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Comic-Besprechung - Wonder Woman 2

Geschichten:
Wonder Woman 2
US-Wonder Woman # 7-12
Autor: Brian Azarello
Cover: Cliff Chiang
Zeichner: Tony Akins, Cliff Chiang
Tuscher: Cliff Chiang, Dan Green
Farben: Matthew Wilson
Übersetzung: Steve Kups

Story:
Mit Ernüchterung musste Wonder Woman erfahren, dass fast alles, was sie bisher geglaubt hat nur ein schönes Lügengebilde war. Denn nun, wo die Götter auf der Erde erscheinen und grundlos über Menschen herfallen, allen voran Hera, bricht langsam aber sicher das Kartenhaus zusammen, dass ihre Mutter um sie errichtet hat.

Diana nimmt sich der schwangeren Zola an, die ein Kind von Zeus, dem Göttervater erwartet. Schon Hermes wurde schwer verletzt, als er sie beschützen wollte. Denn Hera ist in ihrem Zorn unerbittlich. Da sie ihren ehebrecherischen Mann nicht bestrafen kann, weil er verschwunden zu sein scheint, müssen eben die Geliebten und die Nachkommen daran glauben.

Und das betrifft nun auch Diana, denn diese ist nicht ein aus Ton geschaffenes Geschenk der Göttinnen, sondern auch ein Kind das Zeus mit der Amazonenkönigin in einer Nacht der Leidenschaft zeugte. Wonder Woman gelingt es zwar Hera zurückzuschlagen, diese hat aber Hippolyta und Stein und die anderen Kriegerinnen in Schlangen verwandelt. Zola wurde während des Kampfes auch noch in den Hades entführt.

Wonder Woman macht sich nun voller Zorn auf die Götter auf den Weg in den Hades. Bei Hephaistos hofft sie an Waffen zu kommen, mit denen sie den Herrscher der Unterwelt besiegen kann. Doch auch dieser spielt ein eigenes Spiel und enthüllt weitere unangenehme Wahrheiten. Und im Hades selbst muss sich Diana erneut einer schweren Prüfung stellen, wenn sie überleben und Zola retten will...



Meinung:
Die Demontage des Mythos, der Wonder Woman ausgemacht hat, geht weiter. Denn nun werden auch noch andere negative Klischees ausgegraben mit denen schon die Griechen die Amazonen belastet haben: Sei es nun, dass sie auf Raubzüge gingen, um schwanger zurückzukehren und nach der Geburt dann die Söhne ihrem Schicksal zu überlassen, so dass sie Hephaistos einsammeln und zu seinen Dienern machen konnte oder dass die Prinzessin letztendlich auch nur ihren Gefühlen folgt und nicht mehr wirklich ehrlich urteilen kann.

Das mag einerseits ein interessanter Bruch mit den alten Traditionen sein, hebt aber auch Wonder Woman deutlich von ihrem Sockel und macht sie mehr als menschlich. Vermutlich ist das auch nötig, wenn die Romanze mit Superman glaubwürdig wirken soll, die hier zwar keine Rolle spielt, aber durch die Veränderungen möglich wird.

Ansonsten bietet der Sammelband eine Geschichte, die ständig neue Klischees ausgräbt und bestätigt. Die griechischen Götter benehmen sich menschlicher und lasterhafter denn je, stehen in ihren Intrigen gegen die Menschheit und untereinander sterblichen Superschurken nichts nach. Das ganze wird zwar gelegentlich mit Action aufgepeppt, wird dadurch aber auch nicht spannender - denn schon der erste Hinweis verrät meistens den Kurs der Geschichte.

Wonder Woman bleibt damit weiterhin eine eher einfach gestrickte und auch für moderne Comic-Leser verständliche Superheldin, die nun immer menschlicher reagiert und nicht mehr so feinfühlig agiert wie in früheren Inkarnationen. Sie wird damit leider immer austauschbarer, weil sie nur noch auf einen großen inneren Zorn gepaart mit Zynismus reduziert wird, der sie von der Vorbildfunktion immer mehr entfernt und zu einer einfachen Rächerin macht, die unversöhnlich scheint.


Fazit:
Der zweite Band der Wonder Woman-Reihe macht da weiter wo der erste aufgehört hat und erlaubt sich, die Mythologie im die Amazonenprinzessin weiter zu demontierten. Ob es auf Dauer wirklich gut ist, die älteste und bedeutendste Superheldin auf eine menschliche Rächerin zu reduzieren, wird sich noch zeigen. Trotz der vielen Abenteuer und der angemessenen Spannung  fehlt nämlich eines - die unverwechselbare mythologisch durchsetzte Atmosphäre, die Wonder Woman über den Durchschnitt gehoben hatte. Wer aber nicht mehr als ein Actionfeuerwerk erwartet, bei dem Hintergrund und Figuren oberflächlich sein dürfen, der kann mit dieser neuen Wonder Woman durchaus zurechtkommen, nicht aber der altgediente Fan.

Wonder Woman 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wonder Woman 2

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
978-3862016259

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ein solides Abenteuer mit viel Action
Negativ aufgefallen
  • Die Demontage des Wonder Woman - Mythos geht weiter
  • Die Heldin wird immer mehr auf eine platte Rächerin reduziert
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Rezension vom: 25.07.2013
Kategorie: Wonder Woman
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