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Comic-Besprechung - My Doll House 1

Geschichten:
My Doll House 1
Autor, Zeichner:
Toshiki Yui

Story:
Ein gutsituierter Junge mit einem unwiderstehlichen Pheromoncocktail und ein Haus voller hauptsächlich heißer Mädels. Das ist das Leben von Mahiro Kagosaka. Man sollte meinen zu wissen, wonach ihm der Sinn steht ... das natürlich auch, aber eigentlich geht es ihm um seine große Liebe Miwa Masuda, die für ihn jedoch nahezu unerreichbar ist. Was vorwiegend daran liegt, dass sie ihn eigentlich nur als Mädchen Arisu kennt. Das ist seine Modellidentität und so kennt ihn auch die Welt. Würde die Wahrheit ans Licht kommen, wäre seine Karriere beendet und der Skandal groß. Irgendwann wird er sich für eines von beiden entscheiden müssen, aber bis dahin muss er erst einmal dafür sorgen, dass sich Miwa für ihn – also Mahiro – interessiert. Wohl kein leichtes Unterfangen, wenn zu Hause der willige Harem wartet.


Meinung:
Wenn auf jemanden die Bezeichnung „Hahn im Korb“ vollauf zutrifft, dann auf den Jungen Mahiro Kagosaka. Nicht nur scheint er schwerreich zu sein, in seiner Wohnung hüpfen auch jede Menge Mädels rum, die den lieben langen Tag nichts anderes zu tun zu haben scheinen, ihm an die Wäsche zu wollen. Eine Art Realität gewordener feuchter Traum eines Pubertierenden.

Allzu angetan scheint die Hauptfigur jedoch von dem ganzen nicht zu sein. Wer jeden Tag Kuchen ist, dem scheint es halt irgendwann den Appetit zu verschlagen. Und wenn es statt Kuchen dauernd Sex ohne Anstrengung in Sachen Verführungskünsten gibt, sondern man sich einfach auf seine Ausdünstungen verlassen kann (Mahiro scheint ganz besondere Pheromone abzusondern), dann verliert man irgendwann den Geschmack an der Sache. Wäre eventuell ein guter Aufhänger für das Geschlechter-wechsel-dich-Spiel gewesen – ein Junge, der sein Heil in der Transsexualität sucht – aber wäre das wahrscheinlich zu abgehoben für die schlichte Geschichte. Doch wer wollte, der könnte. Toshiki Yui dagegen anscheinend nicht, weshalb sein Ansatz da etwas seichter gewählt ist. Im Grunde erwartet man es ja auch nicht anders ... allein schon bei dem Cover!!

Worum es eigentlich geht und was so der problematische Grundfaden der Geschichte ist, wird im Grunde nicht ganz klar. Der Plot bleibt außerhalb des dürftigen Rahmens Miwas Herz zu erobern, ähnlich unsinnig geheimnisvoll, wie der angeranzte Fremde den Mahiro am Schluss der Geschichte aufgreift. Manchmal kann man dem geschehen ohnehin nicht folgen. Zwischendurch schieben sich Pimperella-Szenen dazwischen, die irgendwie nicht mehr zu den davor gehören und irgendwie ist es dann auch ein anderes Mädel. Die natürlich auch noch schwierig zu unterscheiden sind, da sie a) größtenteils ohnehin quietschvergnügte Statisten mit feuchter Hose sind und b) mal wieder so gleichartig gezeichnet sind, dass sie austauschbar werden. Im ganzen Manga behält man eh nur zwei bis drei Namen im Gedächtnis.

My Doll House funktioniert am besten, wenn es die ganze Sache humorvoll nimmt und sich über die platten und irgendwie ja schon altbekannten Bumsanbahnungssequenzen erhebt. Wenn schon der Hauptcharakter langsam gelangweilt ist von dem dauernden und aufgedrängten Sex, warum soll der Leser mit heißem Blut bei der Sache sein? Nicht umsonst ist gähnen auch ansteckend.

Was der Manga aber vor allem sollte, ist sich entscheiden. Es mag ja üblich sein, Dinge zum einen durch Posen zu kaschieren oder gewissermaßen unsichtbar zu machen und dem Blick des Lesers zu entziehen. genauso üblich ist es manchmal das penetrierte Geschlechtsteil auszublenden und nur meinetwegen den streichelnden Finger, Dildo oder [bitte Schweinerei einsetzen] zu zeigen. Absolutes NoGo für so einen Manga ist es aber irgendwie, auf der einen Seite so verschämt zu sein und ganze Schampartien einfach wegzulassen und die Geschichte so mit geschlechtslosen Menschen zu bevölkern. Auf der anderen Seite dann aber doch zeigen wollen, was da so alles feucht werden kann. Absoluter Abtörner ist eine Szene, wo eine Schönheit elegant ihre Beine spreizt und aus einem undefinierbaren Loch (wo eigentlich ihre Vagina sein sollte) eine Flüssigkeit rausquellt. So sieht auch manchmal das Loch bei einem Berliner aus, wo die Marmelade reinkommt. Zum Schütteln! Brrrr!

Also entweder ganz oder gar nicht. Noch zwei Jahre auf die Altersklasse und geritzt wäre die Sache. Außerdem ist Toshiki Yui nun mal auch für seine Hentais bekannt (z.B. Hot Tails von BD erotix). Aber was soll Panini bei Lizenzen machen? Die Vorlage wird da auch nicht mehr bieten. Vielleicht traut sich der Verlag ja mal wirklich an etwas Knallhartes. Das Ecchi- oder allgemein das erotische Mangaprogramm nimmt jedenfalls bei Panini einen immer größeren Rahmen ein, warum also das Portfolio nicht noch etwas erweitern.


Fazit:
Der Manga steht genauso zwischen den Genres, wie im Grunde Mahiro zwischen den Geschlechtern. Hentai will er noch nicht sein, für Ecchi will er aber mehr Schauwerte bieten. Die Handlung ist, wie nicht anders zu erwarten, mehr Schein als Sein, auch wenn dabei mehr hätte rausspringen können. In seinen komischen Momenten macht My Doll House die meiste Freude, doch diese Abschnitte sind rar gesät. So bleibt oberflächliche, wenn auch, im Vergleich zu anderen, eindeutigere Durchschnittskost, die unterm Strich kaum zu überraschen weiß.


My Doll House 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

My Doll House 1

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Planet Manga

Preis:
€ 7,95

ISBN 13:
978-3-86201-274-9

198 Seiten

Positiv aufgefallen
  • schon eindeutiger als die Konkurrenzprodukte
  • verspricht auch nur soviel, wie es hält
Negativ aufgefallen
  • Schauwerte, die nicht alles zeigen wollen
  • Zeichnungen recht nüchtern und Figuren mal wieder austauschbar
  • das will man nicht unbedingt Geschichte nennen
  • könnte mehr drin sein ... also in der Handlung
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Rezension vom: 23.09.2012
Kategorie: My Doll House
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