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Comic-Besprechung - Super Dinosaur 2

Geschichten:
Super Dinosaur 6- 11
Autor:
Robert Kirkman
Zeichner: Jason Howard
Tusche: Cliff Rathburn
Farben: Jason Howard

Story:
Die Dionsaurier sind los. Wieder! Die Gefangennahme von Max Maximus hat nicht viel geholfen. Denn nicht nur ist er nicht der einzige Anwärter auf den Titel Bösewicht des Monats, sondern treibt selbst hinter Gittern (beziehungsweise Kraftfeldern) sein sinistres Spiel weiter und manipuliert Dr. Dynamo, bis dieser bereit ist ihn zu befreien. Überhaupt steht ein hübsches Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen an, bei dem die klaren Fronten mehr als ein mal verschwimmen und jeder letztlich versucht seine eigenen Interessen durchzusetzen. In all dem Trubel muss es Derek und SD gelingen die Versuche abzuwehren, die Exilius und seine Schergen zur inneren Erde bringen könnten. Keine leichte Aufgabe, wenn es gerade zwischen den beiden kriselt.


Meinung:
Zuletzt sahen wir die Gruppe um Derek Dynamo und seinen Super Dinosaur, wie sie das Böse in einem Kampf mit einem Riesenroboter gegen einen Riesendinosaurier bezwangen und den sinistren Doktor Max Maximus einsperren konnten. Doch Maximus hatte noch nicht alle Asse aus der Hand gegeben und war seinen Gegner weiter voraus. Nicht nur wusste er um das Schwinden von Dr. Dynamo Verstand, er wusste auch um den Aufenthaltsort von dessen Frau, Dereks Mutter. Am Ende kamen die Guten lediglich mit einem Phyrrussieg davon.

Um es gleich vorweg zu sagen, Super Dinosaur 2 entwickelt den eigenen Kosmos konsequent weiter und fügt zugleich neue Ebenen hinzu, die die Serie komplexer gestalten und damit eventuell auch über die eigentliche Zielgruppe hinaus attraktiver machen. Auf der anderen Seite bleibt der Hauptcharakter Derek Dynamo weiterhin unausstehlich und manches Mal möchte man ihn sich einfach hinwegdenken. Man fragt sich, wo Kirkman die Inspiration für diesen Jungen her hat. Bei seinen eigenen Kindern? Wenn ja, sollte man ihm vielleicht mal einen Erziehungsratgeber in die Hand drücken. Eines kann man dem Battle Pope-Autoren jedenfalls attestieren, Kinder/Jugendliche schreibt er nicht so gut, wie seine Erwachsenendramen in The Walkind Dead.

Umso erfreulicher ist es, dass der Rest des Cast seine Funktion gut erfüllt und nach und nach dem Leben im Dynamo Dome Farbe verleiht. Inzwischen fühlen sich die Kingstons recht wohl dort und selbst Erica konnte ihre anfängliche Skepsis ablegen. Wo so viele Menschen (und Saurier) zusammenkommen, ergeben sich auch die ersten Friktionen. Denn jetzt, wo Derek Dynamo (im Weiteren nur noch das Blag) es mal mit Gleichaltrigen zu tun hat, rückt sein alter Freund SD mehr schneller, denn langsamer in den Hintergrund. Wie gut, dass sich hier einer der Kingston-Abkömmlinge als neuer bester Kumpel anbietet. Auf der anderen Seite hat sich auch ein Kuckucksei in die Gruppe gewissermaßen geschmuggelt. Nur „gewissermaßen“, denn die Festsetzung des bösen Max Maximus war im Grunde gewollt. Aber selbst in seiner Zelle hat er Mittel und Wege, um seinen Willen durchzusetzen und ein übles Psychospielchen mit Dr. Dynamo zu veranstalten. Wohinter sich dann ein weiteres Geheimnis verbirgt, welches bereits in Band 2 seine dramatischen Früchte trägt, aber auch in den Folgebänden einer Auflösung harrt.

