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Comic-Besprechung - Silver Surfer 1: Ein Brett für zwei

Geschichten:
Silver Surfer 1: Ein Brett für zwei (Silver Surfer 2014 1-5, All-New Marvel Now! POint One 1)
Autor: Dan Slott, Zeichner: Mike Allred, Colorist: Laura Allred


Story:
Der Silver Surfer durchstreift das All und hilft denen die sich nicht selbst helfen können. Eines Tages wird er gebeten, einen ganzen Planeten zu retten. Wenn er es nicht täte, würde ein Mensch sterben, dem der Surfer viel bedeutet. Doch der Surfer kennt die gefangene Menschenfrau gar nicht. Aber nach begangener Heldentat merkt er, dass seine Wege mit der jungen Dawn schicksalhaft verknüpft sind.


Meinung:
Neben anderen Helden die mittlerweile und in jüngster Zeit mit eigenen neuen Serien durchstarten können, wie etwa Moon Knight und bald auch Elektra, bekommt nun auch der Silver Surfer eine Chance. Bislang war er vor allem in Deutschland selten in einer eigenen Serie zu sehen gewesen, sondern trat zumeist als Gaststar auf und er beschränkte sich auf Maxi-Serien. Vor allem die Kollaboration zwischen den so unterschiedlichen Comicgiganten Stan Lee und Möbius ist da vor allem zu nennen.

Jetzt bereist er aber mit seinem Brett wieder regelmäßig die Weiten nicht nur dieses Universums und die Regalbretter deutscher Comicläden und hoffentlich auch der Leser. Denn die Serie ist äußerst gelungen. Was den einen oder anderen durchaus überraschen dürfte. Schließlich ist der Surfer eigentlich als Charakter ziemlich uninteressant.  Er ist viel zu mächtig als das man bei Konflikten wirklich Angst um ihn hätte und die Charakterzüge welche ihn menschlich machen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht geändert. Nach der Lösung von Galactus durchstreift er das Universum um Unrecht zu bekämpfen und seine Schuld zu sühnen da er als Herold des Galaxienverschlingers bewohnte Planeten zum Tode verurteilt hatte. Außerdem leidet er unter dem Verlust seiner Frau. Aber all das liegt weit in der Vergangenheit und der Stillstand der Entwicklung ist mehr als deutlich. Unter guten Autoren und Zeichnern können sich aber gerade eindimensionale Helden als Glücksgriff erweisen, da sie so nämlich als Projektionsfläche dienen, um die herum interessante Nebenfiguren und Geschehnisse passieren. Das hat nämlich Garth Ennis erfolgreich beim Punisher gemacht und das gelingt auch Dan Slott beim Silver Surfer. Die Gefährten und Situationen sind ungleich spannender als der Surfer, der einzig als Projektionsfläche und als erzählerischer Anker genutzt wird.

So kann die Serie von Beginn an überzeugen, was vor allem an der neuen menschlichen Gefährtin des Reisenden liegt, die mit einem schönen neuen und frischen Blick nicht nur den Surfer betrachtet, sondern auch die Wunder des Universums. Das bringt nicht nur dem Titelhelden neue Perspektiven und es ist sehr lustig geworden. Auch der sonst so ernste und verbissene Brettreisende muss hier mal lachen, was alte Fans wohl überraschen wird. Aber der Humor zieht sich durch den ganzen Band und vermeidet allzu viele Albernheiten, sondern überzeugt durch einen wunderbaren Wortwitz, der aus den Situationen und Annahmen über andere Personen und andere Wesen entsteht. Selten genug hat man bei Heldengeschichten permanent ein Lächeln im Gesicht wie bei dieser Lektüre.

Vieles davon muss man auch dem Zeichner Mike Allred zu Gute halten, der vor allem mit Madman bekannt geworden ist. Allreds Stil ist dem der Pop-Art angeglichen und so ist durchaus eine Reminiszenz an die 1960er festzustellen. Das Dekor, die Kleidung, alles erinnert an das Golden Age der Comics. Auch Hulk in seinem Gastauftritt ist ganz im Stile von Jack Kirby gehalten. Sowohl auf der inhaltlichen als auch auf der graphischen Ebene gibt es viele wunderschöne Ideen. Etwa die kleine Anspielung auf Neil Gaimans Sandman und einige Gaststars, die sich hier die Ehre geben wie Dr. Strange oder die Guardians of the Galaxy. Zudem wird trotz aller Macht der Surfer nun verwundbarer, da er eine Menschenfrau unter seine Fittiche nimmt und somit schützen muss, was auch der Story mehr Spannung verleiht.

Absurd, verrückt und äußerst unterhaltsam gehört dieser Serienneustart jetzt schon zu den Heldencomics, die man dieses Jahr wirklich gelesen haben muss.

Fazit:
Ein hervorragender Neustart einer eigentlich uninteressanten Figur. Kreativ, absurd, spannend und unglaublich komisch zählt diese Geschichte schon jetzt zu den Superheldengeschichten, die man dieses Jahr unbedingt gelesen haben muss.

Silver Surfer 1: Ein Brett für zwei - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Silver Surfer 1: Ein Brett für zwei

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
395798341X

ISBN 13:
978-3957983411

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Witz
  • absurde Ideen
  • Gaststars
  • überbordene Fantasie
  • Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 28.03.2015
Kategorie: Hefte
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