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Comic-Besprechung - Polar 2: Auge um Auge

Geschichten:
Polar 2: Auge um Auge
Autor / Zeichner / Colorist: Victor Santos


Story:
Christy White treibt verlassen im Eis ihrem Tod entgegen. Bis in letzter Sekunde eine helfende Hand sie rettet. Diese gehört dem ehemaligen Agenten und Profikiller Black Kaiser. Christy wird von ihm trainiert, damit sie ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen kann: Rache.


Meinung:
Der zweite Teil der Serie Polar des Spaniers Victor Santos ist besser als der erste Teil, was vor allem daran liegt, das er etwas eigenständiger ist. Inhaltlich erinnerte der erste Band sehr an Red und der Stil war eine Kopie von Frank Miller. An sich ist beides nicht schlecht und optisch war der Beginn eine Wucht, aber man hätte es leicht als einen reinen Epigonen abtun können.

Was macht den zweiten Teil denn nun besser? Die Story an sich passt immer noch auf einen Bierdeckel und ist absolut nichts Neues. Eine junge Frau wird schwer verletzt, von einem geheimnisvollen Mann gerettet, von diesem einstigen Killer trainiert und begibt sich letztendlich auf einen blutigen Rachefeldzug. Einen Rückgriff auf den ersten Teil gibt es nur insofern da eine dort vorgestellte Person hier ihren Background bekommt und der Anti-Held Black Kaiser wieder auftritt. Die Story an sich kann also keinen Innovationspreis bekommen.

Es ist der Stil der einen wieder umhaut. Natürlich sind die Prägungen von Miller zu seinen Sin City Zeiten immer noch mehr als präsent. Doch nun bekommt man den Eindruck, dass Santos sich etwas davon löst und gleichzeitig kommen Einflüsse von einem anderen Großmeister zum Tragen, nämlich von Eduardo Risso. Insbesondere was die Gesichter und das Spiel mit deren Schatten angeht, sieht man viel von Risso. Ansonsten  gibt es wie im ersten Teil nur Rot als Zusatzfarbe, welche die schwarz-weißen Zeichnungen unterbricht. Aber das tut es häufig, denn Rot wird dann nur für das Blut gebraucht und das fließt hier häufig und viel. Der zweite Band geht eindeutig in eine Splatterrichtung. Manchmal ertrinken alle Panels förmlich in dem Rot und die Story ist dann kaum noch zu erkennen und man will bei der gradlinigen Rachegeschichte auch gar nicht in die Tiefe gehen. Hier geht es um perfekt in Szene gesetzte Action die immerhin mit sehr vielen guten visuellen Ideen punkten kann. Manchmal zerfließen die Grenzen von den Zeichnungen und es gibt pro großformatigen Panel meist sogar drei Inhaltsebenen, was sehr geschickt ist und den Leser dazu einlädt bei den Bildern zu verweilen und die Kunstfertigkeit zu bewundern. Was nicht einer gewissen Eitelkeit entbehrt.

Aber es gibt auch ironische Brechungen, wenn etwa die beiden hier auftretenden Polizisten Namen tragen, die auf Genreikonen verwiesen. Da hätte man Corbucci, der genau so heißt wie der italienische Regisseur der uns Django und Leichen pflastern seinen Weg schenkte. Der andere Cop heißt Buchinsky und das ist der Taufname von dem Schauspieler Charles Bronson (Death Wish). Allein schon das gibt die Richtung vor.

Man bekommt aber auch noch zwei Bonusstories und Skizzen zu der Entstehung runden das Vergnügen ab. Die Entwicklung zu einem eigeneren Stil in der Auseindnadersetzung mit demjenigen von anderen Meistern ist erkennbar und macht es spannend, so dass man den nächsten Band sehnsüchtig erwartet.


Fazit:
Auch wenn die Story auf einen Bierdeckel passt und absolut nicht neu ist, so wird man doch von den Zeichnungen weggeblasen. Langsam löst sich Santos von Frank Millers Stil und bringt nun noch Einflüsse von Eduardo Risso hinein, was die Zeichnungen zu einem Augenschmaus werden lassen.


Polar 2: Auge um Auge - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Polar 2: Auge um Auge

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 16

ISBN 10:
384201337X

ISBN 13:
978-3842013377

168 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • etwas eigenständiger als erste Teil
  • manchmal drei Inhaltsebenen in einem einzigen Panel
Negativ aufgefallen
  • äußerst dünne Story
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Rezension vom: 18.03.2016
Kategorie: Alben
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