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Comic-Besprechung - Tokyo Summer of the Dead 01

Geschichten:
Tokyo Summer of the Dead 1

Autor / Zeichner: Shiichi Kugura


Story:
Someya ist ein etwas unbeholfener Student, der dabei ist, Gefühle gegenüber seiner Nachhilfeschülerin Minamori zu entwickeln. Aber wegen des Abhängigkeitsverhältnisses und seiner Schüchternheit wagt er keinen Schritt auf sie zu. Als eines Morgens Panik in Tokyo ausbricht weil die Toten wieder auferstehen und nach Menschenfleisch gieren, muss er sich um Minamori kümmern und sie versuchen gemeinsam sich zu deren Eltern durchzuschlagen.


Meinung:
Angesichts solch erfolgreicher Mangaserien wie I am a Hero oder Highschool of the Dead war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es eine weitere Reihe aus Fernost auf den deutschen Markt schafft, die ebenfalls Zombies als Handlungsträger haben. Natürlich ist es dann recht offensichtlich, dass man auf einer bereits eingeschlagenen erfolgreichen Welle mitsurfen will, aber man gibt als Zombiefan einer neuen Serie gerne dennoch einen Vertrauensvorschuss und sieht mal hinein.

Auf den ersten Blick dürften dann Zombiefans auch durchaus auf ihre Kosten kommen. Eine Epidemie bricht aus und Chaos herrscht auf den Straßen der Großstadt Tokyo. Ein unscheinbarer, unglücklich verliebter junger Mann muss sich nun beweisen und nicht nur mit der Zombieapokalypse fertig werden, sondern auch mit seinem eigenen Leben, was nicht nur in der rein physischen Form gerettet sein will. Da gibt es dann Action, wildes Beißen, die Metamorphose der Infizierten, viel Klaustrophobie und der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung wie man sie bis dato kannte. Alles also was Zombiefans so an ihren faulenden Protagonisten mögen.
Aber hier liegt auch das Problem, denn die Serie Tokyo Summer of the Dead kann zumindest im Auftakt absolut nichts Neues präsentieren. Alles hat man so schon mal gesehen und die Figurenkonstellation zwischen dem Helden und seiner Schutzbefohlenen erinnert sehr an I am a Hero. Überhaupt sind sich die beiden Helden der verschiedenen Serien extrem ähnlich. Das geht sogar hin zu einer optischen Verwandtschaft. Es geht um einen Durchschnittsmann, der sein eigenes Leben nicht im Griff hat und plötzlich angesichts einer großen Bedrohung Verantwortung übernehmen bzw. entwickeln muss. Dabei muss er zunächst seine eigene Angst überwinden und sieht im Vergleich zu den Frauenfiguren äußerst blass aus. Es mag ja nicht gleich jeder angesichts der Apokalypse zu einem Helden mutieren und immerhin ist so für den Durchschnittsleser eine Identifikationsmöglichkeit gegeben, aber dadurch auch leider keine Kompensation. Wenn man sich selber in Verbindung zu den Helden setzt und sich wiedererkennt, so möchte man nicht unbedingt die Schwächen bestätigt sehen, sondern wie man über sich hinauswachsen kann. Aber vielleicht ist das für einen Serienauftakt zu viel verlangt und man muss ihr noch ein bisschen Zeit geben. Das macht aber die Ähnlichkeiten  bis zur gefährlichen Nähe eines Plagiats zu I am a Hero nicht gerade besser. Dennoch hat die Story ein gehöriges Tempo und kann somit gut unterhalten.

Irritierend ist es, das die Story abbricht und noch zwei Kurzgeschichten geboten werden, die bislang jedenfalls nichts mit dem Hauptstrang zu tun haben. Die erste ist zwar teilweise recht albern und findet ihren Erzählton nicht, kann aber einige schöne satirische Seitenhiebe auf den Konsumwahn von Jugendlichen unterbringen. Hier ist auch eine deutliche Hommage an den Filmklassiker Dawn of the Dead von George A. Romero festzustellen. Die letzte Geschichte ist sehr gut, spannend und hat ein sehr überraschendes Ende, wobei sie mit dem Sujet der Zombies rein gar nichts mehr zu tun hat. Und man sich deswegen fragt, was sie in dem Band zu suchen hat. Insgesamt bleibt also ein recht zwiespältiger Eindruck übrig.

Fazit:
Die neue Mangaserie surft eindeutig auf der Welle der erfolgreichen Comiczombies, wobei die Ähnlichkeit zu I am a Hero schon eklatant ist. Aufgrund des Tempos kann sie unterhalten, bietet aber bislang rein gar nichts Neues. Zwei Kurzgeschichten überraschen, von denen eine wirklich gelungen ist, aber nichts mit Zombies zu tun hat.


Tokyo Summer of the Dead 01 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tokyo Summer of the Dead 01

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 7,00

ISBN 10:
3770481100

ISBN 13:
978-3-770-48110-1

162 Seiten

Positiv aufgefallen
  • hohes Tempo und Spannung
  • alle Zutaten vorhanden
  • Kurzgeschichte mit überraschenden Wendungen
Negativ aufgefallen
  • nichts Neues im Zombieland
  • eklatante Ähnlichkeiten zu "I am a Hero"
  • Erzählbruch durch 2 Kurzgeschichten
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Rezension vom: 28.11.2013
Kategorie: Mangas
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