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Comic-Besprechung - Mosaik 435

Geschichten:
"Dschungelfieber"
Autor: Jens Uwe Schubert;
Zeichner: Niels Bülow, Jens Fischer, Sally Lin, Ulrich Nitzsche, Andreas Pasda, Thomas Schiewer, Andreas Schulze;
Kolorierung: André Kurzawe 

Story:
Die Abrafaxe sind auf dem englischen Schiff Investigator unterwegs und umrunden Australien. Dabei gelangen sie an eine Flussmündung, welche kartographiert werden soll. Als die Crew an Land geht, trennen sich die Wege. Abrax geht mir Kenneth Sinclair tief in den Dschungel. Dabei stoßen sie auf Gold und gefährliche Insekten. Derweil macht der Rest der Forscher Bekanntschaft mit den Aborigines.

Meinung:
Bei Ihrer Australien-Reise dringen die drei Abrafaxe immer weiter in bisher unerforschte Gebiete vor. Autor Jens Uwe Schubert schickt sie nun zweigeteilt in die Wildnis, umringt von giftigen Pflanzen und Insekten und wütenden Ureinwohnern. Damit bekommt die Handlung, welche bisher vorrangig auf hoher See spielte, wieder festen Boden unten den Füßen.

Dem Leser wird durch die Story die damalige Art und Weise der Erforschung und Besitznahme von unentdeckten Land näher gebracht. Gerade der Goldfund von Abrax symbolisiert ein Kapitel in der Siedlungsgeschichte, das der Umwelt und den Ureinwohnern viel Zerstörung und Leid eingebracht hat. Positiv ist hier zu erwähnen, dass der Autor dieses Vorkommnis ohne den moralischen Fingerzeig darstellt, aber zum Ende der Ausgabe eine geschickte Kehrtwende einarbeitet.
Die Darstellung und das gesamte Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen in dieser Ausgabe haben einen hohen Unterhaltungswert. Die Forscher treten von einem Fettnapf in den anderen und stellen für die Ureinwohner wahre Tollpatsche dar, wohingegen letztere für die Forscher auch nur ungebildete Menschen sind. Einzig der Ureinwohner King Bungaree, der mit den Abrafaxen auf Tour ist, kann die Situation schlichten und zwischen den beiden Gruppen vermitteln. Dadurch ergibt sich eine abwechslungsreiche Story, die durch die vielen Missverständnisse zu einigen Lachern anregt.

Beschäftigten sich die zurückliegenden Ausgaben zum größten Teil mit den geschichtlichen Hintergründen der Schiffsreise und diversen Fehlschlägen, so werden nun endlich einmal die Ureinwohner Australiens in den Mittelpunkt gerückt. Das Aufeinandertreffen ist zwar nur kurz, reicht aber aus, um den Leser einen guten Überblick über den damaligen Kulturclash zu vermitteln.

Die Zeichnungen konzentrieren sich fast durchgängig auf kleine Panels, was den vielen verschiedenen Aktionen in der Story geschuldet ist. Darunter leidet aber keineswegs die Detailfülle. Die Panels sind vollgestopft mit der Dschungellandschaft und mittendrin kann der Leser immer wieder einen kleinen geschickt platzierten Gag der Zeichner erkennen.

Der Infoteil in der Heftmitte beschäftigt sich passenderweise mit den Aborigines und deren Sprache, sowie mit den Koalas und dem niederländischen Entdecker Tasman. Die Artikel sind reich bebildert und erweitern das Wissen über Australien ungemein.

Fazit:
Auch die 435. Ausgabe des Mosaiks kann inhaltlich, wie optisch überzeugen. Das Aufeinandertreffen der Abrafaxe mit den Aborigines birgt einiges an Zündstoff, wird aber vom Autor geschickt gelöst. Die Story ist somit sehr abwechslungsreich und wird gerade durch die vielen verschiedenen Aktionen im Heft an keiner Stelle langweilig.

Mosaik 435 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mosaik 435

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 2,50

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Darstellung des Kulturclashes in Australien
  • wundervolles Cover
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 23.03.2012
Kategorie: Mosaik
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