Bei all dem könnte man nahezu vergessen, dass es diesmal auch in Band 2 wieder jede Menge Action und eine ganze Ladung mit Technik aufgemotzter Dinosaurier (und mal ehrlich, dafür kauft man sich den Band schließlich) gibt. Dafür sorgt nicht bloß der Dauerkonflikt des Dynamo Dome und der diversen Einsatzteams, von denen man jetzt etwas mehr mitbekommt - plus einen noch etwas überflüssigen Auftritt von einem weiteren von sich selbst überzeugten Kindhelden namens Battle Shock - als zuvor, sondern auch die erfrischenden Reiberen zwischen den inzwischen zahlreichen Bösewichten der Serie. Max Maximus mag zwar festgesetzt sein, seine Dino-Men entwickeln aber durchaus eigene Pläne, die Herrschaft zu übernehmen. Squidious hat auf einmal mit einer von Exilium angeführten Meuterei zu kämpfen und steht kurz davor die Seiten zu wechseln und welche Pläne verfolgt überhaupt Exilius und welches Geheimnis verbirgt sich unter seinem kugelrunden Helm?

Ganz schön was los! Was für die Geschichte und die Zeichnungen gilt. Jason Howards Arbeit passt weiterhin hervorragend und seine Umsetzung der ganzen Dinosaurier in dem Hightech-Kontext kann man nicht anders als gelungen bezeichnen. Allein die vielen verschiedenen Anzugmodelle für SD lohnen einen Blick und gerade bei dem Hauptkriterium der Action lässt sich Howard ebenfalls nichts vormachen. Klare Strukturen sorgen für Ordnung und lassen die ganze Dynamik nicht in einem unnötigen und überladenen Detailbrei untergehen. Einen anderen Zeichner als Jason Howard kann man sich an dieser Serie kaum vorstellen. Lediglich bei den Farben schafft er es nicht eine Konsistenz oder zumindest Muster zu schaffen, die der Serie gerecht wird. Statt klarer Zuordnung manches Mal ein buntes Chaos, welches Disharmonie erzeugt und in den schlimmsten Fällen die eigentlich Guten wie die Gegenseite aussehen lässt (oder zeigt hier der hochnäsige Blag sein wahres Gesicht?). Im amerikanischen Original hatte Super Dinosaur zu diesem Zeitpunkt bereits 11 Ausgaben hinter sich, also etwa ein Jahr Zeit, um ein ausgewogenes Gleichgewicht bei den Farben zu erlangen. Da es dies bisher nicht tat, ist davon auszugehen, dass man mit der Herangehensweise leben muss und vermutlich erst ein separater Kolorist hier Abhilfe schaffen wird.

Ansonsten ist Super Dinosaur größtenteils auf dem richtigen Weg. Sollte es der Serie dann noch gelingen den Hauptcharakter besser zu gestalten (oder ihn gänzlich aus der Serie zu streichen), könnte hier ein rundum gelungenes Produkt für die jüngere Leserschaft entstehen. Dinosaurier gehen immer, wie jetzt beispielsweise auch Altmeister Grant Morrison wieder unter Beweis stellt.


Fazit:
Super Dinosaur 2 erweitert seinen Kosmos und entwickelt einige schöne Ecken und Kanten, die das Leseerlebnis stetig interessanter machen. Dabei schreckt es auch nicht davor zurück die Karten mal neu zu mischen. Die sehr gute Dino-Action aus Band 1 setzt sich konsequent fort und so wird die Serie ihre Leserschaft sicherlich wieder rundum glücklich machen. Wenn nur das verdammte Blag nicht wäre.


Super Dinosaur 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Super Dinosaur 2

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 10,00

ISBN 13:
978-3-86425-147-4

120 Seiten

Positiv aufgefallen
  • es geht actionlastig weiter
  • entwickelt Figurenriege konsequent fort
  • Dino-Action mit Raketen
Negativ aufgefallen
  • das Blag
  • inkonsistente Farbgebung
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Rezension vom: 07.07.2013
Kategorie: Hefte
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