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Comic-Besprechung - Sintflut

Geschichten:
Sintflut
Autor: Nicolas Pona
Zeichner / Colorist: Jesús Hervás Millán


Story:
Irgendwann begann es zu regnen. Und es hörte nicht auf. Die Welt ist untergegangen und auf der gesamten Erde herrscht das Wasser. Aus den Ruinen der alten Zivilisation entstand eine neue Welt. Auf dieser landet nun aus dem All ein weiblicher Agent namens Normaée, um etwas ganz bestimmtes für ihre Auftraggeber zu bekommen. Kurz nach der holprigen Landung trifft sie den Nomaden Jason und gemeinsam machen sie sich auf die Suche in einer feindlichen Welt. Zudem werden sie nun von den Herrschenden gejagt, die was von der Agentin haben wollen.


Meinung:
Allein angesichts des Titels können sich Erwartungen unterschiedlicher Art breit machen. Schließlich bekommt man automatisch Assoziationen an die biblische Sintflut, die Strafe Gottes und die Rettung Auserwählter. Das Cover zeigt dann auch eine untergegangene Zivilisation, da alles unter Wasser liegt. Das es aber nicht biblisch zugehen wird, wird schnell klar, da man den sich unter Wasser befindlichen Eiffelturm sieht. Zudem kommen noch einige U-Boot-Ähnliche Fahrzeuge vor. Dieses macht klar, dass die Story mindestens in unserer (alternativen) Gegenwart angesiedelt oder eben Science-Fiction ist.

Letzteres ist hier der Fall. Das wird schon auf den ersten Seiten klar und es wäre spannend gewesen zu lesen wie sich die gesellschaftlichen Strukturen nach der Katastrophe ausgebildet und wie sich die Menschen angepasst haben. Das hätte Raum gegeben für theologisch-philosophische Betrachtungen. Diese werden in der Tat mal sehr grob und äußerst versteckt angerissen. Stattdessen wird das Setting nur für eine einigermaßen banale Sci-Fi-Actionstory benutzt, die unter inhaltlichen Sprüngen und an starken Wiederholungen leidet. Beides führt zu einiger Unlogik. So ist der Sinneswandel des weiblichen Klons, die im Übrigen vom Äußeren her sehr an eine Heldin der 1940er Pulps erinnert, etwas zu abrupt und die Überzeugungsarbeit der letztlich zu ihrem Umdenken führt zu oberflächlich. Dass sie auch gefühlt in jedem dritten Panel darauf hinweist, dass sie sterben muss, ist lächerlich. Sowohl das sie es tut, als auch das es notwendig ist und ihr Gesprächspartner es nicht verstehen würde.  Die inhaltlichen Sprünge betrügen den Leser oftmals um einige Actionszenen und lassen einen manchmal etwas enttäuscht zurück.

Die Serie nimmt sich generell zu wenig Zeit. Mehr als zwei Teile gibt es nicht, die hier zusammen in einem Band veröffentlicht werden. So bleibt alles sehr oberflächlich und die vielfältigen Möglichkeiten welches das Setting vorgibt werden nicht genutzt, oder nur sehr oberflächlich angerissen. Auffällig ist, dass alle Charaktere anders sein wollen als sie sind (was manchmal nur die Zeichnungen mit sehnsuchtsvollen Blicken ausdrücken). Sie wollen sich entwickeln aber die „neuen Götter“ sind damit nicht einverstanden und bemühen sich die Erdeinwohner aufzuhalten. Dieser Handlungsaspekt und die impliziten Folgen werden sträflich vernachlässigt und man kann es, da es nur kurz in den Dialogen vorkommt, glatt überlesen. Dabei ist es dieses, was die Story überhaupt erst in Gang bringt. Und natürlich theologische sowie soziale Aspekte ermöglicht zu untersuchen. Auch wird die neue Welt nicht richtig geschildert. Peu a peu entdeckt man manche Eigenschaften und Strukturen, aber es ist sehr mühselig, da man sich langsam im Laufe der Story und des Dialogs darein denken muss. Da ist es gut, dass man mit dem Klon die Welt erforscht, aber deren ewiger Hinweis auf die Mission und die Sterblichkeit erlaubt keine Charakterisierung und so bleibt alles sehr platt. Was symptomatisch für das ganze Abenteuer ist.

Am überzeugendsten sind insgesamt noch die Zeichnungen, welche sehr detailliert sind und die man gerne länger betrachtet. Einzig der Einsatz von Speedlines ist manchmal inflationär und zu stark und in großen Actionszenen verliert man den Überblick. Ansonsten sind sie sehr gelungen. Insgesamt eine sehr zwiespältige Angelegenheit. Nett zu lesen, aber es wäre sehr viel mehr drin gewesen. Aber einen Blick hinein lohnt sich, aber ob man es dann gleich kaufen muss?

Fazit:
Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. In einem interessanten Setting hätte man viele verschiedene Elemente und Strukturen mit einbauen und diskutieren können. Stattdessen wird das alles sträflich vernachlässigt und nur eine banale Actionstory erzählt, die zwar optisch beeindruckt aber auch unter unlogischen Sprüngen und Wiederholungen leidet.

Sintflut - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sintflut

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 19,80

ISBN 10:
3958390161

ISBN 13:
978-3958390164

96 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Setting
  • Action
  • detaillierte Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • alles bleibt zu oberflächlich
  • viele Wiederholungen
  • manche Sprünge und damit Unlogik
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Rezension vom: 12.12.2014
Kategorie: Alben
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