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Comic-Besprechung - Realm of Kings 3 (von 4)

Geschichten:
US-Guardians of the Galaxy (vol. 2) 22
Autor: Dan Abnett & Andy Lanning, Zeichner: Brad Walker, Farben: Wil Quintana

US-Realm of Kings: Imperial Guard 3, 4
Autor: Dan Abnett & Andy Lanning, Zeichner: Kevin Walker, Farben: Nathan Fairbairn

US-Realm of Kings: Inhumans 3, 4
Autor: Dan Abnett & Andy Lanning, Zeichner: Wellington Alves, Farben: Adriano Lucas

US-Nova (vol. 4) 34
Autor: Dan Abnett & Andy Lanning, Zeichner: Mahmud A. Asrar, Farben: Bruno Hang

Story:
Diese Ausgabe enthält vier verschiedene Storys:
Die Starjammers können sich mit Mühe und Not aus dem toten biologischen Raumschiff befreien, das sie im letzten Heft aufgenommen hat. Doch damit ist die Gefahr nicht vorbei. Auf der Suche nach Black Bolt treffen sie auf die Gründe für die Flucht des Raumschiffs aus seiner Dimension. Riesige dämonische Weltraumkreuzer aus der Anomalie kommen ihnen entgegen und spucken plötzlich eine alptraumhafte Version der X-Men aus. Die Starjammers wissen, dass ihre letzte Stunde geschlagen hat, wenn nicht sofort Hilfe eintrifft. Aber woher soll diese kommen?

Derweile hält die Kirche der universellen Wahrheit Monndragon von den Wächtern der Galaxie gefangen, weil sie ein Wesen aus der Anomalie in sich aufgenommen hat. Die Kirche will diesen „Gott“ nun aus ihr heraus holen, um jeden Preis. Doch glücklicherweise haben Moondragons Teammitglieder einen Plan und zusammen mit den ehemals gehassten Luminals greifen sie die Kirche an.

In den Nova-Heften kämpfen weiterhin beide Sphinx-Versionen gegeneinander und schicken verschiedene Helden für ihre Belange in den Ring. Wer dadurch siegt, läutet das Zeitalter des Sphinx ein. Welche Version hierbei die bessere ist, ist fraglich.

Auf Attilan kämpfen die Inhumans gegen Destructoiden und Aufständische aus den Reihen der Alpha-Primitiven. Schnell sprengen sie das Netz der Widerständler. Doch die Technik, welche diese für ihre Angriff benutzen, ist ganz klar Inhumans-Tech. Ein Verräter in den eigenen Reihen ist folglich für das Chaos zuständig.

Meinung:
Beim dritten Teil des „Realm of Kings“-Events brennt es an allen Ecken und Enden. Dan Abnett und Andy Lanning verpassen dem Weltraumabenteuer einen gehörigen Action-Schub und füllen die Seiten mit Schlachten und Kampfhandlungen. Lange erklärende Gespräche gibt es gelegentlich nur am Rande. Da das Event knapp vor dem Abschluss steht, müssen nun endlich Fakten geschaffen werden. Die beiden Autoren schicken folglich die Helden in den Krieg gegen die Wesen aus der Anomalie und gegen Widerständler in den eigenen Reihen. Was so einfach klingt, wird bei Abnett und Lanning zu einer vielschichtigen Handlung mit jeder Menge Überraschungen. Selten kennt der Leser die volle Wahrheit und wird spätestens am Ende der Story durch eine plötzliche Kehrtwende auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

