SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 15.723 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Thunderbolts 3: Alle für einen

Geschichten:
Thunderbolts 3: Alle für einen (Thunderbolts 12-18)

Autor: Charles Soule
Zeichner: Steve Dillon (12), Phil Noto (13), Jefte Palo (14-18)
Inker: Steve Dillon (12), Phil Noto (13), Terry Pallot (14, 15), Jefte Palo (16-18)
Colorist: Guru eFX



Story:
Eine Bedingung der neuen Mitglieder der Thunderbolts um dem Team beizutreten war die Hilfe bei persönlichen Aufgaben. Dieses nutzt der Punisher natürlich aus und verlangt von seinen Mitstreitern, dass sie ihm gegen eine mächtige Mafiafamilie helfen. Da kommen sich die unterschiedlichen Herangehensweisen deutlich in die Quere. Und als wäre das nicht schon heikel genug, greifen die Horden von Thanos New York an.


Meinung:
Die ersten zwei Teile der neuen Thunderbolts waren eine unterhaltsame Lektüre, aber nicht gerade berauschend. Man hat sie gern gelesen, aber danach blieb doch nicht unbedingt etwas hängen, was sie herausragend gemacht hätte in dem Gros der Superheldenveröffentlichungen. Insofern konnte man gespannt sein, wie der neue Autor Charles Soule sich der Figuren annimmt. Um es direkt vorweg zu nehmen: die Serie profitiert deutlich durch den neuen Autor und kann einiges an verlorenem Boden wieder gut machen. Dabei erfindet Soule das Rad nicht neu und behält einige Konflikte der ersten Teile noch bei. So gibt es neben der erwartbaren Action einige Spannungen zwischen den sehr unterschiedlichen Charakteren die doch auch unterscheidbare Herangehensweisen haben.

Was hier aber einen deutlichen Vorteil hat ist die Hereinnahme eines Quäntchens Humor der aber nie albern wirkt und somit die Gewalt und kontroversen Charaktere  verharmlost hätte. Soule verzichtet darauf, dass nur Deadpool für Witz sorgt, sondern liefert einige köstliche One-Liner und Situationen die punkten können und etwas Leichtigkeit in das Gemetzel bringen.

Die Kunst ist dabei, das die Glaubwürdigkeit der Charaktere durch die Science-Fiction-Elemente und den Humor nicht zu schmälern, kleiner Zwischenruf: die Handlung spielt währen des Infinity-Events und der Invasion von Thanos, und das gelingt, indem das neue schöpferische Team die Charaktere schärfer ins Auge fasst und die Action und die Handlung nutzt, um diese Figuren näher zu betrachten. Dabei liegt der Fokus eindeutig auf Frank Castle, also dem Punisher, der eigentlich dem geneigten Leser schon lange sehr vertraut ist und demnach nichts Neues erwarten kann. Das einzige spannende daran ist dann auch wie er in einem Team zurechtkommt (schlecht) und wie er in einer Affäre zu einer Frau besteht, da er sich ja nie wieder binden wollte (das bleibt abzuwarten).  Letzteres ist einer der spannendsten Aspekte da sich der Punisher von Elektra verraten fühlt und ohne ihr Wissen Elektras Bruder jagt.

Vor allem der Blick auf Mercy ist aber beängstigend und kann durchaus einige Gänsehautmomente bringen. Der Charakter war vorher nicht sonderlich bekannt, aber angesichts der Macht und der Motivation kann man wahrlich gespannt sein, wie es in dem Team mit ihr weitergehen wird.

Zeichnerisch ist das Ergebnis sehr unterschiedlich ausgefallen. Star Steve Dillon erzählt eine Episode und zeigt immer wieder seine Meisterschaft auf. Hier etwa lässt er Castle oft als bedrohlichen Schatten, quasi als Todesengel, auftreten und so beherrscht er jedes Panel auch wenn er gerade nicht zu sehen ist. Die Zeichnungen von Jefte Palo hingegen sind etwas gewöhnungsbedürftig und teilweise etwas zu eckig experimentell ausgefallen, als das sich das Mainstreampublikum direkt dadurch angezogen führen könnte. Er ist zwar effektiv, zerstört aber die Illusion des Lesers unmittelbar dabei zu sein und lässt ihn damit etwas außen vor.


Fazit:
Die Serie profitiert deutlich von dem neuen Autor, da die Charaktere stärker in den Blick geraten und damit die Gruppendynamik noch verschärft wird. Zudem gibt es mehr Humor was der Action aber keinen Abbruch erteilt.

Thunderbolts 3: Alle für einen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Thunderbolts 3: Alle für einen

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 13:
4198579216994

150 Seiten

Positiv aufgefallen
  • mehr Humor
  • Charakterbetrachtung
  • Gruppendynamik
Negativ aufgefallen
  • Zeichenstil teils gewöhnungsbedürftig
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 27.09.2014
Kategorie: Thunderbolts
«« Die vorhergehende Rezension
Egoistic Blue
Die nächste Rezension »»
Big Order 3
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.