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Comic-Besprechung - Rat Queens - Gratis Comic Tag 2016

Geschichten:
Rat Queens
Autor: Kurtis J. Wiebe, Zeichner: Roc Upchurch

Story:
Frieden. Ordnung. Handel. Das sind die Werte, auf die der Wohlstand von Palisade gründet. Oder besser gesagt, das waren sie einmal. Denn mittlerweile mischen verschiedene Gangs, allen voran die "Rat Queens", die Stadt auf. Da weitet sich eine Kneipenschlägerei schon mal über das halbe Viertel aus.

Nach dem letzten "Vorfall" dieser Art hat Bürgermeister Kane die Nase voll und macht den Gangs ein Angebot, das sie nicht ablehnen können: Erledigt unangenehme Aufgaben zum Wohle der Stadt, oder ihr landet im Kerker. Aber schnell müssen die Gangs feststellen, dass es nicht "nur" darum geht, Latrinen zu putzen oder Goblin-Brutstätten auszuräuchern. Diesmal könnte es nicht reichen, mal kurz Fäuste, Messer und Magie fliegen zu lassen.

Meinung:
"Rat Queens" ist eine Parodie auf die klassischen Fantasy-Action-Geschichten. Das sollte unbedingt erwähnt werden, weil man es sonst noch übersehen könnte. Im Ernst: Der Comic haut seinen Lesern diese Tatsache ungefähr so zärtlich um die Ohren, wie die Rat Queens mit ihren Gegnern umgehen. Die Geschichte schreit einen gewissermaßen an, "Hallo!! Ich bin eine Parodie und lustig!! Ich - Bin - Eine - Parodie!! Und lustig!!".

Hinter "Rat Queens" stecken Autor Kurtis J. Wiebe (u. a. "Bounty" oder "Green Wake") und Zeichner John "Roc" Upchurch ("Vescell"). Leider haben die Macher über die Aneinanderreihung von Anspielungen und Gags etwas anderes vernachlässigt, nämlich ihre Figuren und die Geschichte. Die müssten auch (oder gerade) in einer Parodie auch alleine funktionieren, aber leider tun sie es nicht. Die berühmte suspension of disbelief klappt praktisch überhaupt nicht. Man kann auf Schritt und Tritt erkennen, was die Künstler mit einer Figur oder einer Szene erreichen wollten.

Dazu kommen, dass viele der Gags die Finesse des sprichwörtlichen Holzhammers haben. Betty, die den Proviant für den Auftrag der Rat Queens organisieren sollte, hat nur Lollies und Drogenpilze eingepackt. Ist doch nett für einen Ausflug in den Wald, oder? Anführerin Hannah ist von ihren Eltern genervt, die doch bitte endlich einen Schwiegersohn sehen wollen. Und die magischen Angriffe des Assassinen, der den Rat Queens auflauert, erinnern stark an den Standard-Klischee-Tentakel. Damit es auch niemand überseht, verkünden die Mädels genau diese Tatsache natürlich noch: "Tentakel. War ja klar."

Die Zeichnungen sind eigentlich gar nicht schlecht, aber für eine Parodie (es ist übrigens eine, hatten wir das schon erwähnt?) eigentlich zu realistisch. Hier hätte etwas stärker karikaturhaftes besser gepasst. Als Orientierungspunkte seien Lar deSouza ("Looking for Group"), Josh Kirby (u. a. Coverillustrationen für die "Scheibenwelt"-Romane) oder Sam Kieth ("The Maxx") genannt. Sehr unterschiedliche Stile, aber sie spannen etwa den Rahmen dessen, was für "Rat Queens" gepasst hätte.

Die Ausgangssituation ist eigentlich vielversprechend: Man nehme eine klassische Heldengruppe mit "rogue heroes" und bürste sie dadurch gegen den Strich, dass man die Jungs in Mädels umwandelt (den Gag, dann von "rouge heroes" zu sprechen, sparen wir uns mal). Leider haben die Macher das Potential, das darin gesteckt hätte, nahezu überhaupt nicht genutzt.

Fazit:
"Rat Queens" ist eine Parodie. Und soll lustig sein. Das lassen die Macher ihre Leser zu keiner Sekunde vergessen. Darüber geraten Charaktere und Geschichte so sehr ins Hintertreffen, dass der Comic nicht wirklich lesenswert ist. Schade eigentlich.

Rat Queens - Gratis Comic Tag 2016 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Rat Queens - Gratis Comic Tag 2016

Autor der Besprechung:
Henning Kockerbeck

Verlag:
dani books

Preis:
€ 0,00

Positiv aufgefallen
  • Eine eigentlich gute Prämisse...
Negativ aufgefallen
  • ... die aber, wie fast alles andere, in einem endlosen Strom an Anspielungen und Gags ertrinkt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 11.05.2016
Kategorie: Gratis Comic Tag 2016
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