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Comic-Besprechung - Max 42: Punisher - Bullseye

Geschichten:

Bullseye (Originaltitel: „Bullseye” Punisher Max 6-11“)

Autor: Jason Aaron
Penciller: Steve Dillon
Colorist: Matt Hollingsworth



Story:
Wilson Fisk hat die Bosse der Unterwelt gegeneinander ausgespielt und sich selbst zum neuen Gangsterboss, dem Kingpin, befördert. Hierbei hat er auch den Punisher für seine Zwecke missbraucht. Um sich nun Frank Castle zu entledigen hat Fisk den berüchtigten Auftragskiller Bullseye angeheuert. Doch schnell wird klar, dass der Punisher im Vergleich zu Bullseye das kleinere Übel ist. Der Psychopath lässt sich kaum aufhalten und so kommt es zu einem Blutbad als Castle gegen Bullseye antritt.

Meinung:

Bereits in Max 40 das dem Aufstieg des Kingpin gewidmet ist, machte Jason Aaron keinen Hehl daraus, dass er es richtig krachen lassen will. Dabei lotete er Grenzen aus und überschritt diese absichtlich, um zu zeigen wie skrupellos Wilson Fisk vorgeht.

Und auch bei der Fortsetzung fließt jede Menge Blut, werden Körperteile amputiert, Menschen gequält und die dunklen Tiefen der menschlichen Seele ausgelotet. Jason Aaron konzentriert sich dieses Mal auf den Psychokiller Bullseye, der jeden Gegenstand in eine tödliche Waffe verwandelt. Bullseye liebt seinen Job und hat bisher jeden Auftrag beendet.

Der Autor vollführt einen interessanten Spagat; zum Einen zeigt er deutlich, wie zerstört der Geisteszustand von Bullseye ist. Zum Anderen zeichnet er jedoch auch einen Mann, der sich akribisch auf seinen Gegner vorbereitet und dabei um jeden Preis versucht in die Gedankenwelt des Opfers einzudringen. Jason Aaron nutzt somit auch Bullseye, um die Figur des Punishers zu erörtern und dem Leser einiges über die Motivation von Frank Castle zu vermitteln.

Leider überstrapaziert Aaron in diesem Band sein Ausloten von Grenzen. So gibt es diverse Schockeffekte und Ekelszenen, die einzig und allein als billiger Showeffekt funktionieren. Die Figuren werden dadurch nicht weiterentwickelt. Das war bei Kingpin deutlich besser.

Wenn sich ein Künstler über die Jahre hinweg einen wiedererkennbaren Stil erarbeitet hat, dann ist das sicherlich Steve Dillon. Kritiker könnten anmerken, dass seine Figuren stereotype Variationen sind. So ähnelt der Punisher beispielsweise Jesse Custer aus der erfolgreichen Serie Preacher. Auch, wenn sich seine Art zu zeichnen über die Jahre kaum weiterentwickelt hat, so ist Dillon hier deutlich expliziter. In seinem vertrauten Stil zeichnet er sehr unvertraute Dinge. Abgetrennte Körperteile in Großaufnahme, überraschend offenherzige Sexszenen und sogar Figuren während des Toilettengangs bringt der Künstler diesmal zu Papier.

Manches wirkt ungewollt statisch, doch der Showdown zwischen Bullseye und dem Punisher besticht durch interessante Perspektiven und eine schnelle Panelfolge.
Die Geschichte endet mit einem spannenden Cliffhanger, der Lust auf die nächste Ausgabe macht. 



Fazit:
Jason Aaron setzt seine Tour de Force fort und konzentriert sich weiterhin auf eine gnadenlose Darstellung von krankhaft besessenen Figuren. Die Gewalt zieht dabei enorm an und der Comic ist zweifelsohne nur für volljährige Leser geeignet. Die bekommen jedoch ein ungewöhnliches Psychogramm zweier gestörter Seelen.

Max 42: Punisher - Bullseye - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Max 42: Punisher - Bullseye

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Blick hinter die raue Fassade des Punishers
Negativ aufgefallen
  • überzogene sinnlose Gewalt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
3
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 24.12.2011
Kategorie: Punisher
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