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Comic-Besprechung - Thunderbolts 2

Geschichten:
Thunderbolts 2: Die Schattenarmee (Thunderbolts (2013) 7-11)

Autor: Daniel Way
Zeichner / Inker: Phil Noto
Colorist: Guru eFX


Story:
Nachdem die Thunderbolts einen Tyrannen ausgeschaltet haben, setzen sie sich auf die Spur einer Waffe, die mit Gammastrahlen betrieben wird. Doch hinter einem reinen Waffenhandel steckt sehr viel mehr und wird die Gruppe sowohl physisch als auch psychisch auf die Probe stellen. Und das obwohl sich schon Misstrauen und Eifersucht in der kleinen Runde breit gemacht haben.


Meinung:
Man mag einer Gruppe wie den Thunderbolts skeptisch gegenüber stehen. Eine Ansammlung von Schurken, welche für die Regierung Aufgaben übernimmt, welche sich andere nicht zutrauen? Braucht man das noch angesichts realer Geschehnisse, wo es solche Skrupel zumindest von Seiten der NSA nicht mehr gibt?

Oftmals glänzen Schurken nur als negatives Spiegelbild für den Helden. Da konnten sie ruhig eindimensional und blass sein, denn es ging ja nicht um sie, sondern um den Helden. Dass es auch anders geht, zeigte letztlich nicht nur die Suicide Squad aus dem Hause DC, sondern auch Marvel mit den neuen Thunderbolts. Was vor allem daran liegt, das die neuen Thunderbolts zum größten Teil keine richtigen Schurken sind, sondern eher Antihelden. Der rote Hulk, der Punisher, Elektra, Deadpool und Venom sind moralisch gesehen alles andere als Vorbilder, treten aber doch, jedenfalls mittlerweile und größtenteils, für die Rechtschaffenheit und wenn schon nicht für das Gesetz, so doch für die Gerechtigkeit ein. Auch wenn letztere Rache ist.

So konnte der Beginn der neuen Thunderboltsserie doch überzeugen, indem solche Einzelkämpfer zusammengebracht worden sind und sie sich zusammenraufen mussten und müssen. Und wie erschreckend ist es, dass schon der zweite Band der Serie so sehr abflaut. Dabei hat nicht einmal der Autor der Serie gewechselt, der Staffelstab wird in der nächsten Ausgabe erfolgen, und so ist es schleierhaft wie das geschehen konnte. Gab es Verlagsvorgaben? Lustlosigkeit? Wie ist es zu erklären, das die persönlichen Konflikte innerhalb der Gruppe, die so sorgfältig aufgebaut worden sind, hier von einigen Ausnahmen abgesehen, ignoriert werden? Die erwartete Hauptkonfrontation bleibt aus und selbst als ein Konflikt offen ausgelebt wird, der vom ersten Panel der Serie an existierte, wird es schnell nebenher abgehakt. Da darf man sich zu recht betrogen fühlen.

Wie so oft mittlerweile. Da wird angedeutet, mal etwas eingebaut, aber doch immer wieder schnell aus den Augen verloren. Da verliert man sich allzu schnell in den Nebensträngen und kann der Haupthandlung gar nicht mehr richtig folgen. Es mag einen zentralen Faden geben, aber man sucht ihn und verstrickt sich wie eine Katze im Garnknäuel. Es macht zwar Spaß, ist aber auch frustrierend. Wozu steigt man in einen Hochgeschwindigkeitszug, wenn er alle Abkürzungen und Nebenstrecken benutzt und so aller Effekt zunichtegemacht wird?

So ist es auch relativ schwer zu sagen, wer hier gerade was machen will und plant und so weiter und wo manche Charaktere gerade stehen. Da wird vieles angedeutet, was den Leser bei der Stange halten soll, da es wohl später aufgegriffen werden soll, aber das erhöht nur den Frust, da man zumindest einen Aspekt gerne  mal vollständig gehabt hätte.

Das passt zu den Zeichnungen, die zwar im Gegensatz zu der Story sehr aufgeräumt sind, aber auch einen Tick zu glatt und reduziert wirken. Man merkt dem Zeichner den Trickfilmhintergrund an, wo viele Details nur stören und die Arbeit extrem verlangsamen. Das geht alles noch, wenn sie wenigstens dynamisch wären. Und daran hapert es ausgerechnet. Denn die Actionszenen sind zu starr ausgefallen. Eine Aktion wird selten im nächsten Panel weiter ausgeführt und so gibt es pro Panel eine Aktion. Das ist nicht flüssig, sondern sehr abgehackt. Insofern ergänzen sich Zeichnungen und Story auch wieder hervorragend.

Fazit:
Schon der zweite Teil schwächelt deutlich. Aufgrund zu vieler Nebenstränge kann man der Haupthandlung nur noch mühsam folgen und im Gegensatz dazu sind die Zeichnungen zu reduziert und wirken gerade bei der Action zu statisch.

Thunderbolts 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Thunderbolts 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,99

ISBN 13:
4198579212996

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gruppendynamik
  • Action
Negativ aufgefallen
  • zu viele Nebenstränge
  • statische Action
  • enttäuschend gelöste Konflikte
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Rezension vom: 31.03.2014
Kategorie: Thunderbolts
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