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Comic-Besprechung - X-Men Sonderband: Die neue X-Force 6

Geschichten:
Wiedersehen mit einem Geist
Autor:
Rick Remender
Zeichner: Billy Tan
Farben: Jose Villarubia

Otherworld – Kapitel 1 - 4
Autor:
Rick Remender
Zeichner: Greg Tocchini
Farben: Dean White

Story:
Nach der Dark Angel Saga folgt ein kurzer Abstecher in das Zeitalter der Apokalypse, bevor sich die Abenteuer wieder der X-Force zuwendet. Die muss sich einer Bedrohung der anderen Art stellen. Nicht nur sind es die Guten in Gestalt des Captain Britain Corps, die plötzlich Fantomex den Prozess machen wollen (was natürlich zu verhindern ist), sondern auch die Bösen machen Ärger in der Otherworld und bedrohen das Multiversum (was ebenfalls zu verhindern ist). Jetzt müssen sich die Mitglieder der X-Force nicht nur mit einer Horde scheinbar unbesiegbarer Untoter messen, sondern Psylocke im Alleinflug auch das Leben Fantomex retten, bevor seine drei Gehirne endgültig ausgelöscht werden. Über allem schwebt die Kontaminierung der Multiversen mit der Pest des seltsamen Ziegenmönchs, der sich zum Omnigott aufschwingen möchte.


Meinung:
Der Untergang der Welt ist abgewendet, da klingelt er einfach an einer anderen Tür. Nein, Angel ist nicht wieder zum Dark Angel geworden, sondern bleibt gehirnweichgespült ganz lieb und brav und darf seine Zeit bei Wolverine & die X-Men fristen. Die Gefahr kommt diesmal nicht nur von einer ganz anderen Seite, sie bedroht auch deutlich mehr Welten. Soweit man sie den Ernst nehmen kann.

Nach den düsteren Zeiten bei der X-Force scheint es sie diesmal in ganz andere – man neigt hier zu Wiederholungen – düstere Zeiten zu treiben. Das dunkle Mittelalter in Form der Otherworld, wo die burgen- und feenbehaftete Welt noch in Ordnung ist, wird von einem Ziegengott (oder irgendetwas) bedroht, einer Pest, die sich über alle Dimensionen verteilen könnte. Ein wenig Schmunzeln muss man ja schon, wenn man kurz zuvor noch Apocalypse im Kampf mit der X-Force gesehen hat und jetzt diesen, anscheinend aus Diablo II entflohenen Ziegenmenschen im Schlafrock. Aber es wird dem Leser immer wieder versichert, wie gefährlich er doch ist und was alles auf dem Spiel steht, sollte er erst einmal mit seinen Untotenhorden die magische Dimension Otherworld überrennen.

Dabei ist er ziemlich erfolgreich und man fragt sich, ob das Captain Britain-Corps wirklich der ideale Beschützer für diese sensible Nahtstelle zwischen den Welten war. Die haben neben der eigentlich ziemlich verzweifelten Verteidigung nichts besseres zu tun, als Famtomex den Prozess zu machen, weil er den jungen Apocalypse über die Klinge springen ließ, damit dieser erst gar nicht zu Apocalypse wird. Natürlich hat er ihn geklont und bei Ma und Pa Kent in einer irrealen Welt gelassen, aber angesichts dieser Beschreibung wird schon deutlich, dass man Zeitreisen am besten den Profis überlassen sollte. Nichtsdestotrotz schwingt sich das Britain-Corps plötzlich zur Instanz auf, vor der dieses Verbrechen gesühnt werden muss. Schnellprozess und Todesstrafe express inklusive. Auf einmal hat man es da wieder eilig.

Klingt schon recht verwaschen die Geschichte und tut es damit den Zeichnungen von Greg Tocchini gleich, die sehr bemüht Richtung Aquarelle gehen. Hat auch seinen Reiz, aber nach Jerome Opeñas mehr als ausgefeilten Bildern im letzten Band, glaubt man erst einmal die Brille vergessen zu haben. Alles so verwaschen und undeutlich ... ach, dass soll so. Den Stilwechsel muss man wirklich mögen, sonst tut man sich mit dem X-Men Sonderband: Die neue X-Force 6 wirklich schwer. Denn Tocchini gestaltet 4/5tel des ganzen Bandes und auch die Alternative mit Billy Tan kann nicht ganz überzeugen. Sein Stil ist wieder mit feineren Linien gepinselt, manche Szenen des von ihm gestalteten ersten Kapitels wirken aber etwas steif und arg mit Posen beladen. Da ist der „Aquarell“-Stil schon deutlich lebendiger. Schade nur, dass er an manchen Stellen recht lieblos wirkt.