In diesem Heft können zwei von vier Storys punkten. Die Geschichte rund um die Starjammers ist von Beginn an spannend und verblüfft durch eine ständige Erhöhung des Gefährdungspotentials. Die Helden dieser Serie bekommen das komplette Ausmaß des Risses im Raum-Zeit-Kontinuum zu spüren, was zu den ein oder anderen skurrilen Moment führt. Die Suche nach Black Bolt und die Aufklärung der Geschehnisse aus dem Vorgängerevent „War of Kings“ ist mit der „Imperial Guard“-Story sehr direkt verknüpft. Die beiden Autoren beschäftigen sich nicht mit Nebenschauplätzen, sondern betrachten die Folgen des Krieges der Shi´Ar gegen die Kree ohne Umschweife.
Die „Guardians of the Galaxy“-Story beschäftigt sich ebenfalls mit der Anomalie, geht aber schon mehr auf die diplomatische Ebene zurück. Der Kampf gegen die Kirche der Universellen Wahrheit wurde glaubhaft von den Autoren dargestellt und enthält einige komische Situationen, welche dem Leser bei all der knallharten Action auch mal ein Lachen heraus kitzeln. Dies liegt vor allem an den kuriosen Hauptpersonen, mit teils recht durchgeknallten Charakteren. Was im ersten Band des Events noch nervte, entwickelt sich immer mehr zu einem wirklichen Knaller. Die vorliegende Story endet zwar mit einem Cliffhanger, das eigentliche Problem der Wächter wurde aber aus der Welt geschafft. In wie weit es den Autoren gelingt, die Handlung im letzten Heft noch einmal aufbrausen zu lassen, ist dadurch eher fraglich. Bis dato macht die Serie aber einen sehr guten Eindruck.

Eher Nebenschauplatz bei „Realm of Kings“ sind die „Nova“ und die „Inhumans“-Abschnitte. Die Handlung um Nova und seinem Erzfeind Sphinx hat bis auf die Dimensionsverschiebung rein gar nichts mit den anderen Serien zu tun und enthält auch keine tiefgründige und überzeugende Handlung. Wo die Gefahr bei Sphinx liegt, ist weiterhin nicht bekannt und was diesen Showwettkampf nun so lesenswert machen soll, das wissen wohl auch nur die Autoren. Nova dümpelt folglich so vor sich hin. Es gibt zwar ein wenig Gekloppe, aber interessant ist dies in keinem Fall. Zu undurchsichtig sind die Absichten des Schurken. An dieser Story sollte man sich als Leser nicht zu lange aufhalten.
Die Inhumans haben eher das Problem, dass in dieser Serie viele Fäden zusammenlaufen. Ständig müssen sie sich vor den Kree als die verdienten Herrscher beweisen und dann gibt es noch die politische Ebene, wo der verschwundene Black Bolt als Herrscher ersetzt werden muss. An sich hat „Inhumans“ das Potential zu einer wirklich dichten und tiefgründigen Serie, doch leider wird dieser Aspekt ständig durch kleine Scharmützel mit unbedeutenden Gegnern vermiest. Hier sollten Abnett und Lanning in der folgenden Ausgabe unbedingt mal aufräumen, um die „Inhumans“-Storyline zu einem vernünftigen  Abschluss zu bringen.

Fürs Auge wird wieder jede Menge geboten, was bei Weltraumaction in der Regel immer der Fall ist. In dieser Ausgabe sticht besonders Kevin Walker heraus, welcher bei der „Imperial Guard“ mit ungenauen und unsauberen Zeichnungen arbeitet, wodurch die morbiden Figuren aus der Anomalie noch bedrohlicher daher kommen. Auch die Darstellung der dämonischen X-Men ist durch diese Arbeitsweise gelungen. An dieser Bewertung hat Nathan Fairbairn aufgrund seiner zurückhaltenden Farbgebung natürlich einen großen Einfluss. Die restlichen Zeichner bieten dem Leser gewohnt solide Superheldenkost, ohne großartige eigene Stilmittel erkennen zu lassen. Die gesamte Ausgabe bietet folglich wenig Raum für Kritik und enthält zeichentechnisch gesehen keinen Totalausfall.

Fazit:
„Realm of Kings“ wird immer besser. Die dritte Ausgabe enthält jede Menge Action mit verblüffenden Situationen und einfallsreichen Wendungen. Das Ziel ist nahe und die Autoren legen mit den hier abgedruckten Storys einen lesenswerten Lauf hin, der Lust auf die nächste Ausgabe macht. Neueinsteiger haben aber leider keine Chance mehr, bei diesem kurz vor dem Abschluss stehenden Event mitzumachen. Dafür ist die Handlung bereits zu undurchsichtig. Für alle anderen gilt: Unbedingt zugreifen!

Realm of Kings 3 (von 4) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Realm of Kings 3 (von 4)

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • glaubhafte Action am laufenden Band
  • sehenswerte Zeichnungen bei der „Imperial Guard“-Serie
Negativ aufgefallen
  • „Inhumans“ und „Nova“ sind etwas ziellos
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 09.07.2011
Kategorie: Realm of Kings
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