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Comic-Besprechung - Sillage 14

Geschichten:
Sillage 14: Totale Liquidierung
Autor: Jean David Morvan
Zeichner / Colorist: Philippe Buchet


Story:
Während Nävis mit dem Magister die Ereignisse der letzten Zeit durchgeht und sich herausstellt, dass eine große Verschwörung die ganze Zeit im Hintergrund aktiv war und die einstmals Verbündeten gegeneinander ausspielte, macht sich ein mächtiger Killer daran alle Personen zu ermorden, die mit der Affäre zu tun gehabt haben. Auf seiner Liste stehen auch der Magister und Nävis. Einen ersten Angriff kann die junge Agentin nur mit Mühe und Not überstehen. Wie soll sie bloß den Killer besiegen?

Meinung:
Es ist kaum zu glauben. Die Science-Fiction-Serie Sillage geht schon in die vierzehnte Runde. Welche Serien können schon eine solche Langlebigkeit für sich beanspruchen? Im Grunde nur solche, die, wie etwa XIII, schon seit mehreren Jahrzehnten auf dem Markt sind. Sillage hingegen ist immer noch wie neu und es grenzt schon an Ehrfurcht gegenüber den Machern Morvan und Buchet, dass in schöner Regelmäßigkeit ein neues Abenteuer um die junge Heldin Nävis erscheint. Woher nimmt sich vor allem der Zeichner Philippe Buchet bloß die Zeit solche detaillierten und fantasievollen Zeichnungen zu erstellen? An seinem Tempo können sich so manche ein Beispiel nehmen, die ihre Fans ewig warten lassen. Denn trotz des hohen Tempos lässt die Qualität der Zeichnungen nie nach.

Der Inhalt im Übrigen auch nicht. Nicht nur werden in jedem Teil spannende und actionreiche Abenteuer geschildert, sondern diese immer auch mit Sozialkritik und politischen Bezügen verbunden. Im Grunde also das , was Science-Fiction im Kern ausmacht: die Utopie oder Dystopie als Projektionsfläche aktueller Strömungen oder Zustände. Diese sind in Totale Liquidierung allerdings etwas schwerer auszumachen. Was nicht weiter tragisch ist, denn hier geht es vornehmlich darum, eine Zäsur zu schaffen. In vielerlei Hinsicht. Man könnte es auch als ein Zyklusende bezeichnen. Denn die Handlung, die sich durch die ganzen letzten Bände hingezogen hat, wird hier nun abgeschlossen. Weswegen Leser, die mit dem Kosmos von Sillage nicht vertraut sind, ziemlich hilflos sein dürften. Zudem werden einige lose Fäden, die seit dem ersten Teil vorherrschen, miteinander verknüpft und es tauchen einige Charaktere aus früheren Abenteuern wieder auf. Viele allerdings nur kurz, da so mancher Charakter hier endgültig die Serie verlassen wird. Gegen Ende wird dann der Status Quo nur bedingt wieder hergestellt sein. Es wäre aus dramaturgischer Sicht auch ungünstig und unglaubwürdig gewesen, alles wieder auf Anfang zu stellen. Schließlich ist Nävis gereift.

Und das gehört zu den generellen Stärken der Serie. Die Heldin Nävis reift nicht nur körperlich von Album zu Album, sondern auch ihr Charakter ändert sich. Sie nimmt nun endgültig ihr Leben in die eigene Hand, sie macht sich selbstständig und will keine Befehle mehr akzeptieren. Letzteres ist eine Form der Bevormundung, doch nun hat sie ihr eigenes Weltbild und ihre Ideale, was den Befehlsgehorsam verhindert. Kurz: Nävis ist erwachsen geworden. Nun will sie selber die Fäden ziehen und man kann gespannt sein, wie sich das entwickelt.

Zu der persönlichen Entwicklung passt der scheinbar übermächtige Gegner, der nur besiegt werden kann, wenn sich Nävis auf ihre ganz persönlichen Stärken und Fähigkeiten besinnt. Anstatt Kollektivität und Technik, sprich: das Verlassen auf andere, kann nur die Individualität siegen. Ein Reifungsprozess auf Kampfesebene sozusagen. Dieser hier vorkommende Schurke, der an eine Gottesanbeterin erinnert, ist einer der charismatischsten Gegner, der in der Serie bislang vorkam. Insgesamt ist es ein wirklich gelungener Band und für Fans ein absoluter Pflichtkauf. Und alle Entwicklung geschieht fast unbemerkt, da solch ein hohes Tempo und so viel Action vorherrschen, dass alles nahtlos ineinander übergeht.



Fazit:
Das Zyklusende verknüpft viele lose Fäden und greift diverse Handlungsmuster und Charaktere wieder auf, die in den letzten Bänden vorkamen. Insofern ist Nummer 14 von Sillage nicht für Neueinsteiger geeignet. Aufgrund der hohen Tempos und der vielen Action gehen die Erklärungen zwar etwas unter, aber so bietet die Totale Liquidierung einfach alles, was die Serie ausmacht: Sozialkritik, Coming of Age, Action und viel Phantasie.



Sillage 14 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sillage 14

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12,00

ISBN 10:
355176574X

ISBN 13:
978-3-551-76574-1

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Verknüpfung loser Fäden
  • Action und Dramatik
  • charismatischer Schurke
  • Reifung des Charakters
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 16.02.2013
Kategorie: Sillage
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