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Comic-Besprechung - Blue Note – die letzten Stunden der Prohibition

Geschichten:
Blue Note – Die letzten Stunden der Prohibition
Original:
Blue Note: Les Derniéres Heures de la Prohibition
Autor: Mathieu Mariolle und Mikael Bourgouin
Zeichner und Farbe: Mikael Bourgouin
Übersetzung: Marcel le Comte

Story:
Jack Doyle gehörte zu denen, die in der Prohibition viel Geld verdienen konnten – nicht mit Verbrechen, sondern im Ring. Nach einer schweren Niederlage gegen seinen Erzrivalen hat er vor vielen Jahren New York verlassen und verdient sein Geld nur noch als Preisboxer in der Provinz. Dort sind die Kämpfe wenigstens ehrlich. Doch irgendwann schafft es sein ehemaliger Promoter Theo Egan doch, ihn in die große Stadt zurück zu holen.

„Wonder Boy“ soll einen Monat vor dem Ende der Prohibition sein Comeback bekommen. Erst macht Jack mit, merkt aber dann immer mehr, wie sehr seine Welt nur noch vom organisierten Verbrechen kontrolliert wird. Und was damals nur ein Verdacht war, ist nun Gewissheit. Und das bringt ihn dazu, eine Entscheidung für sich zu treffen, die es in sich hat.

Zur gleichen zeit kommt auch R. J. In die Stadt, ein junger Jazz-Musiker mit begabten Händen. Auch er wird von Theo in seinem Speakeasy „Dante's Lodge“ gefördert und soll sogar eine Platte aufnehmen. Naiv und hoffnungsvoll wie er ist, hört er nicht auf Jacks Warnungen …



Meinung:
Die Prohibition – das Verbot von Alkohol – hat in den frühen 1930er Jahren für die Stärkung des organisierten Verbrechens gesorgt. Denn auch in der Zeit, in der Produktion und Konsum besonders stark verfolgt wurden, haben findige Köpfe immer einen Weg gewusst, die Bevölkerung zu versorgen, vor allem in den großen Städten. Und natürlich boten sie dazu noch so einiges an Unterhaltung – wie man in Blue Note besonders schön miterleben kann.

Im letzten Monat vor dem Ende der Prohibition bäumt sich die Szene noch einmal auf. Die Bosse wissen, dass ihnen in der kommenden Zeit die Kontrolle entgleiten wird und versuchen noch einmal alles herauszuholen, was sie können – und wenn es darum geht, Leute zu reaktivieren, die eigentlich zu „gut“ für die Unterwelt sind – wie etwa Jack Doyle, der eine viel zu ehrliche Haut ist.

Die Künstler ziehen einen gekonnt in die schwülstige Atmosphäre der „Flüsterkneipen“ und der Boxringe mit hinein, erzählen vom Leben und Überleben in einem Haifischbecken, in dem jede Aktion des einen Auswirkungen auf einen anderen haben kann. Denn Jacks und R.J.s Schicksal ist enger miteinander verwoben als gedacht – und das sorgt am Ende für eine interessante Wendung.

Das Artwork fängt die Atmosphäre der Zeit gelungen ein. Farben, aber auch Kostüme und Hintergründe spiegeln die Zeit wieder, die Figuren sind nicht hübsch, aber Charakterköpfe. Die Erzählung ist zwar weitestgehend nüchtern und pragmatisch, fängt aber auch Momente ein, in denen die desillusionierten Helden noch einmal träumen und hoffen können.



Fazit:
Blue Note – Die letzten Stunden der Prohibition ist ein gelungenes Stück Zeitgeschichte, das zwar erfunden sein mag, aber doch ein wenig die Stimmung der Unterwelt im Jahr 1933, als die Prohibition fällt, einzufangen weiß. Das Schicksal zweier Männer wird zur Triebfeder einer sehr intensiv gezeichneten und erzählten Geschichte, die man am Besten zum Jazz dieser Jahre hören sollte.

 Blue Note – die letzten Stunden der Prohibition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Blue Note – die letzten Stunden der Prohibition

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 24,80

ISBN 13:
978-3958391345

144 Seiten

 Blue Note ? die letzten Stunden der Prohibition bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Stimmungsvolle Zeitgeschichte in schönen Bildern
  • Die Figuren sind sehr realistisch gezeichnet
  • Ein intensiv geschilderter, komplexer Hintergrund
Negativ aufgefallen
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1
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Rezension vom: 18.08.2015
Kategorie: One Shots
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