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Comic-Besprechung - Magical Girl of the End 2

Geschichten:
Magical Girl of the End 2
Autor / Zeichner: Kentaro Sato


Story:
Kii und seinen Kameraden ist es gelungen ein vermeintlich sicheres Einkaufszentrum zu erreichen. Doch begrüßt werden sie von einem verrückt gewordenen Polizisten, der zudem bewaffnet ist. Als die Auseinandersetzung beendet ist, machen sich allerdings Symptome breit, die darauf schließen lassen, das einer der Gefährten von einem Magical Girl besessen ist.


Meinung:
Drohte der erste Band vollkommen im Effekt zu ertrinken, da der Schwerpunkt auf der Action und dem Splatter lag, so gelingt es nun in der Fortsetzung doch auch so etwas wie Spannung zu erschaffen. Die Action wird etwas zurückgenommen, so das hier auch Atmosphäre entstehen kann und gar einige Szenen mit Suspense. Was natürlich nicht heißen soll, dass gar keine Action mehr vorkommt, oder gar der Splatteranteil nicht mehr vorhanden ist. Es gibt immer noch mehrere sehr krasse Szenen, welche durchaus zu schockieren vermögen und das Teil für Kinder Tabu werden lässt.

Der Aufbau von Spannung und Atmosphäre hat auch noch einen Nebeneffekt, der im Serienstart schmerzlich vermisst worden war. Solche Szenen können nur funktionieren, wenn die Figuren schärfer umrissen sind und deswegen wird ihnen nun auch etwas mehr Tiefe verliehen. Durch eine einsetzende Gruppendynamik die vor allem durch gegenseitige Sympathien und Abneigungen geprägt ist, sowie von erotischen Begehrlichkeiten, haben die Charaktere deutlich mehr Konturen gewonnen und man ist als Leser eingeladen, sich mit ihnen anzufreunden.

Immer noch gibt es einige hervorragende graphische Ideen, deren Perspektiven man sich aber zumeist erst noch „ersehen“ muss, da sie so verquer sind, das man zunächst öfters mal verwirrt sein kann, was man da eigentlich genauer betrachtet. Aber das macht ja eben auch den Reiz der Zeichnungen aus. So folgt man etwa mit den Augen der Laufbahn einer Pistolenkugel und sieht in extremer Nahaufnahme den Einschlag. Was ein bisschen an Matrix erinnert.

Witzig sind die vielen Anspielungen, denn man erfährt nun zeitgleich mit den Protagonisten einige Hintergründe zu den Magical Girls. So etwa das sie bewusst erschaffen worden sind. Damit ist die Optik schon mehr als eine bloße Referenz zu Cosplays und anderen medialen japanischen Outputs, sondern schon fast eine Metaebene, welche noch dadurch verstärkt wird, das ein Mädchen im Godzilla-Format, inklusive Blick auf ihr Höschen, durch die japanische Stadt walzt wie ihre seelenverwandte Echse. Der Hang der Japaner zu apokalyptischen Stoffen und Verkleidungen wird hier also kombiniert und auch in der Gestaltung der Figuren auf die Spitze getrieben, wenn etwa die Oberweite der einen Heldin sehr übertrieben gezeichnet wird. Da wird der Busenfetischist ein zusätzlich satirisches Element (und ein weiterer Schurke). War der Held zu Beginn einfach nur faul und damit keine tragende Stütze der Gesellschaft, wächst er nun über sich hinaus, was alle gängigen Genremuster bedient. Immerhin hat er kein ach so tiefgehendes Trauma.  Interessanterweise bekommen auch die vermeintlichen Zicken mehr Tiefe und werden damit gegen das Klischee gebürstet. Vor allem das Ende ist hier ein richtiger Cliffhanger, da man keine Ahnung hat, was mit den Hauptpersonen nun eigentlich los ist.

Die Parallelen zu anderen Mangas sind also durchaus gewollt und ergeben einige ironische Seitenhiebe. Trotz der starken Gewalt sind hier also satirische Anklänge zu finden. Was nun aber einen Großteil der Spannung ausmacht ist die Tatsache, dass die Feinde sehr mächtig und kaum zu besiegen sind, was das Adrenalin deutlich ansteigen lässt. Kein großer Wurf, aber immer noch eine glänzende postmoderne Unterhaltung.

Fazit:
Obwohl der Actionanteil zugunsten von Spannung etwas zurückgeschraubt worden ist, so wird nicht auf Splatter und extreme Gewalt verzichtet. Vorteilhafterweise bekommen nun aber die Figuren mehr Tiefe und es gibt satirische Anklänge auf die japanische Pop-Kultur.

Magical Girl of the End 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Magical Girl of the End 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
384201046X

ISBN 13:
978-3842010468

224 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action, Spannung, Dramatik
  • Figuren bekommen mehr Tiefe
  • interessante Perspektiven
  • Anspielungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.01.2015
Kategorie: Magical Girl of the End
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