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Comic-Besprechung - Reddition 61

Geschichten:

Reddition 61: Dossier Hermann und SAF
Vier Jahrzehnte Strip Art Features

Autor: Ervin Rustemagic

Doug Wildey
Autor: Peter Osteried

Warren Tufts
Autor: Ervin Rustemagic

Joe Kubert
Autor: Peter Osteried

Alfonso Font
Autor: Peter Osteried

Eduardo Risso
Autor: Bernd Hinrichs

Hermann: 50 Jahre Comics
Autor: Tom Vermeeren, Gert Bussens, Volker Hamann

Blutsbande: Hermann und Yves H.

Autor: Peter Nover

Hermann-Bibliographie
Autor: Volker Hamann



Story:
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Agentur Strip Art Features wird deren Inhaber Ervin Rustemagic und seine Arbeit gewürdigt. Da er auch mit vielen Autoren und Zeichnern befreundet ist, werden manche davon hier ebenfalls portraitiert. Ein weiteres Jubiläum kann der Belgier Hermann vorweisen, der auf eine 50-jährige Karriere zurückblickt. Deswegen wird hier das Dossier zu Reddition 28 vervollständigt.


Meinung:
Die mittlerweile schon 61. Ausgabe des Fachmagazins behandelt die Agentur Strip Art Features und deren Inhaber Ervin Rustemagic der mit vielen Autoren und Zeichnern die er vertreten hat auch befreundet war und ist. Manchen Lesern dürfte er bekannt sein, da er unfreiwilliger Protagonist der legendären Graphic Novels Fax aus Sarajevo von Joe Kubert und Sarajevo Tango von Hermann war.

Das Konzept dieser Ausgabe erlaubt es einige Künstler zu portraitieren welche von der Agentur vertreten werden sowie ergänzendes Material zu einer älteren Ausgabe der Reddition bezüglich Hermann zu geben der ein rundes Jubiläum feierte und hier von einigen Kollegen interviewt wird und dessen neueste Werke genauer beleuchtet werden.

Allerdings hat diese Ausgabe auch einige leichte Mängel. Da der Hauptbeitrag zu der Agentur von dem Inhaber selber geschrieben worden ist fehlt eine kritische Distanz wenngleich die geschilderten Anekdoten gelungen sind und das Besondere an der Rechteverwertung hervorgehoben wird. Da gibt es doch ein bescheidenes Eigenlob aber was genau eigentlich so eine Agentur macht, wie das Geschäft abläuft und welche Bedeutung sie in dem internationalen Markt haben wird nicht so richtig deutlich und man muss es sich selbst zusammenreimen. Einen kleinen einführenden Artikel darüber zu lesen wäre hier sehr schön gewesen. Oft gibt es auch einen Hinweis das Hermanns Werk kritisch gesehen wird, aber die Begründung dazu fehlt. Liegt es an der Quantität vs. Qualität? An der gezeigten Gewalt? Oder woran?

Ansonsten sind die Beiträge durchaus gelungen da hier auch große Künstler vorgestellt werden, die in der Öffentlichkeit nicht allzu sehr präsent sind. Doug Wildey ist mittlerweile so gut wie vergessen. Warren Tufts wird in einem sehr alten Interview vorgestellt und ist schon seit geraumer Zeit verstorben. Dieser Zeichner wurde vor allem durch die herausragende Westernserie Lance bekannt, die in Deutschland von dem Bocola-Verlag in einer sehr gut restaurierten Fassung herausgebracht worden ist. Wer mehr über den Zeichner erfahren will, sollte sich da lieber die Editorials in den Bänden durchlesen. Joe Kubert ist immer noch einer der größten und einflussreichsten Zeichner, obwohl 2012 verstorben, nicht zuletzt durch seine von ihm gegründete Zeichenschule, und so ist ein Artikel über ihn längst überfällig. Lobenswert ist das Portrait von Alfonso Font, der hierzulande nie so richtig einen großen Durchbruch hatte, obwohl es nicht an der Qualität seiner Arbeiten liegt. Erfreulich ist auch das Porträt von Eduardo Risso, einem der größten derzeitigen Zeichner, wobei man hier allerdings manchmal an der Oberfläche kratzt. Denn gerade die US-Produktionen wie 100 Bullets werden hier nur sehr stiefmütterlich behandelt.

Ein großes Lob gebührt aber dem Unterfangen eine Bibliographie von Hermann zu erstellen, da er einer der produktivsten Zeichner der Branche ist und seit 50 Jahren schreibt und zeichnet. Das Interview durch Kollegen ist eine schöne Idee und auch die Antworten überraschen ein um das andere Mal mit der Offenheit. Aber jemand wie Hermann, der einen soliden Status in der Comicwelt hat und jetzt schon legendär ist, kann sich so etwas auch leisten. Zudem werden die neuesten Abenteuer und die Kollaboration mit seinem Sohn genauer unter die Lupe genommen, wobei eine Einordnung in das Gesamtwerk leider fehlt. Insgesamt hätte also manches etwas detaillierter ausfallen können, aber immerhin werden einige (fast) vergessene Künstler wieder in den Fokus gerückt.

Fazit:
Anlässlich der Thematik ist die Ausgabe etwas enttäuschend, da viele Quellen schon einiges älter sind und eine kritische Distanz vermissen lassen. Zudem ist manches etwas oberflächlich geraten. Als Pluspunkt muss man aber hervorheben, das einige (fast) vergessene Künstler wieder in den Fokus genommen werden.

Reddition 61 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Reddition 61

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Edition Alfons

Preis:
€ 10

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Struktur
  • fast vergessene Künstler wieder entdeckt
  • Anekdoten
  • Hermann-Bibliographie
Negativ aufgefallen
  • Was eine Agentur eigentlich macht wird nicht klar erkennbar
  • manche Quellen schon älter
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Rezension vom: 03.04.2015
Kategorie: Reddition
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