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Comic-Besprechung - Spider-Man Season One

Geschichten:
Spider-Man Season One
Autor:
Cullen Bunn
Zeichner: Neil Edwards
Tuscher: Karl Kesel

Story:
Der Bücherwurm und Loser Peter Parker wird von einer radioaktiv verseuchten Spinne gebissen und entwickelt kurz darauf Fähigkeiten, die der des Tieres ähnlich sind. Er kommt auf die Idee, diese Talente zu vermarkten – und mit Spider-Man ist ein neuer Medien-Star geboren. Als er einen Dieb hätte aufhalten können, greift er nicht ein. Zu Hause muss er feststellen, dass genau dieser Mann seinen Onkel Ben ermordete.

Spider-Man stellt den Täter und zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, teils weil die Tageszeitung Daily Bugle eine Hetzkampagne gegen ihn eingeleitet hat, hauptsächlich aber weil er glaubt, nicht würdig für diese Superkräfte zu sein. Die Geldnöte seiner Tante May ändern Peters Meinung wenig später erneut. Er beginnt, Fotos zu schießen von sich und seinem Kampf gegen den Geier und verkauft die Bilder ausgerechnet an den Daily Bugle, der sie gegen Spider-Man verwendet …


Meinung:
Wie Peter Parker zu Spider-Man wurde, ist sicher eine der meist erzählten Storys des Marvel-Universums. Jeder Leser der diversen Spider-Serien kennt sie, weil er sie schon mehrmals in der einen oder anderen Form präsentiert bekam, beispielsweise in einer Rückblende, die neu gezeichnet oder aus dem Original-Heft übernommen wurde, beim Neustart einer (Mini-) Serie, die den Werdegang des Titelhelden in modernisierter Form, ergänzt durch neue Details und aus einer anderen Perspektive beleuchtet, oder auch in einer ganz eigenständigen Reihe, die neue Varianten zulässt (Ultimate Spider-Man).

Der Graphic Novel Spider-Man Season One nahm sich der Autor Cullen Bunn an, der die Storys zu Deadpool Kills the Marvel Universe, Fear Itsel, Battle Scars etc. schrieb. Die Zeichnungen steuerte Neil Edwards bei, den man durch seine Illustrationen in u. a. X-Factor, Dark Avengers und Fantastic Four kennt. Als Tuscher sorgten Karl Kesel (Daredevil, Human Torch, X-Men u. v. a.) und als Kolorist David Curiel (Hulk, Magneto: Not a Hero, New Mutants usw.) für den letzten Schliff. Obwohl man die Geschichte kennt, so resultierte aus dem Zusammenspiel dieser Künstler doch ein sehr kurzweilig zu lesender und schön gezeichneter Comic, den man gern als Lektüre wählt.

Cullen Bunn beschreibt Peter als einen typischen Jugendlichen, der sich Freunde und Anerkennung wünscht, aber durch sein überragendes Wissen und seine Ernsthaftigkeit unter Gleichaltrigen nur aneckt, oft sogar gemobbt wird. Unterstützung erhält er lediglich von den Erwachsenen, allen voran seinen Zieheltern, Tante May und Onkel Ben, sowie den Lehrern. Als er plötzlich mit erstaunlichen Fähigkeiten ausgestattet wird, denkt er zunächst ausschließlich an seine persönlichen Vorteile, was eine Tragödie nach sich zieht. Diese Erfahrung lässt Peter reifen, so dass er seine Kräfte künftig zum Wohl der Allgemeinheit einsetzt, um anderen ein ähnliches Erlebnis zu ersparen.

Trotzdem bleibt er ein Pechvogel: Um seiner Tante zu helfen, verkauft er sich durch seine Fotos buchstäblich an den Daily Bugle, der ihn vernichten will. Ausgerechnet Flash Thompson, in der Schule sein ärgster Widersacher, ist der größte Fan von Spider-Man. Und die Mädchen …, nun, die sind wohl erst in Season Two an der Reihe.

Interessant ist auch die Charakterisierung von Spider-Mans Gegenspieler Geier, woraus fast schon ein Generationen-Konflikt wird. Der Verbrecher ist ein Senior, der sich einerseits dieselbe Publicity wünscht, die jungen Stars zuteilwird, aber andererseits unerkannt bleiben will, er begeht Diebstähle, um sich mit dem Geld zur Ruhe setzen zu können. Als Spider-Man sein Vorhaben zu vereiteln versucht, zeigt der Geier, dass ein älterer Mensch noch lange nicht ‚zum alten Eisen‘ gehört, im Gegenteil: Er nutzt seinen eigenen Erfahrungsschatz und den jugendlichen Leichtsinn seines Angreifers – der Geier ist intelligent, stark, er kennt seine Fähigkeiten. Doch auch er begeht den Fehler, den Kontrahenten zu unterschätzen, der durch ein breites Fachwissen überrascht, welches man von einem Teenager nicht erwartet.

Die Illustrationen sind realistisch-idealistisch und ansprechend koloriert. Die Figuren punkten durch eine ausgeprägte, aber nicht übertriebene Mimik, und die ruhigen Momente sind genauso gelungen gestaltet wie die Action-Szenen.


Fazit:
Auch wenn man die Geschichte kennt, es lohnt sich dennoch, Spider-Man Season One zu lesen, da die Geschehnisse hervorragend erzählt und zeichnerisch umgesetzt wurde. Den Künstlern ist es gelungen, die wesentlichen Dinge, die Peter Parker prägten, zu umreißen und seine Entwicklung glaubwürdig in Wort und Bild darzustellen. Für Sammler eine Pflichtlektüre!


Spider-Man Season One - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Man Season One

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,95

ISBN 13:
978-3-86291-439-2

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gelungene Neuerzählung einer bekannten Geschichte
  • glaubwürdige Charaktere
  • realistisch-idealistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 04.09.2012
Kategorie: Spider-Man
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