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Comic-Besprechung - Teenage Superfreaks 1

Geschichten:

Autor: Henning Mehrtens
Zeichner: Christopher Kloiber
Farbgebung: Christopher Kloiber und Kristina Reigber



Story:

Eines Abend verändern sich die Körper einiger pubertierender Jugendlicher mir dramatischen Auswirkungen. Dadurch entwickeln sechs Schüler der Stanley Lieber Highschool eigene Superkräfte, die auf deren Charakter oder Körpereigenschaften basieren. Die sexuelle Stimulation bei dem Nerd David führt zu extrem gewalttätigen Ausbrüchen, was der Highschool den ersten Mord beschert. Doch dieser Zwischenfall ist nur der Anfang einer Kette besorgniserregender Vorfälle.



Meinung:

Christopher Kloiber verlegt seit 2008 mit Plem Plem Productions eigene Comics, wie Whoa Comics, Sanchez Adventures und nun Teenage Superfreaks. Unterstützung bekommt er bei TS vom Hamburger Künstler Henning Mehrtens, welcher das Skript zu dieser Serie erarbeitet.

Der Hintergrund, die Pubertät und die Veränderung des Körpers, ist eine interessante Grundlage für die Story. Die Idee ist zwar nicht neu und spielt gerade bei den X-Men immer wieder eine Rolle, verfügt aber in der Teenage Superfreaks-Version über einen eigenen Ansatz, da sich hier die Eigenschaften der einzelnen Charaktere weiter entwickeln. Dies führt zu einigen skurrilen Fähigkeiten, was die Bezeichnung als „Freaks“ durchaus gerechtfertigt.

Heft Eins, der auf fünf Ausgaben ausgerichteten Miniserie, beschäftigt sich vorrangig mit der Vorstellung der einzelnen Charaktere, enthält aber bereits einige Ereignisse, die einen größeren Handlungsbogen aufbauen. Der Mord in der Highschool und das Auftauchen eines geheimen Gegners sind zwei Punkte, welche wesentlich die Handlung beeinflussen. Für ein Debutheft ist TS #1 folglich bereits recht ausschweifend und vielschichtig. Die ungewöhnlichen Fähigkeiten der Jugendlichen sind zwar recht einfallsreich, aber teilweise doch etwas fragwürdig. Wie mit den neuen Kräften umgegangen wird, dürfte ein spannender Aspekt der nächsten Ausgabe werden.

Im Großen und Ganzen machen die beiden Künstler inhaltlich alles richtig. Es erfolgt eine geordnete Einleitung und Vorstellung der Personen und es gibt bereits erste Anhaltspunkte für zukünftige Probleme. Der spannende Cliffhanger rundet den ansprechenden Inhalt ab und macht Lust auf die folgende Ausgabe.

Am Zeichenstift ist Christopher Kloiber aktiv, welcher in der ersten Hälfte den Schwerpunkt auf kleine Panels setzt und zum Ende hin auf großformatige Zeichnungen ausweicht. Dies verstärkt natürlich die inhaltliche Dichte der Erzählung im vorderen Teil und lässt die Spannung zum Ende hin aufgrund fehlender Ereignisse etwas abflauen. Die Darstellung der einzelnen Figuren ist solide und bietet nur an wenigen Stellen aufgrund ungleichmäßiger Proportionen Raum für Kritik.

Wer hier nun aber grafische Superheldenkost erwartet, dürfte enttäuscht sein. TS lehnt sich optisch eher an Funnies mit typischen Indie-Charme an, was die Ernsthaftigkeit des Inhalts stellenweise in Frage stellt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Busunfall des „Klebefreaks“ mit einer unpassenden Perspektivwahl und kuriosen Mienen der abgebildeten Personen.

Die Farbgebung der Ausgabe ist sehr bunt gehalten und stellenweise etwas zu viel des Guten. Ebenso verhält es sich bei der Tusche. Die Umrisse sind recht dick geraten und könnten ruhig etwas dezenter angesetzt werden. Die Grafik bildet demzufolge die Schwachstelle des Comics und bedarf einer besseren Ausarbeitung in den genannten Punkten.

Die erste TS-Ausgabe kommt mit einem Flipcover daher und enthält auf vier Seiten ein informationsreiches Interview mit den Produzenten und zwei PinUps über die Freaks (gezeichnet von Kristina Reigber). Die Idee den redaktionellen Teil in Form des Wizard Magazine, ist absolut gelungen und rundet die Ausgabe würdig ab.

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Wie bei Plem Plem Productions üblich, erscheint diese Ausgabe mit einer Vielzahl unterschiedlicher Cover. Die Gesamtauflage liegt bei 1000 Stück.



Fazit:

Teenage Superfreaks 1 bietet dem Leser eine einfallsreiche und überzeugende Story mit spannenden und kurzweiligen Inhalt. Der Grafik fehlt es hingegen etwas an Ernsthaftigkeit, was den positiven Eindruck der Ausgabe schmälert. Wird an diesem Aspekt noch gearbeitet, dürfte Teenage Superfreaks zu einer empfehlenswerten Serie mutieren.



Teenage Superfreaks 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Teenage Superfreaks 1

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Plem Plem Productions

Preis:
€ 4,90

36 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Story mit einigen Höhepunkten
  • einfallsreicher redaktioneller Teil
  • schönes Coverartwork bei der regulären Ausgabe
Negativ aufgefallen
  • zu farbenfrohe und funny-hafte Grafik
  • recht breite Tuscharbeiten
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 13.07.2011
Kategorie: Teenage Superfreaks
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