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Comic-Besprechung - Yubisaki Milktea 10

Geschichten:

75. – Epilog (83. Geschichte)  

Autor: Tomochika Miyano
Zeichner: Tomochika Miyano
Tuscher: Tomochika Miyano



Story:
Schon lange ist Hidari Mori in ihren etwas älteren Sandkastenfreund Yoshinori Ikeda verliebt. Dass er sie zunächst nicht als Frau wahrnimmt und lieber zu gleichaltrigen Mädchen intimere Beziehungen knüpft, verletzt sie so sehr, dass sie sich von ihm zurückzieht und ihm erst dann eine Chance geben will, wenn sie sich mit ihm und seiner Quasi-Freundin Minamo Kurokawa auf gleicher Augenhöhe befindet.

Tatsächlich war Yoshinori seinem ‚ersten Mal‘ mehrfach nahe, doch stets machte er im letzten Moment einen Rückzieher. Teils lag es daran, dass jene Mädchen nicht wirklich in ihn und er in sie verliebt war, teils kamen sie gegen sein weibliches Alter Ego Yuki – seinem Ideal – nicht an, und irgendwo tief in seinem Innern sehnte er sich immer nach Hidari.

Als Hidari an die Oberschule wechselt, hält sie die Zeit für reif und offenbart sich Yoshinori. Inzwischen hat er angefangen, reinen Tisch mit seinem komplizierten Beziehungen zu machen und muss auch Minamo erklären, dass er sich für ihre Konkurrentin entschieden hat. Natürlich ist Minamo enttäuscht, aber sie hat noch einen Trick auf Lager: Sie bietet sich Yoshinori an, damit er Erfahrungen sammeln kann und die Nacht mit Hidari kein Desaster wird …



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Yubisaki Milktea ist der zehnte und letzte Band des faszinierenden Beziehungsdramas. Die letzten Kapitel stellten bereits die Weichen für diese Auflösung, denn praktisch jede Person, die für Yoshinori wichtig ist, tauchte noch einmal auf, es kam zu Aussprachen, und die passenden Partner fanden sich. Nun müssen noch zwei Probleme gelöst werden: Yoshinori will Minamo nicht verletzten, aber er muss einen Schlussstrich ziehen. Dann wäre da noch Yuki, in deren Rolle er regelmäßig schlüpfte und die nicht länger ‚existieren‘ darf, wenn er mit Hidari zusammen ist. Wird es ihm gelingen, das bzw. diejenigen aufzugeben, die er am meisten, aber anders als Hidari, liebt(e)?

Die beiden Konflikte werden relativ schnell abgehandelt, insbesondere der Yuki-Aspekt wirkt wie nachträglich hinzugefügt, als habe Tomochika Miyano Yoshinoris Alter Ego selber fast vergessen, was doch ein wenig enttäuschend ist, bedenkt man Yukis Bedeutung für Yoshinori. Dass die Erfahrung mit Hidari so überwältigend ist, dass Yuki von sich aus verschwindet, liest sich etwas banal. In erster Linie konzentriert sich der Künstler auf Yoshinori und Hidari, die gemeinsam ihr ‚erstes Mal‘ erleben, nachdem sie zwar gewisse Erfahrungen sammelten, sich aber letztlich für ‚den Richtigen‘ aufsparten.

Dieser Teil ist sehr ausführlich und explizit. Das Paar redet viel, bekennt sich zu seinen Zweifeln und Ängsten, überwindet persönliche Grenzen – und hat natürlich Spaß. Dabei ist von Hidari, wie immer in solchen Mangas, die von Männern in erster Linie für ein männliches Publikum ab mindestens 15 Jahre geschrieben und gezeichnet werden, sehr viel mehr zu sehen als von Yoshinori (nichts), was gewiss die weiblichen Leser, die mindestens so viel Vergnügen an der Serie hatten, etwas enttäuschen dürfte.

Das Zusammenkommen der beiden stellt den Höhepunkt einer Geschichte dar, in der es um die Sorgen und Träume junger Menschen, der Suche nach der eigenen Identität und dem richtigen Partner geht. Am Schluss liefert der Künstler fast schon etwas zu viel des Guten, und man wundert sich, dass der Band nicht deutlicher als 16+ Titel kenntlich gemacht wurde, denn das kleine ‚Adult‘-Label übersieht man leicht, und auch die zarten Illustrationen täuschen über den recht grafischen Inhalt hinweg, sofern man beim Blättern nicht zufällig die entsprechenden Seiten aufschlägt, von denen es etliche gibt.

Alles in allem zählt Yubisaki Milktea trotz des nichtssagenden Titels (dieser wurde in einem der Bände erklärt) zu den empfehlenswerten Reihen, die man gelesen haben sollte, da sie nicht dem gängigen Schema entspricht. Sehr einfühlsam schildert der Künstler das Denken und Handeln seiner Figuren. Er hat sehr viel Mühe aufgewandt, um realistische und sich entwickelnde Charaktere mit kleinen Macken zu erschaffen und sie zum Leben zu erwecken in heiteren, dramatischen und nachdenklich stimmenden Episoden. Man hätte wirklich gern noch einige Kapitel mehr gelesen.



Fazit:

Yubisaki Milktea liegt nun in zehn Bänden komplett vor. Das Ende kam nicht ganz unerwartet, aber nahezu jeder Band hatte seine Highlights, so dass die Serie in der Summe rundweg zu überzeugen weiß. Tomochika Miyano wendet sich an ein reiferes Publikum, das nachvollziehbare Beziehungsdramen schätzt, in denen erotische Momente nicht dem Selbstzweck dienen und die auch nur die Konsequenzen des Gefühlschaos‘ der Protagonisten darstellen. Wer sich für das Thema erwärmen kann, wird an dieser ungewöhnlichen Reihe viel Freude haben.



Yubisaki Milktea 10 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Yubisaki Milktea 10

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6.50

ISBN 13:
978-3-7704-7469-1

182 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gelungene Charakterstudien
  • realistische, einfühlsame Story
  • passende Illustrationen
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 12.08.2011
Kategorie: Yubisaki Milktea
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