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Comic-Besprechung - Triage X 2

Geschichten:
Triage X – volume 2
Autor, Zeichner:
Shouji Sato

Story:
Black Label lässt sich auch weiterhin nicht daran hindern Gesetzlose zu bestrafen. Masamune Mochizuki hat alle Fäden in der Hand, selbst wenn die Figuren nicht immer nach Plan handeln. So wie der junge Arashi Mikami, der ab und an die Stimme seines Gewissens vernimmt und mit allen Mitteln versucht seine Kameradinnen zu schützen. Das kann für so manchen Einsatz kritisch sein, aber solange das Ziel schlussendlich erreicht wird, kann die Organisation damit leben.

Schwieriger stellt sich für die Mitglieder von Black Label allerdings ihr Privatleben dar, in dem sie nicht so glänzen können. Gerade Arashi bleibt extrem verschlossen und in sich gekehrt, im Vergleich zu Jungen seines Alters. Da hilft es auch nicht, wenn ihm seine Kollegin Mikoto Kiba zur Seite steht oder die kleine Hinako mit allen Mittel versucht sein Herz zu erobern. Sie wird ohnehin Schwierigkeiten haben gegen die eindeutigen optischen Vorzüge der Frauen in Arashis Umfeld anzukommen.


Meinung:
Woooop! Woooop! Die Ausrede um wieder nackte Brüste zu sehen, ist wieder da! Mehr ist diesmal nicht drin, obwohl man auch auf die nackten Tatsachen recht lange warten muss. Dafür schaukeln zuvor einige der ordentlichen Hupen durchs Bild und der obligatorische Panty-Shot darf natürlich auch nicht fehlen. Also alles wie gehabt? Nicht unbedingt.

In Band 1 gelang es Shouji Sato - in Anbetracht des Genres - dennoch einen veritablen Spannungsbogen hinzubekommen, der einem die nächste Ausgabe durchaus schmackhaft machte. Hinzu kamen – wiederum in Anbetracht des Genres – recht sympathische Hauptcharaktere mit zarten, aber trotzdem zu ersehenden individuellen Eigenschaften. Wirklich schlecht war die Idee mit der Geheimorganisation, die Verbrecher quasi wie Krebszellen aus dem Körper der Gesellschaft entfernen will, ebenfalls nicht. Legt man jetzt allerdings Band 2 beiseite, merkt man, dass der Macher mit seinen guten Ansätzen, viel wird ja nicht erwartet, selbst nicht unbedingt viel anzufangen weiß.

Es geht vor allem konfus weiter und zwar auf allen Ebenen. Selbst wenn man sich nochmals in die nicht gerade komplexe Handlung einliest. Irgendwie wird die Spannung des letzten Aufhängers ordentlich vor die Wand gesetzt. Die Handlung wird unnötig in die Länge gezogen, die Geschichte zerfahren weitergeführt. Letzteres spiegelt sich sogar in den Zeichnungen wieder, die häufig unübersichtlich sind. Insbesondere die Action-Szenen sind kaum nachvollziehbar und selten plausibel beziehungsweise überzeugend ausgeführt. Wenn dann noch die Panelanordnung den Lesefluss ins Stocken bringt und man bei den Sprechblasen raten muss, welche denn die nächste sein könnte, merkt man schon, wie das ganze die Reise in die unteren qualitativen Gefilde antritt. Groß Innovatives erwartet man ja wie gesagt wirklich nicht, lesbar sollte aber selbst ein Manga wie Triage X sein.

Dadurch verlieren natürlich auch die Charaktere einiges von ihrer Anziehungskraft. Den Rest erledigen teils unnötige Monologe an den falschen Stellen – zum Beispiel Arashi Mikamis Sülze über sein Gewissen und das Leben an sich, gerade als er den Bösewicht platt machen sollte. Ebenso „schön“ ist es dann, wenn wieder in der Kiste der Infantilität gekramt wird. Seit den Transformers-Filmen zwar auch für bekannte Hollywood-Regisseure nichts Neues, trotzdem verdreht man eher die Augen, als das man herzhaft lacht, wenn die Schüler in Mikamis Klasse sabbernd auf den Vorbau der Frauen glotzen und mit großem Lärm beschließen eine Titten-AG zu gründen. Was bitte schön hat das mit irgendwas zu tun? Um blöde Sprüche zu lesen hat man sich Triage X 2 bestimmt nicht gekauft und wenn man unbedingt auf nackte Tatsachen steht, kann man auch woanders gut bedient werden. Selbst ein Ecchi-Manga sollte so etwas wie einen minimalen Anspruch haben – kein Witz – und darauf bedacht sein die Leser zu unterhalten, ihnen Spaß zu bereiten und hübsche Mädels zu zeigen. Nur letzteres bietet diesmal Shouji Satos Manga.

Dementsprechend entwickeln sich die Charaktere auch nicht weiter, sondern spielen im Grunde ihre Rollen aus Triage X 1 weiter nach. Wäre ja ebenfalls nicht allzu wild, ganze Serien basieren schließlich auf dem ewigen Status Quo, wenn es dann wenigstens Laune machen würde. Zumindest verschlechtern sich die Figurenzeichnungen grundsätzlich nicht, weshalb man vielleicht für Band 3 wieder eine Verbesserung erwarten darf. Neben den Protagonisten beweist das Konzept mit der Attentäter-Organisation Black Label weiterhin sein Potential, da rein gedanklich einige moralischen Fragen aufgeworfen werden. In diese Richtung bewegen sich einige Passagen, auch wenn danach der Ansatz nicht weiter fortgeführt oder ausgebaut wird. Ein interessantes Element, die Videoaufnahme von einem Black Label Einsatz, wird sogar unnötig verheizt. Dabei ist diese Konstellation des Vigilanten, der mit bösen Mitteln Gutes vollbringt, im Grunde klassich und könnte dementsprechend abgegrast werden. Auch hier allerdings vorerst skeptisches Warten auf die kommenden Ausgaben. Ob die angesammelten Erwartungen schließlich enttäuscht oder belohnt werden, hängt allerdings entscheidend von Shouji Sato ab. Bdauerlich, dass es sich nicht mehr lohnt, dem Macher ins Gewissen zu reden. Der Drops ist seit einiger Zeit gelutscht.


Fazit:
Mehr Übersicht allein würde dem zweiten Band von Triage X schon gut tun. Shouji Sato verheddert sich in seinem eigenen Panelaufbau und seiner eigenen Geschichte. Dabei könnten die Charaktere trotz des Genres den Manga gut tragen. In Triage X 2 wird sich aber auf diese Stärken nicht besonnen, weshalb alles deutlich oberflächlicher und nichts sagender wird. So machen auch die Schauwerte weniger Freude. Beim nächsten Mal muss also wieder nachgelegt werden.


Triage X 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Triage X 2

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 6,95

ISBN 13:
978-3-551-74664-1

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Charaktere bleiben interessant
  • gibt wieder was zu begucken
Negativ aufgefallen
  • unübersichtlicher Panelaufbau, gerade bei Action-Szenen
  • Story verliert den Fokus
  • infantile Ansätze
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Rezension vom: 28.04.2012
Kategorie: Triage X
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