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Comic-Besprechung - The Mastermind Files 02

Geschichten:
The Mastermind Files 02:
Story: Kazuo Gomie, Art: Yoshiki Tanaka, Szenario: Mitsuhiro Mizuno


Story:

Neue Fälle für das Genie Kei. Mal soll einen Mordfall mit einer imaginären Kugel aufklären, ein anderes Mal ermitteln, wie jemand mitten in der Wüste ertrinken konnte und sich zum anderen dem bösen Blick stellen. Viel zu tun für den Jungen mit dem Computergehirn.



Meinung:

Band 1 der Serie "The Mastermind Files" konnte mich nicht überzeugen. Die Schwächen waren meiner Meinung nach zu eklatant. Vor allem die Tatsache, dass Maori nicht mehr als ein hübsches Anhängsel war, ärgerte mich. Und jetzt liegt Teil 2 der von Kauzuo Gomie, Yoshiki Tanka und Mitsuhior Mizuno erdachten und erstellten Reihe vor. Band 3 wird übrigens im November erscheinen.

Seltsame Fälle warten auf Kei. Der 17jähirge Junge, in dessen Gehirn ein Supercomputer arbeitet, soll zum einen den Mord an einem Journalisten aufklären, der erschossen wurde. Doch die Kugel ist unauffindbar und die Täter scheinen sich sicher zu sein, dass sie nicht überführt werden können.

Ein anderes Mal ertrinkt vor seinen Augen ein Mann. Das Problem ist, dass er sich mitten in der Wüste befindet, wo weit und breit kein Wasser zu sehen ist. Wie ist das nur möglich?

Im Vergleich zum Vorgängerband ist Teil 2 der Reihe eine deutliche Verbesserung. Nahezu alle Kritikpunkte sind angegangen worden und, wenn auch nicht vollständig aufgehoben, zumindest verbessert worden. Zum ersten Mal kommt sogar etwas wie Spannung auf! Wie ist das nur möglich?

Mit Teil an dieser Entwicklung trägt unter anderem, dass Kei jetzt mehr Fälle zu lösen hat. Anstatt sich mit zweien zu beschäftigen, sorgen dieses Mal drei Stück davon dafür, dass er die Fähigkeiten seines Computerhirns nutzen muss. Und dieses Mal sind diese Mordaufklärungen auch nur maximal drei Kapitel lang.

Das Kreativteam weiß diese Kürze zu nutzen. Die jeweiligen Morde sind zwar immer noch mysteriös und merkwürdig. Doch wie sie dann in Wirklichkeit abgelaufen sind, das wirkt längst nicht mehr so stark konstruiert, wie noch ursprünglich. Im Gegenteil: "Trockener Ertrinkungstod" wirkt für die Verhältnisse der Serie sogar stinknormal. Es wird nicht mehr so viel Gutgläubigkeit des Lesers vorausgesetzt, damit die Story funktioniert. Und so werden die einzelnen Stories gleich viel spannender.

Auch der Humor von »The Mastermind Files« ist endlich besser. Dazu zählt, dass Maori als gelungener Comedy Relief dienen darf. Sie und der Präsident des Mysfos sind oft genug Quellen für diverse Lacher und Schmunzler, was ebenfalls durch die Zeichnungen von Yoshiki Tanaka unterstützt wird, der sie dann teilweise im Superdeformed Format darstellt.

Kei selbst wird ebenfalls humaner dargestellt. Es gibt ein Kapitel, "Kleiner Stein der Hoffnung", in der er mit Kindern interagiert. Man erhält hier einen winzigen Einblick in sein Innenleben, in seine Mentalität. In diesem einen Kapitel ist er kein Meisterhirn, sondern ein Jugendlicher, ein Mensch wie du und ich. Mehr davon!

Denn leider neigt das Kreativteam dazu, seinen Computer als Allzweckmittel für jede Situation zu gebrauchen. Updates kommen automatisch und so kann er auf einmal GPS benutzen, als es zweckdienlich ist. Ebenso kann er dank seinem Gehirn eine Person mit Elektroschocks wiederbeleben oder eine Computertomografie ohne entsprechende Apparate durchführen. Wann immer die Story es verlangt, packt Kei eine passende Fähigkeit aus. Und das wirkt zu sehr wie ein Deus Ex Machina, mit dem die Macher von "The Mastermind Files" verhindern, dass sie sich in eine Ecke schreiben.

Ebenso können sie nicht gänzlich abstellen, dass die anderen Figuren bloße Stichwortgeber für Kei sind. Wobei sich das teilweise gebessert hat und längst nicht mehr so extrem ist, wie noch beim letzten Band. Einmal darf Maori sogar beweisen, dass sie Verstand hat.

Bei den Zeichnungen darf Yoshiki Tanaka wiederholt sein Talent für Ecchi zeigen. Allerdings geschieht das dieses Mal unter Umständen, die ironisch kommentiert werden. Etwa wenn die Sekretärin einer Sekte ihren BH raushängen lässt. In diesem Fall passt es einfach und macht sogar Spaß.

Im Vergleich zum Vorgänger ist Band 2 eine deutliche Verbesserung. Deshalb sollte man "Reinschauen".



Fazit:

Im Vergleich zum Vorgänger ist "The Mastermind Files 02" eine deutliche Verbesserung. Die Fälle sind kürzer und verlangen auch nicht mehr so viel Gutglauben seitens des Lesers. Die Charaktere sind nicht mehr so sehr Stichwortgeber für Kei, sondern dürfen auch selber mal zeigen, dass sie etwas können. Ebenso erhält man einen seltenen Einblick in die Psyche des Genies. Allerdings neigt das Kreativteam dazu, den Computer, den Kei als Gehirn hat, zu sehr als Deus Ex Machina zu benutzen. Was auch immer die Story verlangt, der Rechner kann es. Sogar jemanden mit Elektroschocks zurück ins Leben zu holen. Die Ecchi-Elemente in den Zeichnungen sind zwar erneut vorhanden, werden allerdings dieses Mal ironisch kommentiert.



The Mastermind Files 02 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Mastermind Files 02

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
9783-7704-8625-0

6 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Fälle sind kürzer und spannender
  • Mehr Comedy Relief
  • Ecchi-Elemente werden ironisch kommentiert
Negativ aufgefallen
  • Keis Quantencomputergehirn ist zu sehr Allzweckmittel um die Handlung voran zu bringen
  • Nebenfiguren sind immer noch zu sehr Stichwortgeber
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Rezension vom: 26.11.2015
Kategorie: The Mastermind Files
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