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Comic-Besprechung - The Boys 13

Geschichten:
The Boys 13: Vergeltung hat ihren Preis (The Boys 66-72)

Autor: Garth Ennis
Zeichner: Russ Braun, Darick Robertson, Richard P. Clark
Colorist: Tony Avina


Story:
Die letzte Schlacht ist geschlagen. Eigentlich könnten die Boys und insbesondere Butcher nun zufrieden sein. Private Fehden sind geschlagen, die Superhelden besiegt und Vought steht am Pranger. Nun kann eine neue Gesellschaft aufgebaut werden. Doch irgendeiner hat es auf zentrale Personen abgesehen, von denen einer nach dem anderen ermordet wird. Hughie befürchtet das schlimmste und sein härtester Kampf steht erst noch bevor.


Meinung:
Mit der Unglückszahl dreizehn endet die fulminante und endgültige Abrechnung von Garth Ennis mit den Superhelden. Mittlerweile ist es ja allgemein bekannt, dass der irische Starautor keine Strumpfhosenträger mag und hat das oftmals bewiesen. Unvergesslich etwa wie Thor von Zombies gedemütigt worden war oder wie der Punisher mit einigen Fanlieblingen wie Spider-Man, Daredevil und vor allem Wolverine umsprang. Mit The Boys schuf Ennis eine Gruppe von außerordentlich starken Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die „Supies“ in Schach zu halten. Und notfalls zu töten. Jedenfalls lies die Reihe nichts zu wünschen übrig, auch wenn manchmal die eigentliche Storyline etwas verschleppt worden ist, und man bekam die übliche Mischung von Witz, Dramatik, Emotionen, Action und Brutalität. Aber auch viele böse satirische Seitenhiebe auf bekannte Helden, die hier nur kaum kaschiert durch das Guinness gezogen wurden. Und so ist man schon etwas traurig gestimmt, dass die formidable Serie zu Ende ist.

Dabei mag man mag erstaunt sein, das es überhaupt einen weiteren Band gibt, denn die eigentliche Story und die persönliche Rache wurden im zwölften Teil schon vollzogen. Es ist alles vorbei? Alles? Nein, beileibe nicht, denn es gibt noch einige offene Fragen und Ennis wäre nicht der Autor der er ist, wenn er nicht anhand der Charaktere untersuchen würde, was die Macht und die ganze Gewalt der letzten Geschehnisse aus den Protagonisten gemacht hat. Hier werden also nicht nur alle noch losen Handlungsfäden miteinander verwebt und Fragen beantwortet, sondern zudem gründlich aufgeräumt. Da werden Geheimnisse gelüftet und die Weichen gestellt. Nicht gerade für eine Fortsetzung, aber für eine imaginäre Zukunft.

Jedenfalls bleiben dem treuen Leser einige gründliche Schocks nicht erspart. Schon zu Beginn muss man mit einem beliebten Charakter mitleiden und es gehört schon Chuzpe dazu, schon auf den ersten Panels eines neuen Kapitels eine zentrale Figur sterben zu lassen. Und wer Ennis kennt, weiß, dass sie dann auch wirklich tot ist (und nicht wie sonst im Superheldengenre auferstehen). Aber der geneigte Leser sei auch vorgewarnt: bei dem einen Schock wird es nicht bleiben. Nicht nur aufgrund der vertrauten Charaktere ist das kommende bewegend, ja erschütternd, und man muss ab und zu schlucken. Mehr darf nicht verraten werden. Besonders raffiniert ist es, das gerade die Wehleidigkeit, der Egoismus und die Menschlichkeit von Hughie ihm nun zum Vorteil gereicht. Manchmal nervte der Charakter gründlich, aber nun erkennt man, dass alles zu einem großen Plan gehörte und vielleicht gerade ein solch grüblerischer Mensch der geeignetste dafür ist, um große Ziele zu verfolgen. Schließlich sollte man sein Handeln immer überdenken und nicht wild drauflospreschen.

Zwar ist das Finale recht dialoglastig ausgefallen, aber es zeigt wunderschöne Parallelen zu der aktuellen weltpolitischen Lage der USA. Muss man wirklich zum Monster werden, um Monster zu bekämpfen? Nein, lautet die Antwort von Ennis. Der Zweck heiligt nicht die Mittel, wenn man deswegen seine Menschlichkeit aufgibt. Und dieses im Hinterkopf macht das gründliche Reinemachen mehr als Sinn. Robertson fasst nicht nur die Action in übersichtliche Panels, sondern kann hier vor allem wieder mit dem Mienenspiel überzeugen.


Fazit:
Ein würdiger Abschluss einer großartigen Serie. Erschütternd, bewegend und spannend wird hier untersucht, was die ganze Gewalt aus den Charakteren im Laufe der Zeit gemacht hat. Lose Fäden werden verknüpft und dann erstaunt Ennis mit einem Kommentar zu der aktuellen weltpolitischen Lage. Stark.


The Boys 13 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Boys 13

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3862016684

ISBN 13:
978-3862016686

172 Seiten

Positiv aufgefallen
  • erschütternd, bewegend, dramatisch
  • temporeich, spannend und Action
  • lose Fäden werden verknüpft
  • Parallelen zu dem Kampf gegen den Terror
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 20.11.2013
Kategorie: The Boys
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