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Comic-Besprechung - Mosaik 482

Geschichten:
"Römische Legenden"
Autor: Jens Uwe Schubert
Zeichnungen: Niels Bülow, Clemens Eckert, Sally Lin, Ulrich Nitzsche, Andreas Pasda, Thomas Schiewer, Andreas Schulze
Kolorierung: André Kurzawe, Julia Sand


Ende gut, alles gut. Mit diesem Heft endet die Rom-Serie im MOSAIK und nach 24 Heften machen sich die drei Helden Abrax, Brabax und Califax nun auf dem Weg zu einem neuen Abenteuer.
Vorher müssen aber noch einige offene Handlungsstränge beendet werden. Der im letzten Heft begonnene versuchte Sturz des römischen Kaisers Trajan durch einen Konsul wird nach einigen verzwickten Situationen geklärt. Besonders gelungen ist hier die Rolle des Militärs, das, überrascht von der plötzlichen Wendung, versucht die richtige Seite zu finden. Schnell gerät die Herrschaft des Kaisers in Gefahr, bloß um im nächsten Moment wieder auf sicheren Füßen zu stehen. Bei dieser kurzen Szene zeigt sich gut, wie wackelig der Kaiserthron war, wenn andere an ihm rütteln.

Im weiteren Verlauf werden alle Probleme geklärt, zu Unrecht verstoßende Personen wieder in Amt und Würde gebracht und eine Freundin der Faxe aus dem Verließ befreit. Das wirkt mit zunehmender Maße doch alles etwas überhastet, zumal der Kaiser, das Oberhaupt des römischen Imperiums, hier sehr menschennah agiert und von einer wirklichen Hierarchie kaum noch zu sprechen ist. Comicfans, die ein rundes Happy-End benötigen, werden hier folglich über die Maßen bedient. Obwohl natürlich alle Aktionen schlüssig sind und auch zur Story passen, wirkt dies doch etwas gezwungen. Glaubwürdiger sind hingegen Zeitsprünge der Abrafaxe zu neuen Abenteuern, welche die Figuren auch noch mit ein / zwei ungeklärten Sachen zurücklassen. Gut, die von Abrax verhasste Sklaverei wurde nicht beendet. Dies ist ein offener Punkt der nun abgeschlossenen Serie.

Darüber hinweg gesehen ist das vorliegende Heft wieder eine typische Mosaik-Ausgabe. Es gibt gehörige Action, einige spannende Momente, manche kuriose Situation und einen direkten Bezug zur realen Vergangenheit. Im Mittelpunkt der Handlung steht unter anderem die berühmte Trajansäule, welche in leicht abgeänderter Form auch auf dem Cover zu sehen ist. Die 38 Meter hohe Bildsäule, die nach fast 2.000 Jahren heute noch in Rom steht, wird in ihrer Entstehung im Heft abgebildet und die Abrafaxe haben natürlich ihren Anteil daran. Als Abschluss dieses Abenteuers ein gelungener Umstand, da Kaiser Trajan auf dieser Säule verschiedene wichtige Stationen seiner Herrschaft verewigen ließ, warum also nicht auch die Begegnung mit den Abrafaxen?
Ebenfalls auf historischen Grundlagen fußt der in der gesamten Rom-Serie immer mal wieder eine Rolle spielende Dodekaeder. Dieser Würfel stellte hier bisher eine Art religiösen Gegenstand dar. Geschickt wurde vom Autor Jens Uwe Schubert eine Verknüpfung zu der zweiten Mosaik-Serie des Verlages „Anna, Bella & Caramella“ hergestellt, da die drei Mädchen wohl Anteil an der Entstehung dieser Würfel hatten. Nun, in diesem Heft, zeigt sich die angedachte Funktion, doch ob diese wirklich mit den damaligen Aufgaben des Gegenstandes etwas zu tun hat, darüber ist sich nicht einmal die Wissenschaft einig.

Inhaltlich folglich eine durch und durch runde Ausgabe, in der sich alles zum Guten wendet. Mit den Bezügen zur realen historischen Vergangenheit wird noch einmal viel Wissen vermittelt und dies in einer Handlung, die kaum Platz für derartige Aktionen lässt. Doch der Autor entwirft ein schlüssiges Konzept, das dieses Abenteuer komplett abschließt, selbst einen Blick 10 Jahre in die Zukunft zulässt und eine Rückkehr der Abrafaxe komplett ausschließt.
Nun stolpern die Drei ab nächsten Monat also wieder in ein neues Abenteuer und obwohl auf Fanseite schon wild spekuliert wird und auch einige Bilder kursieren, die Epoche und das Land sind noch unbekannt.

Neben dem Comicteil werden in der Heftmitte in redaktionellen Texten unter anderem die Trajan-Säule ausführlich beschrieben, das Ende des römischen Reiches thematisiert und auf einer Doppelseite Lesebriefe abgedruckt und beantwortet.

Die Rom-Serie ist zu Ende und zurückblickend liegt hier ein ganz starkes Abenteuer vor, das durchweg spannend und unterhaltsam war. Das Grande Finale räumt mit allen aufgeworfenen Problemen und Fragen auf und bietet eine durchweg runde Geschichte. Neueinsteiger warten natürlich auf nächsten Monat, wo in ein neues Abenteuer gestartet wird. Wer aber nochmal etwas über das antike Rom erfahren will, der darf hier gerne zugreifen.

Mosaik 482 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mosaik 482

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 2,60

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Finale lässt keine Fragen offen
  • gelungener Einbezug der berühmten Trajan-Säule
  • würdiger Abschluss der Serie
Negativ aufgefallen
  • Happy-End etwas zu perfekt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 29.01.2016
Kategorie: Mosaik
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