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Comic-Besprechung - Shayazur 1

Geschichten:
Das Geheimnis des Schildkrötenklans
Autor: Christian Turk, Zeicher: , Tuscher:


Story:
Die Welt von Shayazur ist von Tiermenschen, den Kinta, bevölkert. Acht Stämme – die Gazellen, die Echsen, die Katzen, die Bären, die Schweine, die Vögel, die Schildkröten und die Wölfe – leben in friedlicher Koexistenz miteinander. Doch als die Katzenfrau Rykah in der Steppe auf die im Sterben liegende Angehörige eines ihr völlig unbekannten Volkes trifft, wird klar, dass die Kinta nicht die einzigen Bewohner Shayazurs sind. Das Leben der Unbekannten, die weder Fell, noch Federn trägt und auch keine Klauen oder Hufe besitzt, kann Rykah zwar nicht mehr retten, wohl aber das ihres ungeborenen Kindes, das sie vor dem Tod seiner Mutter noch entbindet. Da es der Katzenfrau nicht gestattet ist, das wunderliche Findelkind zu behalten, bringt sie es beim Stamm der Schildkröten unter. Dort wächst Cren, so der Name, den er von seiner Retterin erhielt, unter den Augen des weisen Häuptlings Olchen, zu einem jungen Mann heran. Außer den Katzen und den Schildkröten, weiß keines der Völker von seiner Existenz, bis die Schildkröten ihn als Läufer für das traditionelle große Rennen, an dem alle Stämme der Kinta teilnehmen, aufstellen. Von da an überschlagen sich für Cren die Ereignisse: Als er ein Gespräch zwischen Olchen und Pergus, dem Anführer der Vogelmenschen, belauscht, erfährt er, dass er dem lange verschwundenen Volk der Menschen angehört. Der intrigante Pergus, der dem menschlichen Ziehsohn des Schildkrötenhäuptlings mit einer Mischung aus Furcht und Hass gegenübersteht, überredet Akuma, den Läufer der Katzen, Cren im Verlauf des Rennens zu beseitigen. Dabei macht er sich Akumas Neid auf Cren zunutze, denn der Katzenmensch ist Rykahs Sohn und deren mütterliche Gefühle für den Menschen sind ihm schon lange ein Dorn im Auge. Doch bei dem Rennen quer durch die Wüste kommt alles anders, als überraschend die mysteriöse Schlangenfrau Sapiti auftaucht. Diese hat nicht nur ein besonderes Interesse an Cren, sondern weiß auch mehr über dessen Volk...

Meinung:
Klar, die Geschichte vom Außenseiter, der eines Tages von seiner Herkunft erfährt und sich auf die Suche nach seinem Volk und der eigenen Identität macht, gab es schon oft. Sehr oft. Aber dieser Plot bildet letztendlich nur die Basis der Geschichte, was letztendlich daraus wird, ob er originell und interessant genug umgesetzt wird, um sein Publikum gut zu unterhalten, liegt in der Hand des Erzählers. Christian Turk, Autor und Zeichner von „Shayazur“, hat aus dem konventionellen Konzept nichts bahnbrechend Neues gezimmert, sondern geht recht traditionell zu Werke. Nicht nur die geradlinige Erzählstruktur erinnert an zahlreiche Comics und Zeichentrickfilme, auch die Charaktere. Man kennt sie alle: den sympathischen, naiv-freundlichen Hauptdarsteller, seinen weisen, gutherzigen Mentor, den von Neid zerfressenen Nebenbuhler, den gutmütigen, besten Freund und den intriganten Bösewicht, dem man von Anfang an in den verlängerten Rücken (bzw. in diesem Fall Bürzel) treten möchte. Trotzdem ist „Shayazur“ keinesfalls ein uninteressantes 0815-Comic-Album geworden, denn die Geschichte hat Charme und Atmosphäre. Das verdankt sie größtenteils der grafischen Umsetzung. Die leicht cartoonartigen Zeichnungen, die an den etwas erwachseneren Stil von Animationsfilmen wie Don Bluths „Titan A.E.“ oder Disneys „Atlantis“ erinnern, sind wirklich sehr nett anzusehen. Die Charaktere, allen voran die schräge Schlangenbraut Sapiti, kommen schön lebendig und individuell rüber und die Szenerie, die in diesem ersten Band größtenteils aus Wüstenlandschaften besteht, ist stimmungsvoll. Die aquarellartige Kolorierung, für die ebenfalls Christian Turk den Pinsel geschwungen hat, ist ein echter Gewinn für die Zeichnungen. Gerade die Trockenheit und Hitze der Wüste scheinen einem aus den Bildern entgegen zu wabern und die sanften, matten Farben verhindern, dass der Comic wie ein knallbuntes Disney-Produkt daherkommt. Optisch so gekonnt dargebracht, fließt die Story über 48 Seiten munter bis zu ihrem vorläufigen Ende dahin und ich muss zugeben, dass ich schon ganz gerne wissen möchte, wie es mit dem Menschen Cren und seinen tierischen Freunden und Feinden weiter geht und welche Geheimnisse Shayazur noch so birgt. Fazit: „Das Geheimnis des Schildkrötenklans“ ist trotz des altbekannten Plots aus dem Autorenbauskasten ein (besonders grafisch) gelungener Einstieg in die fremdartige Welt von Shayazur und gleichsam ein vielversprechender Auftakt zu Crens weiteren Abenteuern.

Shayazur 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Shayazur 1

Autor der Besprechung:
Andreas Völlinger

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 10 Euro

ISBN 10:
3-551-76791-2

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gelungene Zeichnungen mit wunderschöner Kolorierung
  • Für Comic- und Animations-Fans jeden Alters geeignet
  • 8 Extra-Seiten mit Charakterentwürfen und Vorzeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Nicht gerade eine Offenbarung in Sachen Originalität und Charakterisierung
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 21.11.2003
Kategorie: Shayazur
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