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Comic-Besprechung - Tarzan 6: Sonntagseiten 1941-1942

Geschichten:
Tarzan 6: Sonntagseiten 1941-1942
Autor: Edgar Rice Burroghs
Text: Don Garden
Zeichner: Burne Hogarth
Übersetzer: Barbara Propach

Story:
Nachdem die Claytons in Afrika strandeten, leben diese im Urwald. Dort kommt auch ihr Sohn John Clayton zur Welt. Als seine Eltern sterben nimmt sich Kala, eine der Mangani, eine seltene Affenart, des kleinen Jungen an und wird seine Ziehmutter. Sie nennt ihn Tarzan, dies bedeutet Weißhaut.
Er wächst zu einem Mann heran, der stets die Schwachen verteidigt. Zudem sucht er das Abenteuer.

Tarzan verhindert das Menschenopfer gebracht werden. Zudem ist da eine junge Frau die alles dafür geben würde, wenn er sie heiratet. Obwohl der Muskelmann ihr immer wieder erklärt, dass er nichts für sie empfindet zieht die reizvolle Ta´ama alle Register um das Objekt ihrer Begierde für sich zu gewinnen. Dabei schreckt sie auch vor Lügen, Verrat und Erpressung nicht zurück. Tarzan hat so seine .liebe Not mit der liebestollen jungen Frau. Doch es gibt weitere Gefahren die in gigantischen Abenteuern münden und ihm so einiges abverlangen.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Erstmals erschien die Figur des Tarzans in der Story ´Tarzan bei den Affen` in der Oktoberausgabe des Pulp Magazins All Story Magazine am 27 08.1912 unter dem englischen Titel ´Tarzan oft the Apes`. 1914 wurde die erste Buchausgabe veröffentlicht. Ihr folgten viele weitere Comics und Bücher. Es wurden zudem abendfüllende Kino-Filme mit so bekannten Schauspielern wie Lex Barker und Jonny Weissmüller in der Titelrolle gedreht. Es gibt zudem Zeichentrick- sowie Fernseh-Serien und sogar ein Musical, in denen Tarzan eine Rolle spielt.
Tarzans Geschichte ist hinreichend bekannt. Seine Liebe zu Jane und seine übermenschlich wirkenden Kräfte machten ihn schon sehr früh zum Helden zahlreicher Kinder. Doch auch erwachsene Menschen fühlen sich zu den Geschichten des tapferen Lianenschwingers hingezogen.
Edgar Rice Burroghs ist der Schöpfer Tarzans. Seine Geschichten um Tarzan und Jane sowie Korak, Tarzans Sohn, sind mittlerweile in der Welt der Literatur ebenso etabliert wie Hal Fosters Erzählung um Prinz Eisenherz oder die sagenhafte Legende vom Herrn der Ringe von J. R. R. Tolkien.
Die aktuelle Ausgabe des Sammelbandes der Sonntagszeitung ist daher für viele Fans des ´großen weißen Affen` eine Möglichkeit ihre Sammlung zu vervollständigen.

Die Illustrationen wurden überarbeitet und mit den Originalfarben versehen. Der Retro-Charakter der Klassik-Serie bleibt somit erhalten. Der Mega-Band in Übergröße wirkt durch seine Aufmachung zeitlos und ist für Sammler bestimmt sehr reizvoll. Der feste Einband ist in an den Urwald erinnernden Farben gehalten, die verschiedene Grüntöne propagieren.

Die Geschichten sind vom Verständnisbild der damaligen Zeit geprägt. So wirken die Frauen in diesen Geschichten meist arrogant und dumm sowie sehr egoistisch. Zudem warten sie nur auf den fantastisch-muskulösen Helden, der sie aus den Fängen des Bösen befreit. Im Laufe der Zeit wandelte sich Jane vom kreischenden hilflosen Frauchen zu einer Partnerin, die durchaus in Tarzans Welt bestehen kann.

Die Storys in den Sonntagsseiten zeigen allerdings einen Tarzan, der rast- und ruhelos durch die weiten Afrikas streift und von einem unglaublichen Abenteuer ins Nächste gerät. Dabei sind die Geschichten sehr ineinander verschachtelt und greifen auch lose Fäden wieder auf, wenn die Leser am wenigsten damit rechnen.

Wer ein Faible für Tarzan hat kommt jedenfalls an dem Mega-Sonderband nicht vorbei. Fans die weitere Geschichten von Edgar Rice Burroghs lesen möchten sollten sich auch seinem weniger bekannten Helden John Carter zuwenden, dessen Geschichten auf dem Mars spielen. Zudem gibt es weitere interessante Werke des talentierten Autors. Hierzu zählt beispielsweise seine Caprona-Serie.


Fazit:
Tarzans Abenteuer sind Generationenübergreifend und wirken zeitlos. Die fantastischen Elemente bieten einen zusätzlichen Reiz. Die Geschichten gehen nahtlos ineinander über und sind sehr verschachtelt. Die Bilder aus der Feder von Burne Hogarth, wirken sehr comichaft und haben auch in unserer modernen Zeit nichts von ihrem Reiz verloren.


Tarzan 6: Sonntagseiten 1941-1942 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tarzan 6: Sonntagseiten 1941-1942

Autor der Besprechung:
Petra Weddehage

Verlag:
Bocola

Preis:
€ 29,90

ISBN 13:
978-3-939625-66-7

112 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tarzan überzeugt als übermenschlich wirkender Held
  • Fantastische, klassische Abenteuer
  • Mega-Sammelband mit wundervollen Illustrationen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 01.05.2016
Kategorie: Alben
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