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Comic-Besprechung - WWC 20 - Schauriger Schund

Geschichten:
Cover: Carsten Dörr
Innencover: Levin Kurio

Vorgeschichte
Text, Zeichnungen, Farben: Levin Kurio

Heidi: Angst und Schrecken auf der Alm
Idee: Dirk Eggers
Text, Bleistift: Stephan Hagenow
Zeichnungen, Farben: Carsten Dörr

Der Hasenpapa
Text und Zeichnungen: The Lep
Farben: Levin Kurio

Der Erbsenzähler
Text, Zeichnungen, Farben: AHA

Story:

Diese Ausgabe enthält drei Geschichten:

Der Geissen-Peter kämpft mit Heidis Großvater in den Alpen gegen Wiedergänger. Als Heidi auf die Alm gebracht wird, ahnt sie nicht in welcher Gefahr sie schwebt.

Ein Wissenschaftler meidet die Öffentlichkeit und umgibt sich lediglich mit zwei Hasen. Eines Tages schrumpft er sich auf die Größe der Nager, was blutige Folgen hat.

Der angehende Student René will sich gerade auf seine Aufnahmeprüfung vorbereiten, als er vom wütenden Mob des Dorfes von zu Hause abgeholt wird. Es gibt wieder ein Vampir-Zwischenfall und nur René kann das Problem lösen. Ob er will oder nicht!



Meinung:

Ganze zwei Jahre hat es gedauert bis die Fans der Serie eine neue Ausgabe in den Händen halten können. Hat die Reihe bisher mit Titeln wie Notgeile Töchter des Atoms, Wollüstige Vampire aus dem Weltraum oder Affengeile Dschungel-Luder für Aufsehen gesorgt, so geht Herausgeber Levin Kurio mit Schauriger Schund doch recht zahm ans Werk. Der Titel lässt schon erahnen, um was es sich im Innenteil dreht. Die Ausgabe enthält drei Gruselstorys, wie der Leser sie eher in der Weissblech-Vorzeigeserie Horrorschocker vermuten würde. Dies mag etwas verwundern und auch den Sinn der WWC-Serie etwas in Frage stellen, gehört aber laut Kurio zum neuen Konzept, welches mit der 20. Ausgabe eingeläutet wird.

Wer bei WWC wie bisher schlüpfrige Gruselstorys, sinnfreie Comicaction oder erotische Prügelorgien erwartete, dürfte enttäuscht werden. Der Weissblech-Verlag münzt die Weltbesten Comics" zu einer Horrorschocker-Kopie um, was doch etwas enttäuschend ist.

Die drei Geschichten sind von unterschiedlicher Qualität und können folglich nicht durchgängig begeistern. Die Heidi-Titelstory verfügt über einen actionreichen Start, geht dann aber relativ schnell über in einen altbekannten Mittelteil und endet so abrupt, dass sich der Leser fragen muss, ob er bei den wenigen Seiten nicht etwas übersehen hat. Der Kampf gegen die Wiedergänger wurde zwar recht sehenswert von Stephan Hagenow dargestellt, hat aber rein gar nichts mit der restlichen (kurzen) Handlung zu tun. Warum Ideengeber Dirk Eggers die Storys hier so schnell abbremst, beinah abwürgt und dann mit einem faden Ende á la Gespenster-Geschichten versucht noch die Wendung zu bekommen, ist schleierhaft. Der Einstand für diese Ausgabe geht somit voll nach hinten los, und das bei einem Storykonzept, welches anfänglich doch sehr vielversprechend wirkte. Schade.

Der Hasenpapa setzt diesem Prinzip dann die Krönung auf. Wenig Handlung, kein Tiefgang und ein langweiliges Ende. Warum wird das zwar schon tausendmal gezeigte Verkleinerungs-Spiel nicht auf die Spitze, und damit in die Länge gezogen? Ideen dazu hat Hollywood in den 80iger Jahren doch mehr als genug gegeben! So bleibt eine Story zurück, die sofort nach dem Weiterlesen wieder vergessen wird.

Den Abschluss bildet dann eine Story von Andreas Hartung alias aha, der diese Ausgabe vor dem totalen Verriss rettet. Seine Darstellung des Vampirjägers René ist so schön skurril, dass bei der gruseligen Ausrichtung der Story, doch der ein oder andere Lacher entsteht. Dazu trägt vorallem die für aha so typische Darstellung der Mimik bei, welche teilweise ziemlich grotesk und übertrieben wirkt. Der Erbsenzähler ist folglich ein wundervoller Abschluss für ein ansonsten ziemlich durchschnittliches Gruselcomic.

Levin Kurio verpasst der 20. WWC-Ausgabe aber noch eine Rahmenhandlung, welche die einzelnen Comics miteinander verbindet. In dieser nimmt sich der Herr Verleger gehörig selbst auf die Schippe, was den Lesespaß zwischenzeitlich ein wenig hebt, aber dennoch nicht ausreichend ist, um die Schwachstellen der ersten beiden Storys wieder weg zu machen.



Fazit:
Werden Weissblechs Weltbeste Comics zu einer blassen Horrorschocker-Kopie? Angesichts der größtenteils langweiligen und überraschend kurzen Storys mag diese Bewertung gerechtfertigt sein. Lediglich eine Geschichte wurde so überzeugend und umfassend präsentiert, dass ein wenig Lesespaß aufkommt. Aber ob das reicht, um den Leser bei Stange zu halten? Schwierig, sehr schwierig.

WWC 20 - Schauriger Schund - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

WWC 20 - Schauriger Schund

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Weissblech Comics

Preis:
€ 4,90

ISBN 10:
978-3869590189

ISBN 13:
978-3869590189

36 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Story von aha
  • verbindende Rahmenhandlung
Negativ aufgefallen
  • ansonsten langweilige und abrupt endende Storys
  • wirkt teilweise einfallslos
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 26.12.2011
Kategorie: Weissblech Weltbeste Comics
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