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Comic-Besprechung - Trigan Band 4: Verrat in Trigopolis

Geschichten:
Trigan Band 4 (The Lokan Invasion; The Revenge of Darak; The Alien Invasion; They came of the night)
Autor: Mike Butterworth, Illustrator: Don Lawrence, Übersetzung: Susanne Picard, Uwe Peter


Story:

Immer wieder wird das triganische Imperium von Feinden innerhalb und außerhalb bedroht. Nie kann es sich zu hundert Prozent sicher sein, dass es wirklich in Frieden leben kann. Und doch kann es sich wiederholt auf seine Herrscher verlassen.



Meinung:

"Verrat in Trigopolis" klingt wieder schön übertrieben dramatisch. Man kennt es ja auch nicht anders, von dem Autoren Mike Butterworth. Und natürlich dem Illustrator Don Lawrence. Und die Wartezeit auf den fünften Band wird einem gerade wegen letzterem lange vorkommen. Denn man will die Zeichnungen des Künstlers genießen.

Vier Erzählungen warten wieder auf einen in diesem Band. Die erste ist "Vannus Intrige".

In ihr stößt Trigos Neffe Janno auf eine teuflische Intrige der Loka. Einige ihrer Leute halten sich nicht an das Friedensabkommen. Und versuchen, das triganische Imperium mit einer gefährlichen Waffe in die Knie zu zwingen. Doch ob ihnen das gelingt?

Selbstverständlich sind es wieder die Loka, die als Gegenspieler dienen. Man kennt dieses Volk nun schon seit langem als quasi natürliche Feinde des triganischen Imperiums. Es scheint so, als ob sie nichts anderes kennen, als Lug und Trug.

Wobei ihr Plan in dieser Erzählung erstaunlich gewieft und gerissen rüberkommt. Und für eine Zeitlang sogar funktioniert. Allerdings steht der Ausgang dieser Geschichte schon fast vorneherein fest.

Was einen bei dieser Geschichte besonders aufregt ist die Tatsache, dass Mike Butterworth mal wieder die Handlung über Sinn, Logik und Charakterisierung stellt. Es gibt mehr als einmal Momente, in denen man nur den Kopf über die Verhaltensweise bestimmter Figuren schütteln kann. Denn es scheint so, als ob die Protagonisten nichts aus den vorherigen Geschichten gelernt haben. Dass sie sich überhaupt in irgendeiner Form weiterentwickelt haben.

Ein anderes bekanntes Problem tauch in der zweiten Story auf."Daraks Rache" handelt davon, dass ein ehemaliger, hochdekorierter Soldat in Ungnade fällt, nachdem er versucht hat, Trigo an die Loka auszuliefern. Er kann aus seiner Gefangenschaft entkommen und plant seine Rache. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Sogar Trigos Bruder Brag zu erpressen und als Marionettenkaiser einzusetzen.

Im Prinzip ist die Story durchaus spannend erzählt. Die Sorgen und Nöte von Brag werden ebenfalls glaubwürdig dargestellt, wie der Rachedurst von Darak, der sich zu Unrecht verstoßen fühlt. Ebenso ist es interessant zu beobachten, wie letzterer seinen Rachefeldzug durchführt und dabei durchaus intelligent vorgeht.

Nur wieder einmal fragt man sich, was für Sicherheitsmaßnahmen die Herrscher von Trigan haben. Denn es gelingt Darak scheinbar problemlos sich überall einzuschleichen und die Ereignisse zu seinen Gunsten zu manipulieren. Genau wie bei der Vorgängergeschichte wird hier die Handlung über die Logik gestellt.

"Die leuchtenden Kugeln" ist die dritte Story in diesem Band. Es handelt von außerirdischen Invasoren, die den Körper fremder Personen übernehmen können. Nach und nach übernehmen sie so die Herrscher der beiden größten Länder des Planeten. Zu denen auch Trigo zählt.

Diese Story ist die beste in dem gesamten Band. Die Spannung ist schon fast greifbar und es stellt sich die bange Frage, wie sie ausgehen soll. Das Problem ist, dass die außerirdischen Invasoren geschickt und klug vorgehen. Sie warten den perfekten Augenblick ab und schlagen dann zu. Eine nicht zu unterschätzende Bedrohung.

Auch wenn natürlich wieder das alte Probleme mit der Glaubwürdigkeit auftritt. Denn als Trigos Neffe Janno versucht den Weisen Perik vor den Außerirdischen zu warnen, wird ihm, mal wieder, kein Glaube geschenkt. Es wäre kein Problem, wenn es in dieser Story zum ersten Mal passiert wäre. Aber da dieses Plotelement bereits vorher auftauchte, lässt die Glaubwürdigkeit zu wünschen übrig.

Und dann ist da noch "Sie kamen aus der Finsternis". Es ist ein kleines Highlight in diesem Band, da diese Kurzgeschichte noch nie zuvor hierzulande veröffentlicht wurde. Wie üblich wird das Triganische Imperium bedroht und wie üblich mischen Trigan und seine Freunde und Familie mit. Das Besondere an dieser Story ist, dass hier die Story spannend erzählt wird und ausnahmsweise mal anders verläuft als zuvor.

Don Lawrences Zeichnungen werden dabei längst nicht so gut präsentiert, wie in den vorherigen Geschichten. In denen kann er wie üblich brillieren und die ganze Bandbreite seines Könnens zeigen. Das merkt man vor allem bei den Gesichtern, die teilweise richtiggehend karikaturenhaft wirken. Passend zur entsprechenden Story.

Am Ende ist der Band etwas, in das man "Reinschauen" kann.



Fazit:

Mit "Verrat in Trigopolis" liegt jetzt der vierte Band von Mike Butterworth und Don Lawrence vor. Die Geschichten sind überwiegend in Ordnung, können aber nicht vollkommen überzeugen. Allen gemein ist, dass die Gefahren glaubwürdig und spannend vorgestellt werden. Allerdings darf man wiederholt feststellen, dass die Glaubwürdigkeit und Logik auf der Strecke bleibt. Trotzdem bleibt unterm Strich ein solider Band mit grandiosen Illustrationen.



Trigan Band 4: Verrat in Trigopolis - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Trigan Band 4: Verrat in Trigopolis

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 14,99

ISBN 13:
978-3957986962

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gefährliche Feinde
  • "Sie kamen aus der Finsternis"
  • Don Lawrence Illustrationen
Negativ aufgefallen
  • Oft genug wird die Handlung über die Logik gestellt
  • Charaktere entwickeln sich nicht
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Rezension vom: 11.08.2016
Kategorie: Trigan
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