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Comic-Besprechung - Waisen 5: Kalt wie das All

Geschichten:
Orfani 9 & 10
Autor:
Roberto Recchioni
Zeichner: Luigi Cavenago, Werther Dell' Edera, Matteo Cremona
Farben: Giovanna Niro, Allesia Pastorello, Annalisa Leoni

Story:

High Noon. Ringo hat erfahren, dass es den Angriff der Aliens auf die Erde nie gegeben hat. Nur sind er und Juno die einzigen, die die Wahrheit zur Erde tragen wollen. Jonas und die anderen Waisen sehen sich dagegen in der soldatischen Pflicht und versuchen die beiden aufzuhalten. Als erstes müssen Ringo und Juno aber erst durch das Raumschiff entkommen und irgendwie Richtung Erde starten. Da hilft nur ein Spaziergang über die Schiffshülle.

Die Bruchlinien zwischen den Waisen kommen nicht von irgendwoher. Bereits in der Vergangenheit zeigten sich die Fronten auf. Nicht nur als es im Manöver gegeneinander ging, sondern auch als ein Aufstand einer aufgeputschten Stadt niederzukämpfen ist.



Meinung:
Im Weltall hört dich niemand schreien. So könnte das Motto nach Betrachten des Covers lauten. Die Kindheit ist vorbei, die Jugendjahre dann jedoch auch nicht viel einfacher. Als hätte man es gewusst, geht es Einer gegen Alle. Während sich das verheiratete Pärchen Juno und Jonas nach einer Weile zu einem Stelldichein einfindet, geht es zwischen Ringo und Raul ganz anders ordentlich zur Sache. Natürlich illustriert die Übungsepisode ein paar ganz andere Frontlinien. Neben den Liebschaften, auch die unterschwellige Zwietracht, so zwischen Ringo und Raul, die beide eine Schwäche für Sam haben. Derlei Zwistigkeiten und allzu Menschliches konnte alle Konditionierung der Militärs nicht beseitigen.

Nach tradierter Übung spiegelt sich der Konflikt gleich in der Gegenwart wieder, wo Ringo hinter die Täuschung des Militärs gekommen ist und jetzt der Erdbevölkerung die Informationen zukommen lassen will. Es geht ordentlich zur Sache und es bleibt kein Auge trocken. Zimperlichkeit war den Waisen bisher weniger bekannt, im Kampf gegeneinander werden selbst die letzten Hemmungen abgelegt. Das wird nicht jeder überleben.

Die Geschichte hat inzwischen Scheuklappen bekommen und es geht im Grunde nur noch darum, ob es Ringo mit der Unterstützung von Juno schafft seinen ehemaligen Kameraden zu entkommen oder eben nicht. Der Rest ist fast Nebensache. Die Flucht führt durch das Raumschiff, in Raumanzügen durch das All, gegen Kampfjäger, Miniguns und schließlich gegen diejenigen, die einem bisher am nächsten standen. Es erstaunt, wie schnell sich die Gruppe gegenseitig dezimiert, wo sie im Verlauf der Jahre schon immer kleiner wurde. Man bräuchte die Reise in die Vergangenheit nicht mehr, wenn es nicht der Erhöhung der Spannung dienen wurde. Gerade steht die Konfrontation zwischen Ringo und seiner Sam an, da folgt erstmal der Bruch und eine Rückblende. Roberto Recchioni weiß auf jeden Fall, wie er selbst bei schmalerer Handlung den Leser weiter packen und zum Weiterlesen animieren kann.

Es ist die Neuauflage des einführenden Einsatzes aus Band 4. Diesmal eine Rettungsmission auf der Erde, wo in großen Teilen das Chaos herrscht. Außer viel Ballerei und der gewohnten zwischenmenschlichen Perspektive verdeutlicht es einmal mehr die Positionen der Recken und bereitet so auf die Ereignisse in der Gegenwart weiter vor. Zum einen kommt ein deutliches Black Hawk Down-Gefühl auf, wenn sich nach den ersten Scharmützeln zur Rettung der Kameraden, die ganze Stadt gegen die Waisen wendet und die Flucht nur mühsam gelingt. Zum anderen werden die wichtigsten Koordinaten der Beziehungen zwischen den Waisen beleuchtet. Insbesondere die Konstellationen Ringo/Sam, Jonas/Juno, Sam/Raul und bereiten den Leser auf das Kommende vor, das es durchaus in sich hat. Der Cliffhanger am Schluss ist dabei schon obligatorisch.

Die Zeichnungen von Luigi Cavenago, Werther Dell' Edera und Matteo Cremona sind gewohnt gut. Zu Dell' Edera wurde bereits in der Rezension zu Waisen 3 einiges gesagt als einer der bisher rauesten Zeichner der Serie. Manche Konturen oder Schatten wirken wie mit dem Messer geschnitzt oder mit dem groben Pinsel herausgearbeitet. Sie kontrastieren - im Rahmen des einheitlichen Grunddesigns - sehr stark mit den Bildern von Cavenago, der quasi die graphische Einleitung in die erste Hälfte des fünften Bandes macht. Seine Arbeit ist leichter, sauberer und glattert angelegt. Die Kompositionen sind gelungen und der Panelaufbau abwechslungsreich und insgesamt sehr schön anzuschauen.

Die zweite Hälfte ist ein Alleingang von Matteo Cremona. Er hält sich bei ausdruckssatrken Hintergründen etwas zurück und insgesamt fehlt seinen Zeichnungen - ohne dass sie schlechter sind - Cavenagos Leichtigkeit, da sie trotz der auch etwas blasseren Farbgebung zu Anfang etwas gedrängt wirken. Erst als es Mann gegen Mann beziehungsweise Frau gegen Mann geht und damit die Szenen von sich aus schon offener sind, können seine Bilder etwas atmen. Dennoch fehlen die kräftigeren Farbkontraste aus der ersten Hälfte des Bandes.

Die Extras dünnen im Vergleich zu den früheren Ausgaben weiter aus. Eindrücke von den an den Waisen beteiligten Zeichnern. Einige Skizzen, Designs und Kompositionen. Das war es auch schon. Aber es gibt sie immerhin noch.


Fazit:
Es geht ordentlich zur Sache. Wenn Ringo und Juno sich auflehnen, bleibt kein Auge trocken. Trotz der nun sehr klaren Linie wird die Geschichte sehr abwechslungsreich. Kämpfe in und um das Flottenschiff. Untereinander gibt es Kämpfe wie bei Superhelden, doch auch die brachiale Action kommt nicht zu kurz. Es tut Waisen ganz gut, dass die Military-SF etwas zurückgedreht wird. Das Finale kann gerne kommen, bei einem Vorspiel wie Waisen 5.


Waisen 5: Kalt wie das All - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Waisen 5: Kalt wie das All

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 16,80

ISBN 13:
978-3-86425-394-2

208 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ringo außer Rand und Band
  • Action im All
  • feine Abwechslung bei den Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Extras nicht mehr so interessant
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Rezension vom: 04.07.2015
Kategorie: Waisen
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