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Comic-Besprechung - REC - Der Tag, an dem ich weinte

Geschichten:
Take 1 – 3 + Abschlusskap./Fluffige Küsse + Fluffige Weihnacht
Autor: Aoi Makino
Zeichner: Aoi Makino
Tuscher: Aoi Makino

Story:
Minami Aizawa ist ein sehr stilles Mädchen, das an der Schule keine Freunde hat. Da sie nie die Miene verzieht, nicht lacht, angeblich nie geweint hat, machen alle einen Bogen um sie – oder sie wird gemobbt: Angeblich hat Minami den Tod eines Kätzchens gefilmt. Einige Jungen wollen die Aufnahmen ins Netz stellen und die Kamera nach weiteren Filmen durchsuchen, um damit zu Geld zu kommen. Der neue Mitschüler Akira Wakabayashi, ein junger Schauspieler, der gerade das Ende seiner Karriere bekannt gegeben hat, geht dazwischen und bewahrt Minami vor weiteren Repressalien. Er bemüht sich außerdem um ihre Freundschaft und versucht, das Mädchen den Klassenkameraden näher zu bringen. Tatsächlich glaubt er, eine verwandte Seele entdeckt zu haben. Zögerlich freunden sich die beiden miteinander an, doch dann bricht Akira unerwartet zusammen und muss ins Krankenhaus …

Wegen ihrer schlechten Noten muss Ako eine Nachhilfeschule besuchen. Da sie niemanden kennt, fühlt sie sich einsam und ist unglücklich. Es wird auch nicht besser, als Kento anfängt, sie an den Haaren zu ziehen und behauptet, sie sähe so aus wie sein Hase. Schließlich begreift Ako, dass Mito ihr durch seine ungezwungene Art zu einem Platz in der Klassengemeinschaft verholfen hat. Prompt verliebt sie sich in ihn, strengt sich im Unterricht an und hat mit einem Mal gute Noten. Mit Hilfe ihrer neuen Freundinnen macht sie sich hübsch für Kento, doch das erwartete Kompliment bleibt aus - im Gegenteil …


Meinung:
REC – Der Tag, an dem ich weinte stammt von Aoi Makino, die an einem 23. Oktober in Okayama, Japan geboren wurde. Seit 2008 schreibt und zeichnet sie Shojo-Mangas, in der oft Drama/Tragödie und Romanze Hand in Hand gehen, seltener auch phantastische Elemente Einfluss auf die Geschehnisse nehmen. In Deutschland kennt man sie durch den Oneshot HAL, bei dem es sich um eine Hommage an die Serie Death Note von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata handeln dürfte.

REC hingen ist ein typischer Manga für Mädchen ab 13 Jahre, bestehend aus zwei Geschichten, die beide die Schule als Setting haben und sowohl eine tragische als auch eine heitere Romanze schildern. Letztere hilft den Leserinnen, die traurige Titelgeschichte leichter zu verkraften.

Man verrät nicht zu viel, wenn man dies vorwegnimmt, denn der Zusatz Der Tag, an dem ich weinte verrät bereits, dass etwas Schlimmes passiert. Was genau, das sollte jeder, der neugierig geworden ist, selbst lesen. Die Mangaka geht mit dem Thema sehr einfühlsam um und zeigt, dass nichts so ist, wie es im ersten Moment scheint. Außenstehende sehen nur, was sie sehen wollen oder suchen nach der einfachsten, mitunter abenteuerlichsten Erklärung. Die Wahrheit kennen nur die Betroffenen, und in den meisten Fällen wollen andere diese gar nicht erfahren. Minami tut für Akira etwas Besonderes und berührt dadurch viele Menschen, die sich zuvor nur Halbwahrheiten und Spekulationen hingaben. Schätzt man Mangas wie Bokura Ga Ita von Yuki Obata oder Cry Out For Love von Kasumi Kazui, wird man auch diese realistische Erzählung in vier Kapiteln mögen.

Ganz anders ist das zweiteilige Fluffige Küsse und Fluffige Weihnacht, in dem sich die niedliche Ako in einen netten Jungen verliebt. Kento ist fasziniert von den langen, weichen Haaren des Mädchens, das so manchmal zweifelt, ob er wirklich sie gern hat – oder nur ihre Haare. Kento muss beweisen, dass er Ako so mag, wie sie ist, und Ako wiederum macht Zugeständnisse hinsichtlich seines ‚Fetisches‘. Das Ganze ist nett erzählt, aber schon des Themas wegen weit weniger beeindruckend als REC.

In beiden Geschichten wird ein Mädchen, das sehr zurückhaltend ist, von einem einfühlsamen Jungen aus dem Schneckenhaus gelockt, wodurch es Anschluss an die Klassenkameraden und auch die erste große Liebe findet. Davon kann das Publikum nur träumen, denn die Realität, in der jeder nur an sich denkt und seine Ellbogen ohne Rücksicht einsetzt, sieht leider oft ganz anders aus. Der Manga lädt zum Träumen ein, doch sollte man die Taschentücher in der Nähe behalten.


Fazit:
REC ist ein ansprechend gezeichneter Oneshot, der vor allem romantische Leserinnen anspricht, die auch gern mal zu einem Drama greifen. Aoi Makino konzentriert sich auf die Gedanken und Gefühle ihrer Hauptfiguren, sie beschreibt überzeugend und einfühlsam, wie die jungen Menschen mit schwierigen Situationen umgehen und sich weiter entwickeln. Auch wenn die zweite Story heiter ist, zählt REC zu den ernsthafte(re)n Titeln, die ein wenig aus der Masse ragen.


REC - Der Tag, an dem ich weinte - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

REC - Der Tag, an dem ich weinte

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-8420-0439-9

198 Seiten

Positiv aufgefallen
  • sehr einfühlsame Titelstory
  • sympathische Charaktere
  • klare, ansprechende Illustrationen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 11.06.2012
Kategorie: One Shots
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