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Comic-Besprechung - Univerne 1: Paname

Geschichten:
Univerne 1: Paname

Autor: Jean-David Morvan
Zeichner / Colorist: Alexandre Nesmo


Story:
Paris im Jahre 1900. In wenigen Tagen wird die Weltausstellung eröffnet und Besucher aus aller Herren Länder werden erwartet. Die junge Journalistin Juliette Henin ist neugierig und interessiert sich als Anhängerin der neuen Bewegung des Feminismus besonders für die Artefakte des kürzlich besiegten Inselstaates Univerne, der  von Jules Verne gegründet und regiert worden war. Eine Vertraute dieses Aufrührers hat Juliette allerdings etwas zugesteckt, was von größter Bedeutung ist und das auch feindliche Elemente besitzen wollen.

Meinung:
Univerne? Was für ein merkwürdiger Titel. Was soll das denn sein? Wofür steht das? Ein Name etwa, wenn schon keine andere Bedeutung offensichtlich ist? Es ist sowohl ein Name als auch ein Programm. Denn Univerne ist ein schönes Konstrukt mit einem passenden Wortspiel. So ist Univerne eine Verschmelzung des englischen Wortes Universe (Universum) und dem Namen Verne. Welcher natürlich für Jules Verne steht, der hier eine zentrale Rolle einnimmt.

Schließlich geht es hier um eine Steampunkgeschichte. Und wie es zu so einer gehört, wird eine alternative Welt erschaffen, in der ein Aspekt des realen Historismus etwas anders verlaufen ist. Hier spielt man mit dem Gedanken, dass Jules Verne kein Schriftsteller werden konnte. So hatte er für seine wissenschaftliche Fantasie kein Ventil und begnügte sich folglich nicht damit, diese Sachen nur aufzuschreiben, sondern setzte sie auch um.
So wird also eine Welt geschaffen, die einigermaßen bekannt ist und doch ganz anders. Beibehalten wurden damalige gesellschaftliche Strömungen wie etwa der aufkommende Feminismus und die Verfeindungen unterschiedlicher Staaten, die nur durch den gemeinsamen Gegner zusammengehalten worden waren. Im realen war das Deutschland, hier der Inselstaat von Jules Verne. Auch ansonsten gibt es hier viele Anspielungen und Verweise. So ist der männliche Held eine Anlehnung an Ernest Hemingway. Nicht nur vom Vornamen her, sondern auch optisch und vom Habitus erinnert er an den meisterhaften Schriftsteller. Umso größeren Spaß macht es, zu lesen, wie er von der bezaubernden weiblichen Heldin untergebuttert wird und zu keinem Zeitpunkt die Initiative ergreifen kann.

Apropos Initiative: wie es sich zumeist für einen ersten Band einer Steampunkserie gehört, hapert es etwas an einer Story, da zunächst die entworfene Welt vorgestellt werden muss. Wer sich darauf nicht einlassen kann, ist hier falsch. Aber die Anflüge der Handlung lassen so viele Fragen aufkommen und noch keine klare Linie, so dass man mehr als neugierig ist, wohin die Reise wohl gehen mag. Morvan (Sillage, Spirou, Helldorado) ist ein sehr guter Autor, von dem man hier noch einiges erwarten kann. Wenn er das Steuer in die Hand nimmt, lässt man sich gerne lenken und die entworfene Welt und die Figuren sind spannend und sympathisch, so dass man sich gerne forttragen lässt.

Die Zeichnungen sind auch sehr dynamisch. Manchmal geht das bis hin zur Konfusion, gerade bei den Actionszenen, aber sie sind mit sehr viel Liebe zum Detail ausgeführt. Für eine Alternativwelt ist das nur vorteilhaft und manchmal lassen sich so auch viele schöne Sachen entdecken, die man leicht übersehen kann. Da sollte man etwas bei den Panels verweilen und entdeckt dann einige schöne Ideen, etwa wenn die Heldin morgens aufsteht und ihre Katze alle Bewegungen imitiert. Manchmal haben die Figuren und die Action einen zu großen Einfluss von Mangas, was etwas irritiert, da es so gar nicht zu dem Sujet und dem Setting passen will. Aber die Neugier auf die Fortsetzungen wurde mit dem Einstieg mehr als geschürt.

Fazit:
Eine neuerliche Steampunkgeschichte, in der noch keine richtige Story zu erkennen ist, da erst die alternative Welt entworfen werden muss. Aber es wird viel versprochen, da mit viel Liebe zum Detail der Leser fortgetragen wird und genug Fragen gestellt werden auf die man Antworten erhofft.

Univerne 1: Paname - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Univerne 1: Paname

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 13,80

ISBN 10:
3868695192

ISBN 13:
978-3868695199

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • viel Liebe zum Detail
  • einige Anspielungen und Verweise
  • sympathische Charaktere
Negativ aufgefallen
  • noch keine Story in Sicht
  • etwas zu deutliche stilbrechender Manga-Einfluß
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Rezension vom: 01.06.2013
Kategorie: Alben
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