen.


Fazit:

Gehirn in den Leerlauf schalten (was ja gerade den Y-Chromosomlern gut gelingen sollte) und einfach die konfuse Achterbahnfahrt genießen. Ausreichend Schauwerte werden einem geboten, wenn auch plötzlich die Handlung in eine ganz andere Richtung abzischt. Eine wilde und abgedrehte Achterbahnfahrt, die so manche Überraschung bereithält.




Yakuza Girl 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Yakuza Girl 2

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Planet Manga

Preis:
€ 7,95

ISBN 13:
978-3-86201-123-0

220 Seiten

Positiv aufgefallen
  • schafft es echt noch einen zu überraschen
  • gibt wieder ordentlich was zu sehen
Negativ aufgefallen
  • teils unübersichtlicher Seitenaufbau und zu kleine Panels
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Rezension vom: 02.05.2011
Kategorie: Yakuza Girl
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