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Comic-Besprechung - Marvel Super Heroes: Secret Wars

Geschichten:
Autor: Jim Shooter, Zeichner: Mike Zeck, Bob Layton, Inker: John Beatty, Jack Abel, Mike Esposito, Farben: Christie Scheele, Nelson Yomtov, Übersetzung: Michael Strittmatter

Story:

Der mächtige Beyonder hat einige Superhelden und Superschurken entführt und auf einer von ihm erschaffenen Welt abgesetzt. Dort sollen sie gegeneinander antreten, bis der Sieger feststeht. Was folgt sind dramatische Auseinandersetzungen.



Meinung:

Während das aktuelle Marvel Universum auf das "Secret War"-Event zu steuert, nutzt der Panini-Verlag um einen Klassiker der Vergangenheit erneut herauszubringen. Es handelt sich dabei "Marvel Superheroes Secret Wars", eine zwölfteilige Comicreihe, die Mitte der 80er Jahre erschienen ist. Das Kreativteam war damals Jim Shooter, Mike Zeck und Bob Layton.

Jim Shooter war während dieses Zeitraums Chefredakteur von Marvel Comics. Der 1951 geborene Amerikaner fing mit 14 Jahren an, "The Legion of Super-Heroes" für DC Comics zu schreiben. Er wurde 1976 bei Marvel Comics Redakteur, ehe er 1978 zum Chefredakteur wurde, einen Posten, den er bis 1987 innehatte.

Illustruriert wurde die Geschichte von Mike Zeck und Boy Layton. Mike Zeck wurde 1949 geboren und begann ab dem Jahr 1974 Comics zu zeichnen. Vor allem seine Arbeit für Marvel Comics machte ihn bekannt. Zu zeichnete er zum Beispiel "Kraven's Last Hunt" aber auch einige "Punisher"-Stories. Bob Layton wurde 1952 geboren. Neben seiner Arbeit an "Iron Man" wo er gemeinsam mit David Micheline die berühmte Story "Demon in a Bottle" erschuf. Er war außerdem Redakteur, Schriftsteller und Tuschezeichner.

Der Beyonder ist fasziniert von den irdischen Superhelden und ihren Konflikten. Um sich mehr an ihren zu erfreuen, teleportiert er eine Auswahl an diesen Heroen und ihren Gegnern auf eine von ihm erschaffene Welt, die er Battleworld nennt. Dort sollen beide Seiten Krieg miteinander führen, bis eine gewonnen hat. Und das führt am Ende zu einer erbitterten Schlacht, die für viele Heroen große Änderungen bedeuten.

"Secret Wars" war das erste große Crossover bei Marvel Comics. Und dabei war die Motivation, diese Story zu kreieren, relativ profan. Der Spielzeughersteller Mattel war daran interessiert, Figuren basierend auf den Marvelcharakteren zu erstellen. Doch dafür wollten sie einen eigenen Event, da sich dieser leichter zu vermarkten ließ. Der Verlag ließ sich darauf ein und das Endergebnis war eben diese zwölfteilige Miniserie, die von einigen der damals bekanntesten Künstlern illustriert wurde.

Die Story selbst ist natürlich simpel gehalten. Gut und Böse sind klar definiert und es kommt immer wieder zu dramatischen Momenten. Doch Jim Shooter verfeinert diese Geschichte mit zahlreichen kleinen Subplots an, die die Charakterisierung der Figuren vertieft. Es gibt wiederholt kleinere Szenen, die diesem Zweck dienen.

Dabei profitieren nicht nur die Helden davon, sondern auch die Schurken. Und so schafft es Jim Shooter, den Gegenspielern ein menschliches Gesicht zu geben, ohne dass sie an Gefahr verlieren. Einer der Subplots ist zum Beispiel die Liebesbeziehung zwischen dem Molecule Man und Volcana. Oder Dr. Dooms Durst nach mehr Macht, und die Bemühungen, die er dafür unternimmt.

Auf der Seite der Helden dominiert vor allem das Misstrauen der X-Men gegenüber den Helden. Die Mutantengruppe absentiert sich von diesen und strebt zunächst ihren eigenen Plänen nach. Allerdings gibt es bei ihnen Reibereien. So beansprucht Professor Xavier die Führungsposition für sich, obwohl Storm diejenige ist, die dafür verantwortlich ist.

Die Miniserie brachte für das Marvel Universum einige große Veränderungen. Mit die größte war sicherlich die Einführung des schwarzen Kostüms, das lebendig war. Und das später zu Venom wurde. Doch auch kleinere Wendungen brachte die Serie mit sich, wie zum Beispiel das She-Hulk Ben Grimms Ersatz bei den Fantastischen Vier wurde. Das Besondere ist, dass von all diesen Umbrüchen viele sich als äußerst langanhaltend hielten. Etwas, was sich dann in den letzten Jahren nach und nach veränderte.

Die Illustrationen von Bob Layton und Mike Zeck sind natürlich für das Moderne gewöhnungsbedürftig. Doch was beide damals präsentierten, war eine super Arbeit, bei der sie gleichzeitig ihren eigenen Stil pflegen konnten. Die Geschichte ist flüssig und flott erzählt.

Keine Zweifel also, man hat es hier mit einem "Klassiker" und "Splashhit" zu tun.



Fazit:

Mit "Marvel Super Heroes Secret Wars" liegt jetzt die Neuauflage eines Klassikers der Marvel Comic-Literatur vor. Die Geschichte von Jim Shooter und die Zeichnungen von Mike Zeck und Bob Layton sorgen dafür, dass diese Story einem im Kopf bleibt. Großartig sind dabei die zahlreichen Subplots, die die Story bereichern. Interessant ist dabei vor allem, wie viele Veränderungen damals nach dem Ende des Bandes erhalten bleiben. Ein grandioser Comic!



Marvel Super Heroes: Secret Wars - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Super Heroes: Secret Wars

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 24,99

ISBN 13:
978-3957985835

336 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ein Klassiker der Comicliteratur neu aufgelegt
  • Interessante Subplots
  • Viele, langanhaltende Veränderungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 04.03.2016
Kategorie: One Shots
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