Zurück zur Geschichte, die letztlich bloß eine Verschnaufpause ist nach den aufwühlenden Ereignissen der Dark Angel-Saga. Der Übergang in die Otherworld ist wirklich gewöhnungsbedürftig, vielleicht sogar etwas albern (mag auch daran liegen, dass Deadpool nach nicht einmal einer halben Sekunde im „Elfenland“ seinen Kopf verliert). Aber man nimmt es zunächst hin, haben doch gerade zwei Charaktere hier noch ein Hühnchen zu rupfen. Da wäre einmal Elizabeth Braddock alias Psylocke die sich vor ihren Geschwistern und eben Fantomex, der sich vor Gericht zu verantworten hat. Nebenbei wird Otherworld natürlich auch angegriffen, weshalb es Betsy überlassen bleibt, die Angelegenheit mit Fantomex zu klären, während ihre Teamkollegen zwar bestrebt, aber durch ihre Kämpfe mit Untoten außerstande sind zu helfen.

So richtig zusammen finden wollen beide Handlungsstränge nicht, da ändert auch der Twist am Ende nichts. Seltsam ist es, dass ein solch sensibler Ort wie Otherland so schnell in Rückzugsgefechte gerät. Da hätte man mehr vom Captain Britain Corps erwartet, aber vielleicht schielt man da zu sehr auf die Konkurrenz bei DC, wo das Green Lantern Corps schon ganz andere Krisen mit Untoten meisterte. Trotz des mangelnden Ernstes bzw. Ernstzunehmens der Geschichte, erweist sich das Team der X-Force weiterhin als gelungene Einheit. Selbst das neue Mitglied Nightcrawler (und zwar jener aus der Zeit der Apokalypse) fügt sich nahtlos ein und stellt eine gute Ergänzung dar. Trotz des Tumultes drumherum bekommt jeder Charakter genug Aufmerksamkeit, um aufzuspielen und seine Eigenständigkeit unter Beweis zu stellen. Selbst Deadpool überzeugt erneut, selbst wenn seine eigenen Abenteuer zumeist recht bemüht locker und komisch sind. Hier beweist Rick Remender ein gutes Händchen sowohl für das Team an sich, als auch für jede einzelne der Figuren. Jeder hat seine Funktion und Aufgabe, keiner ist unnötiger Ballast oder nur als Schauwert vorhanden.

Die kurze Episode aus dem ersten Kapitel, die den Leser noch einmal in die dystopische Zukunft führt, dient als Einstieg zur neuen Serie Age of Apocalypse, die in einem der nächsten X-Men Sonderbände präsentiert wird. Man darf gespannt sein, den der kurze Einblick ist – vielleicht bis auf die Zeichnungen – recht vielversprechend. Aber bei Age of the Apocalypse ist so und so jemand anderes am Zeichentisch.


Fazit:
Als Team funktioniert die X-Force weiterhin hervorragend und auch die einzelnen Charaktere überzeugen weiterhin. Das aktuelle Abenteuer kann dagegen nicht ganz aufspielen und wirkt nach der Dark Angel Saga etwas befremdlich. Zum augenzwinkernden Runterkühlen nach den letzten aufwühlenden Ereignissen reicht es aber allemal. Dennoch selbst für X-Force Fans kein absolutes Muss.


X-Men Sonderband: Die neue X-Force 6 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

X-Men Sonderband: Die neue X-Force 6

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,95

ISBN 10:
4-192359-512955

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • X-Force bleibt 1A-Team
  • Ausblick auf neue Serie
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen muss kann man, muss man aber nicht mögen
  • Feen- und Burgenabenteuer will nicht ganz passen
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Rezension vom: 10.03.2013
Kategorie: X-Force
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