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Comic-Besprechung - Trigan Band 1

Geschichten:
Victory for the Trigans & Crash in the Jungle
Autor: Mike Butterworth, Illustrator: Don Lawrence, Übersetzung: James ter Beek, Mareike Viebahn

Story:
Einst existierte in den Weiten des Kosmos eine Welt, auf der menschenähnliches Leben lebte. Auf diesem Planeten wurde das Reich Trigan gegründet. Dies ist die Geschichte seines Aufstiegs und Falls.

Meinung:

Das neue Panini-Album-Programm bietet für jeden Geschmack etwas. Für Nostalgiker dürfte dabei vor allem die Serie "Trigan" interessant. Der Grund dafür liegt bei dem Illustrator der Reihe. Denn Don Lawrence ist vor allem für seine Serie "Storm" bekannt, die er bis Band 22 selber illustrierte.

Der Künstler wurde 1928 in London geboren. Er ging zum Militär und studierte danach Kunst an der heutigen South Bank University. Danach fing er an Comics zu zeichnen. So illustrierte er unter anderem auch Marvelman, so der ursprüngliche Name der Figur Miracleman. Seinen Durchbruch feierte er 1965 mit der Serie "The Rise and Fall oft he Trigan Empire" eher er ab den 80ern mit "Storm" endgültig zu Ruhm und Ehre gelangte. Auf Grund einer Augeninfektion musste er 1999 mit seiner Arbeit aufhören. Er verstarb 2003 an den Folgen eines Emphysems.

Geschrieben wurde die Reihe von Mike Butterworth. Der Autor wurde 1924 geboren. Nach seinem Studium der Kunst am Camberwell College of Arts begann er eine Karriere als Comicautor. Mit "The Rise and Fall oft he Trigan Empire" schrieb er das wichtigste Werk seiner beruflichen Laufbahn. Er starb 1986 im Alter von 62 Jahren.

Eines Tages geht ein außerirdisches Raumschiff über die Erde nieder. An Bord sind menschenähnliche Wesen, die allerdings alle bereits tot sind. Jahrelang bleibt ihre Technologie und ihre Sprache ein Rätsel. Bis ein Wissenschaftler, der sich Zeit seines Lebens mit der Erforschung ihrer Sprache beschäftigte, der entscheidende Durchbruch gelingt. Und so erfährt die Welt von der Nation Trigan auf dem weit entfernten Planeten Elekton.

Es ist die Geschichte von Trigo, der seinen Stamm, die nomadischen Vorg anführt. Im Krieg gegen die zunächst technisch überlegenen Loka bringt er es dazu, sesshaft zu werden und den Aggressoren die Stirn zu bieten. Doch der Weg zum Sieg ist steinig und auch voller Verrat.

Ist dieser Band nur "Storm"-Fans zu empfehlen? Oder lohnt es sich ebenso, als neugieriger Neuling den Comic zu kaufen? Meiner Meinung nach kann jeder in "Trigan" reingucken. Denn Panini hat dieses Album mit jeder Menge Sekundärmaterial angereichert, die sehr viel über die Hintergründ der Reihe erklärt, so dass man selbst unbedarfter Frischling von Beginn an weiß, was das Besondere an der Serie ist. Und so liest man etwas über die Entstehungsgeschichte von "Trigan" oder welcher Aufwand betrieben wurde, damit der Comic genauso aufgebaut ist, wie er ursprünglich erschienen wurde. Es ist interessant davon zu lesen, was für Bearbeitungen im Laufe der Jahre an den Comicseiten vorgenommen wurden. Teilweise wurden einige Seiten komplett neu gezeichnet, weil die originalen für einige Zeit verlorengegangen waren.

Und die Geschichten? Man darf von "Trigan" kein Meisterwerk erwarten. Die Story wirkt naiv und ist stark durch Schwarz/Weiß-Denken gekennzeichnet. Auf der einen Seite das Volk von Trigan und auf der anderen Seite die Loka. Hier die Guten, dort die Bösen. Und selbstverständlich gibt es auch noch den einen und anderen Verräter, der mit miesen Methoden spielt.

Und die Dialoge klingen beim ersten Mal pathetisch und hölzern. Als unvorbereiteter Leser ist man geneigt sich zu fragen, ob der Autor überhaupt ein Ohr für natürlich klingende Wortwechsel besaß?

Doch Vorsicht mit diesem Gedanken:Man muss nämlich bedenken, das "Trigan" bereits mehrere Jahrzehnte alt ist. Die erste Ausgabe ist September 1965 in Groß Britannien herausgekommen. Und zu jener Zeit waren die Verhältnisse und Gewohnheiten andere als heute. Was sich heutzutage eventuell peinlich liest, war damals Standard. Selbst bei den vielgerühmten US-Comics war es normal, dass die Gespräche pathetisch und übertrieben klangen.

Am Ende beruht die Faszination auch nicht auf der Story, der man eben anmerkt, dass sie für Jugendliche geschrieben worden ist. Der Grund, weshalb man "Trigan" heutzutage lesen und das weiterhin tun wird, ist die Arbeit von Don Lawrence. Denn hier man einen Fall, wo eine schwacher Plot durch hervorragende Illustrationen ausgeglichen wird.

Das fängt bereits mit den vielfältigen Designs an. Jedes Volk, das man im Laufe des Comics kennenlernt, hat seine eigene, visuelle Identität. Das Trigan-Imperium erinnert an das römische Imperium, derweil die Tharv an dem antiken Griechenland orientiert sind. Das Charakterdesign unterstützt zwar diese Schwarz/Weiß-Zeichnung der Story, da man schon vom Äußeren erkennen kann, wer Gut ist und wer Böse. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Zeichnungen eben hervorragend sind.

Und dann sind da natürlich die Illustrationen an sich. Denn Don Lawrence markanter Stil erinnert an Malereien. Der Aufwand diese Darstellungen zu erstellen, muss enorm gewesen sein. Und doch hat er sich gelohnt, da dadurch die Serie ihre eigene, distinktive Identität erhält. Gleichzeitig schafft er es auch, die Informationen, die die Story verlangt, flüssig weiterzugeben, ohne dass es übertrieben wirkt.

Daher sollte man zumindest in diesen Band "Reinschauen".


Fazit:
Der Grund, weshalb man »Trigan« lesen wird, liegt nicht in der Story. Denn die ist schlecht gealtert. Man merkt ihr an, dass sie in einer anderen Zeit für Jugendliche geschrieben worden ist und dementsprechend simpler ausfällt. Gut und Böse sind von vorneherein identifizierbar und der Plot folgt vorhersagbaren Tropen. Was den Band jedoch rettet, sind die hervorragenden Illustrationen von Don Lawrence. Der Künstler liefert hier seine gewohnt erstklassige Arbeit ab. Die verschieden designten Figuren gefallen ebenso, wie die Art des dicht gepackten Storytellings. Auch das Zusatz-Material, dass der Panini-Verlag mit dem Hardcover beigetan hat, ist super! Hier werden viele nützlich und interessante Zusatzinfos präsentiert.

Trigan Band 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Trigan Band 1

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 14,99

ISBN 13:
978-3-95798-448-7

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Trigan endlich auf deutsch
  • Don Lawrence meisterhafte Arbeit
  • Jede Menge Zusatzmaterial, in dem die über die Herstellungsgeschichte aufgeklärt wird.
Negativ aufgefallen
  • Story ist schlecht gealtert
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Rezension vom: 28.10.2015
Kategorie: Trigan
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