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Comic-Besprechung - Punisher 2: Dschungelkrieg

Geschichten:
Punisher 2: Dschungelkrieg (The Punisher 2014 7-12)
Autor: Nathan Edmondson, Kevin Maurer, Zeichner: Carmen Carnero, Mitch Gerards, Inker: Terry Pallot, Mitch Gerards, Colorist: Antonio Fabela, Matthew Wilson, Mitch Gerards

Story:
Im Kampf gegen die neuen Howling Commandos wurde der Punisher schwer verletzt. Mit letzter Kraft gelingt ihm die Flucht nach Mexiko. Dort allerdings wird er einem Drogendealer ausgeliefert, der den Rächer meistbietend versteigern wird. Währenddessen bricht in Los Angeles ein gnadenloser Bandenkrieg aus.


Meinung:
Da der Punisher mit seinen Abenteuern nun im „normalen“ Marvel-Universum angesiedelt ist, dürfte es manche Leser erfreuen immer wieder mal bekannte Figuren zu entdecken. Sowohl Helden als auch Schurken. So bekam es der Rächer mit dem Totenkopf auf der Brust im ersten Teil unter anderem mit Electro zu tun. Hier nun trifft er auf Crossbones, der schon öfter gegen Captain America angetreten ist. Aber auch die Begegnung mit dem Avengers-Mitglied Black Widow läuft nicht unproblematisch ab.

Diese Einbettung ist zwar ganz nett, aber kann die Storys unter dem Label Marvel Max noch lange nicht erreichen. Eine thematische Gewichtung je nach Storyline gibt es nicht mehr und hier steht eindeutig die Action im Vordergrund. Das macht es zwar kurzweilig und unterhaltsam zu lesen, bleibt aber leider immer oberflächlich. Was es noch schlimmer macht: es wird zum Verwechseln mit anderen Actionserien. So ist es schon geradezu symptomatisch, das man sich an den ersten Teil kaum noch erinnern kann und sich hier erst daran gewöhnen muss, das die Handlungsfäden weiter gesponnen werden. Schließlich gibt es viele Feinde und Fraktionen  die Frank Castle auf Trab halten und ihm ordentlich zusetzen. Hier wird er gefoltert, geschlagen und verletzt und gibt in einer denkwürdigen Sequenz auch zu, dass er sich mittlerweile zu alt und zu müde fühlt, um immer weiter zu kämpfen. Schließlich hat er schon im Vietnamkrieg gedient und dementsprechend dürfte er mittlerweile an die siebzig Jahre alt sein. Da müssen sich die Autoren schon bald etwas einfallen lassen, um nicht die Glaubwürdigkeit zu strapazieren wenn er in diesem realistischen Kontinuum weiter bleiben soll. Sonst tritt er bald im Rollstuhl gegen seine Feinde an. Was übrigens ein weiterer Vorteil der Marvel Max Reihe war: sie war eigenständig und man musste sich um solche Aspekte keine Gedanken machen.

Ein Vorteil dieses Bandes ist die düstere Stimmung und die Settings sind adäquat umgesetzt, so dass man sich selber wie im Dschungel fühlt und auch die Großstadt wird da in eine Parallele gesetzt, so das kaum Unterschiede zwischen beiden auszumachen sind. Hier wie da gibt es menschliche Raubtiere. Trotz allen Tempos und der Action gibt es wie schon erwähnt die denkwürdigen Sequenzen, welche diese Ausgabe eindrucksvoll machen. Neben der schon erwähnten Müdigkeit, gibt es noch eine Dialogzeile von Crossbones welche seine Professionalität betont und ihn etwas tiefschichtiger werden lässt. Auch das letzte Panel ist, obwohl ziemlich plakativ, recht eindrucksvoll und dementsprechend gelungen.
Leider wird hier ziemlich undifferenziert mit dem Aspekt der Vigilanten umgegangen. Man muss sich da natürlich in Erinnerung rufen, dass der Punisher nicht einfach nur die Gegner verprügelt und der Polizei ausliefert, sondern sie umbringt. Das wird hier eher gehuldigt und hinterlässt einen sehr bitteren Nachgeschmack. Es wird gezeigt, dass er für Ruhe auf den Straßen sorgt. Polizisten wären gerne so wie er und zumindest sein weiblicher Fan nimmt zusehends das Gesetz in die eigene Hand. Es wird die Faszination seiner Taten aufgezeigt und wie sehr sich manche davon beeinflussen lassen. Aber es wird kein Gegengewicht geschaffen, keine Alternative aufgezeigt. Garth Ennis hatte dieses allein schon durch seinen schwarzen Humor und die überbordende Gewalt geschafft, indem er die Gewalt schon fast ekelerregend naturalistisch gezeigt hatte. Hier ist sie für das Mainstreampublikum abgemildert und gerät recht nah an die Verherrlichung. Fragwürdig. Man muss sehen wohin das führt und es bleibt das Gefühl bestehen, das der Punisher unter einem Erwachsenenlabel besser aufgehoben ist.

Fazit:
Zwiespältig. Zwar eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre, aber es fehlt das Besondere früherer Ausgaben. Zudem wird dem brutalen Vigilantentum des Helden gehuldigt.

Punisher 2: Dschungelkrieg - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Punisher 2: Dschungelkrieg

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3957980291

ISBN 13:
978-3957980298

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • kurzweilige Unterhaltung
  • solide Zeichnungen
  • einige prägnante Sequenzen
Negativ aufgefallen
  • zwiespältige Moral
  • verwechselbar
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Rezension vom: 13.07.2015
Kategorie: Punisher
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